Text & Fotos: Pascal Grob

Osaka statt Nudelsuppe. «Yume» ist ein «Sala of Tokyo»-Sprössling, hat zwei Filialen in Zürich und serviert Ramen, die zu den besten der Stadt gehören. Für die nächsten zwei Monate stehen an der Mattengasse aber nicht Brühe, Nudeln und Chashu im Zentrum, sondern Okonomiyaki. Die japanische Spezialität ist eine Art herzhafter Kabisfladen, frisch auf der heissen Platte gebraten und zum Schluss mit Sauce, Mayonnaise und verschiedenen Toppings belegt. Die Idee dazu entstand in Osaka: Küchenchef Len Whitehead und Koch Kazufumi Nakamura trafen sich dort im Sommer und machten gemeinsam eine kleine Okonomiyaki-Tour. «Im Sommer ist einfach zu viel Ramen», sagt Geschäftsführerin Sandra Bennovsky. Nach dem erfolgreichen Burger-Pop-up habe das Team erneut etwas machen wollen, «was Spass macht». Dazu kommt: «Okonomiyaki gibts in Zürich bis heute kaum. Warum nicht die Ersten sein?», so Bennovsky. Vom 12. Mai bis 11. Juli übernimmt das Pop-up die Filiale an der Mattengasse 13 komplett. Geöffnet ist sieben Tage die Woche, neu auch sonntags und mittags. Preislich bleibt das Pop-up bewusst tief: Der günstigste Okonomiyaki kostet 16.50 Franken, der teuerste 33.50 Franken.

Das Pop-up-Menü. Im Zentrum stehen fünf Okonomiyaki-Varianten. Der «Classic» kommt mit Kabis, Okonomiyaki-Sauce, Kewpie-Mayonnaise und Katsuobushi, wahlweise vegetarisch oder mit Speck. «Harakiri» ist der üppigste Teller der Karte und ein augenzwinkernder Verweis aufs frühere Burger-Pop-up: mit 150 Gramm Rindshack, Spiegelei, Gruyère, eingelegten Zwiebeln, schwarzer Knoblauch-Mayonnaise und hausgemachter BBQ-Sauce. Dazu kommen «Swiss» mit Rösti und Gruyère, «Kimchi» mit koreanischen Reiskuchen, Kimchi-Glaze und Chili sowie «Midori» mit Pilzen, Spinat, eingelegten Shimeji, Cashews und Thymian-Yuzu-Mayonnaise. Rundherum hat «Yume» eigens fürs Pop-up weitere Gerichte entwickelt, darunter Miso-Butter-Squid, Kimchi- oder Spinatsalat sowie «Osaka Doteyaki» mit 24 Stunden in Miso geschmortem Ochsenschwanz und Rindersehnen. «Wir haben versucht, alles mit einem eigenen Twist zu machen.» Das gilt auch für die Drinks. Neben Highballs, Sake und japanischen Dosengetränken gibts mehrere eigens fürs Pop-up entwickelte Cocktails. «Wir haben versucht, das ganze Thema Osaka durchzuziehen.» Und bei den Highballs solls nicht beim Trinken bleiben: Ein kleines Würfelspiel entscheidet mit etwas Glück über ein Upgrade von 0.3 auf 0.5 Liter. Wer verliert, kassiert eine «Penalty» – welche genau, ist noch nicht ganz entschieden.

 

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