Die Mitinhaber Valentin Diem, Elif Oskan, Markus Stöckle im «Restoran Gül»
Life & Style

Türkischer Traum! Auf «Rosi» folgt «Gül»

Elif Oskan zündet den Grill! Und eröffnet mit Markus Stöckle und Valentin Diem ein türkisches Restaurant.

07. Januar 2019

Text und Fotos: Pascal Grob

Wiederholungstäter! Bereits vor 12 Monaten sorgte das Koch-Gespann Elif Oskan und Markus Stöckle für ein Gastro-Highlight gleich zu Beginn des Jahres. Das Fazit unserer Tester zum bayrisch inspirierten Restaurant «Rosi»? «Eine Wirtshausküche, die viel mehr ist, als sie auf den ersten Blick zu sein scheint» – 15 Punkte! Nun doppelt das Power-Duo nach und stürzt sich auf die türkische Küche: Zusammen mit «Bauernschänke»-Mitinhaber Valentin Diem eröffnen sie heute das «Gül Restoran». Ein Lokal mit fast 90 Sitzplätzen, das sich mitten im «Chreis Cheib» in einem Innenhof zwischen Langstrasse und Kanonengasse versteckt. Wer die jungen Wilden der Zürcher Gastro-Szene kennt, weiss: Das wird der nächste Pflichtbesuch.

«Restoran Gül» in Zürich
An der Wand hängen getrocknete Auberginen, Tomaten, Peperoni, Urfa biber und Zucchetti – importiert aus der Türkei.
Nüsse, Oliven und Cig Köfte im «Restoran Gül»
Snacks à la «Gül»: Nüsse, Oliven und vegetarische «Çiğ Köfte».

Herzhaft aber leicht. «Wir wollten nicht nur traditionelle türkische Rezepte eins zu eins kopieren, sondern unsere eigene Philosophie reinbringen», erklärt Oskan. «Wie beim Gericht ‹Iskender Chicken›, das wir mit Poulet und knusprigen Brotkrümel servieren statt mit Lamm und Butter durchtränkten Brotstücken. So kriegt das Gericht eine zeitgemässe Leichtigkeit.» Auf der Karte stehen auch kleine Gerichte wie Miesmuscheln gefüllt mit Reis und Granatapfel, oder Bulgurknödel in der Grösse einer Macadamianuss mit Büffelmilchjoghurt, Minze und Nussbutter. «Dank dieser Leichtigkeit, können wir uns den Bruch mit der Tradition erlauben: Wir stellen Gerichte auf den Tisch, die in dieser Kombination kaum ein Restaurant in der Türkei anbieten würde. Es wäre schlicht zu deftig», führt Oskan weiter aus.

Hausgemachtes Brot, mit Reis gefüllte Miesmuscheln, Bulgurknödel, Eiersalat im «Restoran Gül»
Das Brot kommt direkt aus dem Holzofen. Dazu passen kleine Teller wie Bulgurknödel oder gefüllte Miesmuscheln.
Elif Oskan mit Mitinhaber Valentin Diem und Sous-Chef George Tomlin in der Küche des «Restoran Gül» in Zürich
Küchenchefin Elif Oskan, Mitinhaber Valentin Diem und Sous-Chef George Tomlin in der offenen Küche des «Gül».

Feuer in der Küche! Das Herzstück der Küche bildet ein Holzkohlegrill sowie der Holzofen. Aus ihnen kommen hausgemachte Brote, «Pide», «Lahmacun», sowie das grillierte Fleisch wie Lamm und Poulet. «Die Idee für ein türkisches Restaurant hatten Markus, Valentin und ich bereits vor drei Jahren», erinnert sich Oskan. «Wir wussten: Es braucht Feuer! In der Türkei brennt überall ein Feuer. Ohne Grill hätten wir das ‹Gül› schon vor einem Jahr eröffnet. Dank einer cleveren Lösung unserer Architektin Deborah Suter konnten wir uns aber dennoch mit der Feuerpolizei einigen, ohne unser Budget zu sprengen.»

«Restoran Gül» in Zürich
«Chef's table» im «Gül»: Gäste können sich direkt vor der offenen Küche hinsetzen.
Pide, Lahmacun und weitere Hauptgänge im «Restoran Gül»
Pide, Lahmacun oder Fleisch vom Grill: Die Karte bietet einen Querschnitt der türkischen Küche.

>> Gül Restoran
Tellstrasse 22
8004 Zürich
Reservieren unter https://guel.ch/