Café Henrici Zürich Niederdorf Stüssihofstatt
Züri isst | Pascal Grob bloggt

Henrici: Die «Cold Brew»-Avantgardisten

Das Café im Niederdorf lockt mit aussergewöhnlichen Kaffeekreationen und knusprigen Flammkuchen.

23. Mai 2017

Kalter Kaffee ist kein alter Hut und schon gar nicht Schnee von gestern. Das Henrici im Zürcher Niederdorf serviert exzellenten Cold Brew – oder eben: kaltgebrühter Kaffee. Für die Herstellung vermischt der Brewer grob gemahlenen Kaffee mit kaltem Wasser, lässt das Gemisch einige Stunden (bis zu einem Tag!) bei Raumtemperatur rumstehen und giesst danach alles durch einen Papierfilter. Der resultierende Cold Brew schmeckt leicht süsslich dank der milden Extraktion, die ungewollte Säure und Bitterstoffe weitgehend eliminiert. Klingt banal, doch Kaffee-Wasser-Verhältnis, Mahlgrad und Extraktionszeit lassen sich wie beim heiss gebrühten Kaffee beliebig variieren, weshalb jeder seine ganz eigene Zauberformel hat.

Nitro Cold Brew im Café Henrici Zürich
«Nitro Cold Brew»
Café Henrici Zürich Niederdorf Nitro Cold Brew Zapfhahn
Kaffee-Zapfhahn für «Nitro Cold Brew»

Das Henrici geht noch einen Schritt weiter. Mitinhaber Christoph Huber – von allen liebevoll Tito genannt – füllt seinen «Cold Brew» in Fässer ab und versetzt ihn mit Stickstoff. Der danach frisch gezapfte «Nitro Cold Brew» ist einzigartig in der Stadt und trumpft mit einer Crema und einem vollen seidigen Mundgefühl auf – kalt und erfrischend ist er perfekt an sonnigen Tagen auf der Terrasse mit Blick auf die beschauliche Stüssihofstatt.

Mitinhaberin Olivia Huber vom Café Henrici Terrasse in Zürich Niederdorf beim Stüssihofstatt
Café Henrici Zürich Niederdorf
Christoph Huber Mitinhaber Café Henrici Zürich
Mitinhaberin Olivia Huber vom Café Henrici Terrasse in Zürich Niederdorf beim Stüssihofstatt
Café Henrici Zürich Niederdorf
Christoph Huber Mitinhaber Café Henrici Zürich
Mitinhaberin Olivia Huber vom Café Henrici Terrasse in Zürich Niederdorf beim Stüssihofstatt
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Mitinhaberin Olivia Huber

Deinen Hunger bekämpft das Henrici mit dem alten Elsass-Klassiker Flammkuchen in neun verschiedenen Variationen. Besonders herzhaft ist der «Alpino»: Knusprig dünner Teig belegt mit Crème Fraîche, Käse, Speck, Zwiebeln und dünn geschnittene Kartoffelscheiben. Auch der vegetarische «Mediterran» überzeugt mit Fenchel, Tomaten, Pepperoni, Oliven und Feta – ein süss-salziges Zusammenspiel. Falls es für Flammkuchen noch zu früh ist, empfehle ich die vegane «Açai Bowl»: Pürierte Açai-Beeren mit Apfel und Guarana, dazu Banane und Bio-Granola. Ein Geheimtipp ist der Taboulé-Salat mit Couscous, Gemüse, Korinthen und Minze – GaultMillaus aktueller «Koch des Jahres» Rico Zandonella (18 GaultMillau-Punkte) half mit bei dieser Kreation.

Café Henrici Zürich im Niederdorf
Henrici
Flammkuchen im Café Henrici Zürich Niederdorf
Flammkuchen «Alpino» und «Mediterran»

Nach knapp acht Jahren gehört das Café Henrici zum festen Inventar des Niederdorfs und ist zum Dörfli-Klassiker avanciert. Davon zeugen auch die zahlreichen Dörflibewohner, die hier ein neues Stammlokal gefunden haben.

 

 

Kontakt
Henrici
Niederdorfstrasse 1
8001 Zürich
Tel. +41 44 251 54 54
http://www.cafe-henrici.ch/
Auf Google Maps anzeigen

 

Preise
Espresso 4.20 CHF, Nitro Cold Brew 7 CHF, Speisen 7.50-22.50 CHF, Flammkuchen 19-22.50 CHF

 

Empfehlungen
Nitro Cold Brew, Flammkuchen Alpino, Açai-Bowl, Taboulé