Das Lokal in Zürich-Wiedikon gehört zu den besten «Fried Chicken»-Adressen der Stadt. Als Grundlage dient panierte Pouletbrust, Schenkelfleisch oder Wings mit einer aussergewöhnlich knusprigen Panade. Alle Varianten gibts in zwei Ausführung: nature oder an einer süss-pikanten Gochujang-Sauce. Auch der Burger funktioniert nach dem «Weniger ist mehr»-Prinzip: ein weiches Bun, eingelegte Gurkenscheiben, frittiertes Poulet sowie eine pikante Mayo-Sauce auf Tabasco-Basis. Dazu gibts gute Dips wie Knoblauch-Ranch und Honig-Senf sowie Pommes frites und Buttermilch-Biscuits.

Die besten Fried Chicken der Stadt? «Richie's Chicken» gehört sicher zur engeren Auswahl.
Das Lochergut brummt – und die Bar Sacchi ist stets im Mittelpunkt. Am Sonntag steht ab zehn Uhr Spezialitätenkaffee in allen Facetten im Mittelpunkt, später übernehmen Bloody Mary und Negroni die Bühne. Die Morgensonne trifft die breite Terrasse, Gespräche springen von Tisch zu Tisch. Der Laden ist Bar, Café und Treffpunkt für die halbe Stadt. Wer das urbane Zürich hören will, setzt sich hier hin und lauscht.

Die Bar Sacchi wurde schnell zum angesagtesten Ort am Lochergut – tagsüber mit Spezialitätenkaffee, abends mit Negroni und Bloody Mary.
Wer die Karte im «Frisk Fisk» durchblättert und die Gerichte am Nebentisch erspäht, könnte vergessen, dass die Schweiz ein Binnenland ist. Das Restaurant im Zürcher Niederdorf kriegt regelmässig Post aus Norwegen: Fische und Meeresfrüchte in aussergewöhnlicher Qualität, die Räuchermeister Frederik Møller Andersen in seiner Fischhalle in Oslo persönlich begutachtet und verpackt. Darunter liefert er auch seinen erstklassigen Rauchlachs nach Zürich, den «Frisk Fisk» in verschiedenen Varianten serviert: Von Hand filetiert, dann im Vakuum hängend geräuchert mit Tannennadeln, Kümmel-Holzsplitter und Fichtenspänen. Dann der Toast Skagen, wo Shrimp-Salat mit Mayonnaise und einem Touch Cognac auf ein getoastetes Shokupan kommt. Oder pochierter Heilbutt, überdeckt von einer leichten, aromatischen Hollandaise, die geschmacklich an eine Bisque erinnert. Dazu eine der besten Weinkarten der Stadt mit einer cleveren Auswahl an Weiss-, Orange- und Rotweinen, die jeden Geschmack abdeckt.

Geheimtipp im Zürcher Niederdorf: Fische und Meeresfrüchte von der Küste Norwegens sowie eine Top-Weinkarte!
Gemusterte Plastiktischdecken, kunterbunte Plastikteller, Serviettenspender und Besteckboxen: Willkommen im «555+» im Erdgeschoss des Boutiquehotels Greulich im Zürcher Kreis 4, das mit seinem Interieur sofort an Bangkoks Streetfoodwahnsinn erinnert. Glücklicherweise machen auch die Gerichte der Hommage alle Ehre und haben wenig gemeinsam mit dem panasiatischen Einheitsbrei, der in Kokosmilch schwimmt und den Reiz der Thaiküche längst verloren hat. Die Gerichte sind tadellos abgeschmeckt: Sauer und süss, scharf und salzig – oft alles gleichzeitig vereint auf dem Löffel. Die Menükarte ist klein, aber fast jedes Gericht könnte die Hauptattraktion sein.

Laab, frittierter Wolfsbarsch oder Shortrib-Curry? Das «555+» gehört zu den besten Thai-Restaurants der Stadt.
Ein paar Schritte vom Lochergut, dementsprechend auch etwas ruhiger und entspannter: «169 West». Bekannt für eine Weinkarte mit klarem Fokus: kleine Weingüter, naturbelassen, ohne Firlefanz. Beim Kaffee gilt derselbe Ansatz: Bohnen, die ihre Herkunft sprechen lassen und Milchgetränke ohne zu viel Zucker. Dazu eine gute Auswahl an Gebäck und kleinen Snacks. Kimchi-Käse- oder Kaya-Toast, Zopf mit Butter und Konfitüre, Bananenbrot. Am Wochenende öffnet der Café-Weinbar-Hybrid ab 10 Uhr.

Was im gemütlichen «169 West» ins Glas oder in die Tasse kommt, hat Charakter.
Ein Ausflugsziel, das eine idyllische Wanderung mit einer Sonnenterrasse und erstklassigem Essen verbindet? Das Restaurant Sihlmatt in Menzingen ZG an der Zürcher Kantonsgrenze zu Zug. Der Star auf der Karte: Forelle blau – ein selten gewordenes Traditionsgericht und die beste Art, um das zarte Aroma des Süsswasserfischs zu geniessen. Aber auch die hausgemachten Fischstäbli aus Forellenfilets mit tadelloser Tartarsauce sind klasse. Die beste Adresse für einen kurzen kulinarischen Ausflug aus der Stadt am Sonntag.

Ein Ausflugsziel, das eine idyllische Wanderung mit einer Sonnenterrasse und erstklassigem Essen verbindet.
Zineb Hattabs «Dar» hat eine neue Adresse und ist vom Kreis 5 nach Zürich-Wiedikon an die Weststrasse gezügelt. Das grosse Plus der neuen Lokalität: eine grosse Sommerterrasse. Am Sonntag tischt die Crew um Küchenchef Sven Eiglsperger einen üppigen Brunch auf – natürlich komplett vegan: Tofu-Scramble auf gedünstetem Safranreis mit Chili-Crumble, ein überragendes BBQ-Pilz-Sandwich mit Ranchsauce oder Pancakes mit Fruchtkompott und Orangenblütencreme. Nicht verpassen: «KFM» – «Kle Fried Mushroom» als Anlehnung an die amerikanische Fastfood-Kette «KFC».

Ein grosses Plus des neuen «Dar»-Standorts: die grosse Sommerterrasse an einer ruhigen Quartierstrasse.
Am Sonntag ist das dominikanische Restaurant «Delicias Latinas» besonders gut besucht. Der Grund? Mofongo. Eine karibische Spezialität: Zweifach frittierte Kochbananen, frittierter Schweinebauch («Chicharrón»), Knoblauch und diverse Gewürze verstampft und zusammengepresst in ein dichtes Paket. Das kleine Schälchen mit Bouillon und Peperoni vermischst du am besten gleich zu Beginn mit dem Mofongo. Aber auch für «Chivo guisado» (Ziegenfleisch-Eintopf) oder «Pica Pollo» (frittiertes Poulet) lohnt sich der Besuch an der Badenerstrasse nur wenige Schritte vom Lochergut entfernt.

Ein kulinarischer Kurztrip in die Dominikanische Republik: Schmorgerichte, knuspriger Schweinebauch, doppelt frittierte Kochbananen.
Mitten in Zürich-Wiedikon fühlt sich das «Ooki» an wie ein kleiner Kurztrip nach Tokio. Helles Holz, Nō-Masken, Totoro-Figuren und ein Separee mit Tatami-Matten sorgen für die richtige Atmosphäre. Statt Sushi setzt das Team auf das, was ein Izakayas wirklich ausmacht: japanisches Comfort Food zum Teilen. Saftiges «Tori no karaage», knuspriges Tempura oder die Gyoza in Jumbo-Grösse. Dazu kommen Ramen und Udon in verschiedensten Varianten. Ein Glas Sake dazu und das Bild ist komplett.

Gyoza, Tempura und Ramen: Das «Ooki Izakaya» in Zürich-Wiedikon überzeugt mit japanischen Klassikern.
Das «Miro» an der Bäckeranlage beeindrückt schon beim Eintreten: Terrazzo-Boden, verzinkter Stahl, hoher Raumklang. Trotz der Grösse sind die Tische schnell besetzt. Wer Ruhe sucht, weicht in den geschützten Innenhof aus. Im Zentrum steht der Spezialitätenkaffee, den die Brüder Sanchez direkt vor Ort rösten. Der Besuch am Wochenende lohnt sich besonders dank der überarbeiteten Brunch-Karte von Köchin Elena Bernardo. Das Angebot ist komplett vegan: Pilz-Toast mit Estragon-Frischkäse, karamellisierten Zwiebeln und Aioli oder French-Toast mit Tonkabohnencreme und Heidelbeerkonfi. Auch das hausgemachte Gebäck überzeugt.

Am Sonntag serviert die «Miro»-Hauptfiliale bei der Zürcher Bäckeranlage einen veganen Brunch.
«Alba» verzichtet für ihren Pizzateig auf Hefe, setzt stattdessen komplett auf Sauerteig. Bezüglich Toppings geht sie ebenfalls eigene Wege: Saisonale Zutaten aus der Region auf eine Weise kombiniert, die sich den starren Konventionen Italiens bewusst widersetzt. Ein moderner Ansatz, der das traditionelle Handwerk trotzdem nicht vergisst. Dazu kommen ein gemütliches Ambiente sowie Vorspeisen und Desserts, die sich auch in einem schicken italienischen Restaurant gut machen würden. Willkommen bei GaultMillaus «POP des Jahres 2025»!

Pizza-Gamechanger! Eine junge Crew hinterfragt althergebrachte Sitten – und macht dabei alles goldrichtig.
Im «Sappo» beginnt Ramen mit Feuer. Hackfleisch, Knoblauch und Zwiebeln brutzeln im Wok. Dann trifft die über zwölf Stunden lang geköchelte Brühe aus Schwein und Geflügel auf den Bratensatz und verbindet sich mit einer besonders lange fermentierten Misopaste. Das Ergebnis: Eine Suppe, die Geschmack auf Geschmack schichtet – salzig und herzhaft, ohne schwer zu wirken. Auch die Nudeln spielen eine Hauptrolle: goldgelb, leicht gewellt, genau mit dem richtigen Biss. Sie stammen aus der Hauptstadt Hokkaidos und halten der kräftigen Brühe mühelos stand. Die Liebe zum Detail überrascht nicht: Sophie Nham und Christopher Williner haben bereits mit «Gyoza Yokocho» in der Markthalle im Viadukt gezeigt, wie sich Zürich für japanisches Streetfood begeistern lässt.

Mit Miso und Thurgauer Apfelschwein: Ein neues Restaurant widmet sich den herzhaften Ramen aus Sapporo.
Wer macht den besten Döner Kebab in Zürich? «Babas Döner» gehört sicher in die engere Auswahl. Wer das unscheinbare Lokal an der Nansenstrasse betritt, erspäht hinter der Theke den Unterschied zur Konkurrenz ziemlich schnell: Ein Dönergrill wie in den besten Dönerläden Istanbuls. Nicht Elektrizität, kein Gas, sondern Holzkohle sorgt für die richtige Hitze, die die äusserste Schicht des Dönerspiesses langsam knusprig röstet. Natürlich ist der «Yaprak»-Spiess ebenfalls keine Nullachtfünfzehn-Ware: «Babas Döner» setzt auf Schweizer Rindshuft, über Nacht mariniert und täglich frisch von Hand geschichtet mit etwas Rindsfett, damit das Dönerfleisch beim Grillieren saftig bleibt. Früh kommen lohnt sich nicht nur, um lange Warteschlangen zu umgehen: Die ersten Abschnitte des Dönerspiesses sind besonders mürbe und schmelzen fast auf der Zunge.

In Zürich gibts nun Döner wie in Istanbul: Von Hand geschichtet, auf Holzkohle grilliert.
Wo früher das «Balkan Büro» war, hat nun eine neue Crew unter dem Namen «Din Balkaner» einen Neustart gemacht. Was den neuen Go-to-Spot für erstklassige Bureks auszeichnet? Hauchdünne Teigblätter formen sich zu einer langen gefüllten Rolle und kommen danach in einer Schneckenlinie aufs Backblech. Täglich frisch und handgemacht punkten sie mit einer goldenen Kruste, einem geschmeidigen Teig und gut gewürzten Füllungen: Rindshackfleisch, Käse, Käse-Spinat oder Kartoffeln. Wer zur richtigen Zeit kommt, kann dem Burek-Bäcker quasi über die Schulter schauen in der offenen Backstube hinter der Theke. Zukünftig kommen noch weitere Füllungen sowie monatliche Specials dazu.

Was die Bureks von «Din Balkaner» auszeichnen: eine goldene Kruste, ein geschmeidiger Teig und gut gewürzte Füllungen.
Jeden Sonntag zeigt Elif Oskan, wieso das Frühstück in der Türkei zum Pflichtprogramm gehört und nicht einfach nur ein Bauchfüller ist. Mal süss, mal salzig, zum aufs Brot streichen oder lieber gleich von Hand essen: Der Brunch im «Gül» ist ebenso facettenreich wie das Abendprogramm. Kein türkisches Frühstück wäre komplett ohne «Simit»: Ein Hefeteiggebäck in Form eines Kringels, mit Sesam übersät. Und dazu unbedingt: Wabenhonig und «Kaymak», auch «Clotted Cream» genannt. «Lahmacun» ist ein alter Bekannter, während «Pide» mit Pastrami und Ei ein Frühstücks-Update erhält. Eier gibts in Form von «Menemen» – die türkische Version von «Shakshuka» – oder zusammen mit der würzigen Knoblauchwurst «Sucuk».

Elif Oskan zeigt Zürich, weshalb das Frühstück in der Türkei zum kulinarischen Pflichtprogramm gehört.
Was beim «Derby» am Zürcher Lochergut zu jeder Pizza mitkommt? Eine handelsübliche Schere. Ungewöhnlich, aber zugegebenermassen ein effizientes Hilfsmittel, um die Pizza in einzelne Stücke zu schneiden. Qualität statt Quantität lautet das Motto: Die Crew um Urs Rüegg schreibt selbstbewusst nur drei Pizzen auf die Karte – Marinara, Margherita sowie einen Monatsspecial – und feilt ständig am perfekten Pizzateig nach neapolitanischem Vorbild. Sie gehören zu den besten der Stadt. Ursprünglich war das Lokal eine Zürcher Ur-Beiz, die auch als sanft renovierte Pizzeria nichts von ihrem Charme verloren hat. Reservationen sind nicht möglich – etwaige Wartezeiten lassen sich aber problemlos in der dazugehörigen «La Ola»-Bar nebenan überbrücken.

Das «Derby» am Zürcher Lochergut erinnert eher an eine Beiz als eine Pizzeria, serviert aber eine der besten Pizzen der Stadt.
Für das «Garhwal» lohnt es sich, die Stadt einmal zu durchqueren: Erstklassiges Naan in verschiedenen Varianten, das direkt aus dem 300 Grad heissen Tandoori-Ofen kommt, deshalb knusprig und geschmeidig-luftig zugleich ist. «Chicken Tikka» mit einer dicken Marinade aus Kashmiri-Chili und Joghurt oder «Dahi Baingan» mit gerösteten Aubergine und Curryblättern. Dann «Pahadi Lamb Masala», das sich auch für Leute eignet, die dem Geschmack von Lamm normalerweise nichts abgewinnen können. Dank Koriander, Minze, grünem Chili und Bergmasala aus Uttarakhand, das im Himalaya im Norden Indiens liegt, kriegt das Schenkelfleisch eine wunderbare, würzig-pikante Aromatik. Indische Gerichte, die in Zürich ihresgleichen suchen.

Aubergine, Chicken Tikka und Naan aus dem Tandoori-Ofen: Im Kreis 12 versteckt sich ein indischer Geheimtipp.
Die altehrwürdige Adresse an der Rämistrasse lohnt sich am Sonntag gleich doppelt. Einerseits serviert das Restaurant wie gewohnt durchgehend von mittags bis spätabends alle Klassiker, die die «Kronenhalle» auszeichnen: das Zürcher Geschnetzeltes mit butterzarten Kalbsfilet-Streifen an einer sämigen, samt Champignon pürierten Rahmsauce. Dann die Bouillon mit Leberknödel, Gurkensalat, Mistkratzerli oder Entrecôte Café de Paris. Andererseits öffnet auch die legendäre, hauseigene Bar bereits um halb zwölf mittags, wo Chef de bar Christian Heiss und sein Team ebenso legendäre Cocktails mixen.

Der absolute Bestseller der «Kronenhalle»: Kalbsfilet geschnetzelt «Kronenhalle» mit Rösti.
Dan Shus «Gaijin» beim Zürcher Stauffachers hat unter Fans bereits Kult-Status dank dem spielerischen Umgang mit der japanischen Küche: Miso, Sojasauce oder Mirin sind die Grundbausteine, die Fleisch und Fisch von den Top-Lieferanten Bianchi und Luma geschmacklich aufs nächste Level hieven. Umami ist ständig wechselnden Überraschungsmenü stets im Mittelpunkt, ohne den Gaumen zu überfordern. Einige Beispiele für den unerschrockenen «Gaijin»-Kochstil: Mit Kartoffelflocken panierte Shiitake und enthäutete Datteltomaten auf Miso-Frischkäse oder ein Stückchen Forellenfilet auf einem Sauerampferblatt mit Forellenrogen, etwas Jalapenõ, eingelegte Karottenstreifen und Yuzu-Tofu. Dann der «Gaijin»-Klassiker, der nicht mehr von der Karte wegzudenken ist: gerösteter Rosenkohl nach Takoyaki-Art.

Das Paradegericht von «Gaijin»-Chef Dan Shu: gerösteter Rosenkohl nach Takoyaki-Art.
Seit 150 Jahren bleibt sich die Bodega Española im Zürcher Niederdorf treu – auch unter dem neuen Geschäftsführer David Martínez Salvany. Als ehemaliger Küchenchef der Restaurants Greulich und Clouds war er jahrelang an der Spitze der Zürcher Gastronomie, überträgt sein Know-how und seinen Qualitätssinn nun auf das Traditionslokal. Pan con tomate, Croquetas de Jamon, Boquerones oder Albondigas von der Tapas-Bar, dazu erstklassige Patatas fritas mit Allioli oder frittierte Calameres à la carte.

Spanische Kultur seit 150 Jahren: David Martínez Salvany führt das Traditionslokal im Zürcher Niederdorf auf hohem Niveau weiter.
Etwas ausserhalb der Stadt, aber erstaunlich nah: Vom Bahnhof Wiedikon gehts in rund einer halben Stunde mit dem Postauto ins Aeugstertal, danach ein kurzer Spaziergang – und schon zeigt sich die Landbeiz, wie sie im Bilderbuch steht. Die «Alte Post» ist über 100 Jahre alt, die Karte seit Jahrzehnten kaum verändert. Gutbürgerliche Schweizer Küche ohne Abkürzungen: Bio- und Demeter-Produkte, direkt von Produzenten. Wurst-Käse-Salat, exzellente Alp- und Bergkäse sowie Hirsch-, Gams- oder Rehsalsiz gehören zu den Highlights der «kalten Sparte» auf der Karte, die je nach Saison ändert. Würste sind auch das Highlight der warmen Speisen: vom Gitzi, Schweins oder Kalb mit knuspriger Rösti. Im Sommer lockt die Terrasse, im Winter die heimelige Stube.

Gitzi-Bratwurst und Rösti! Eine halbe Stunde von der Stadt finden Fans der Schweizer Küche ein rustikales Bijou.
Im kleinen Lokal, wo Arabisch so selbstverständlich gesprochen wird wie Schweizerdeutsch, gibts eines der besten Poulet-Schawarmas der Stadt. Auf dem vertikalen Grillspiess türmt sich Schicht um Schicht des marinierten Fleischs, das zusammen mit Essiggurken, mit Sumach gewürzte Zwiebeln, Petersilie, Weisskabis, Aubergine und Blumenkohl aus der Fritteuse sowie Pommes frites im Fladenbrot landet. Dazu Toum: eine libanesische Sauce, die ähnlich wie Aioli aus Speiseöl und Knoblauch besteht.

Schawarma wie in Beirut: Im Take-Away an der Hafnerstrasse kommt Poulet direkt vom Grillspiess ins Fladenbrot.
Das «Hongxi» ist und bleibt in Zürich die beste Adresse für gehobene, chinesische Küche. Der Ableger beim «Glattpark» bietet darüberhinaus für Zürcher Verhältnisse untypisch viel Platz und grosszügigere Gerichte als das Lokal im Kreis 4. Kein Besuch im «Hongxi» ohne Dim-Sum aus den dampfenden Bambuskörbchen, die in einer eigenen Liga spielen: «Har Gau» mit süsslichen, saftigen, prallen Crevetten in einem hauchdünnen, geschmeidigen Teig sowie exzellente «Xiao Long Baos». Dann die Schweinefleisch-Wontons an scharfer Szechuan-Chili-Sauce. Aber auch der ganze, gedämpfte Wolfsbarsch nach «Hong Kong»-Art oder der Schweinebauch nach Grossmutter-Art sind stets ein Highlight.

Das «Hongxi» gehört nach wie vor zu den Zürcher Top-Adressen für chinesische Küche.
Der «Falken» ist längst im Quartier angekommen – und zieht dennoch Gäste von weiter her an. Direkt bei der Haltestelle Schmiede Wiedikon gelegen, mit grosser Terrasse und einem Interieur zwischen Beizen-Charme, Pastellgrün und Blumentapeten. In der Küche: schnörkellose Schweizer Klassiker, ergänzt durch wechselnde Wochengerichte: Zürcher Geschnetzeltes mit Kalbshuft und Nierli, dazu eine Rösti mit goldbrauner Kruste und fluffigem Kern. Dann Cordon Bleu vom Bergschwein mit rezentem Schneebelkuh-Käse oder Ghackets mit Hörnli und Apfelmus. Auch die ständig wechselnde hausgemachte «Falken»-Wurst überzeugt.

Zürcher Geschnetzeltes, hausgemachte Wurst: Die Quartierbeiz bei der Schmiede Wiedikon begeistert mit zeitgemässer Schweizer Küche.


