Miro — Café und Rösterei unter einer Decke

Meine erste Anlaufstelle am Sonntag für einen gemütlichen Nachmittag mit gutem Kaffee? «Miro»! Das imposante Café mit Kunststeinplatten in Terrazzo-Optik und verzinkten Stahlgestellen bietet genügend Platz, damit sich niemand einen Tisch erkämpfen müsste. Im Fokus steht der Spezialitätenkaffee, den die Brüder Sanchez gleich selbst rösten im hinteren Teil des Lokals. Wer mit einem knurrenden Magen auftaucht, kann sich von der Frühstückskarte spanische Tortilla oder Sauerteig-Toast mit Butter, Quittenkonfitüre und Manchego bestellen. Meine Standard-Getränkebestellung? Espresso Tonic – ein erfrischendes Getränk, das Espresso mit Tonic Water kombiniert.

 

Miro, Brauerstrasse 58, 8004 Zürich (Google Maps)

Miro Café in Zurich

Das «Miró» vereint Café, Rösterei und ist gleichzeitig auch ein Showroom für Kaffee.

Miro Café in Zurich

Im Fokus steht der Spezialitätenkaffee, zusätzlich gibts am Wochenende noch eine Frühstückskarte.

Wermut — «Smørrebrød» und Hering: Frühstück wie in Skandinavien

Noch immer ein echter Geheimtipp: Das «Wermut» im Kino Riffraff (Titelbild). Über das Ambiente lässt sich streiten, über die Qualität des Essens nicht. Tagsüber gibts Brunch mit einer grossen Auswahl an verschiedenen «Smørrebrød»: Crevetten, Forelle, Porchetta, Ricotta, Hering, Kartoffeln und Schneekrabbe heissen die Toppings. Oder Egg Benedict mit Eierschwämme. Abends erweitert sich die Spielwiese von Küchenchef David Heimer und auf dem Menü stehen immer wieder wechselnde Gerichte mit der Präzision einer gehobenen Küche. Momentan: Konfierter Schweinebauch mit Quittenpüree, Kabissalat und Wermutjus oder Wildentenbrust mit geschmortem Chicorée und Kürbis.

 

Wermut, Neugasse 63, 8005 Zürich (Google Maps)

Restaurant Wermut Zürich mit David Heimer im Kino Riffraff Smorrebrod

Am Wochenende stehen verschiedene Smørrebrød-Varianten im Angebot für den Brunch.

Restaurant Wermut Zürich mit David Heimer im Kino Riffraff

Abends tischt Küchenchef David Heimer Bistro-Gerichte mit der Präzision einer gehobenen Küche auf.

Delicias Latinas — Mofongo? Mofongo!

Am Sonntag ist das dominikanische Restaurant «Delicias Latinas» besonders gut besucht. Der Grund? Mofongo. Eine karibische Spezialität: Zweifach frittierte Kochbananen, frittierter Schweinebauch («Chicharrón»), Knoblauch und diverse Gewürze verstampft und zusammengepresst in ein dichtes Paket. Das kleine Schälchen mit Bouillon und Peperoni vermischst du am besten gleich zu Beginn mit dem Mofongo. Sündhaft gut! Aber auch für Gerichte wie «Chivo guisado» (Ziegenfleisch-Eintopf) oder «Pica Pollo» (frittiertes Poulet) lohnt sich der Besuch an der Badenerstrasse nur wenige Schritte vom Lochergut entfernt.

 

Delicias Latinas, Badenerstrasse 260, 8004 Zürich (Google Maps)

«Mofongo» im Delicias Latinas an der Badenerstrasse in Zürich

«Mofongo» – eine karibische Spezialität, die es nur sonntags im «Delicias Latinas» gibt.

169 West — Die Weinbar, die auch sonntags öffnet.

Darf es vielleicht ein Glas Wein sein am Sonntagnachmittag? Die Weinbar «169 West» an der Weststrasse ist ein Garant für spannende Weine mit teils verblüffenden Aromen, wovon zwölf im Offenausschank erhältlich sind. Dazu serviert Inhaber Kai Keong Ng und seine Crew den ganzen Tag Frühstück und Bar-Food. Besonders gut: das Käse-Croissant mit «Schnebel Kuh» und Honig-Senf-Sauce. Oder «Kaya Slow Egg»: ein Onsen-Ei mit Sojasauce und «Kaya»-Toast – eine populäre Frühstücksspezialität in Singapur und Malaysia bestehend aus einem Kokosmilch-Ei-Aufstrich zwischen zwei knusprigen Brotscheiben.

 

169 West, Weststrasse 169, 8003 Zürich (Google Maps)

169 West Essen in Zürich Weinbar mit Naturweinen

Bar-Food und Frühstücksgerichte, die hervorragend zu den charaktervollen Weinen passen.

Oh my greek — Das perfekte Anti-Kater-Sandwich

Die blau-weissen Foodtrucks von «Oh my greek!» touren bereits seit Jahren von Festival zu Festival in der ganzen Schweiz. Nun haben sie vor wenigen Monaten an der Kalkbreite ihren ersten fixen Standort eröffnet. Ihr Verkaufsschlager? Gyros Pita. Mein Interesse gehört aber jeweils einem anderen Gericht auf der Karte: Gyros Club – das perfekte Anti-Kater-Sandwich. Zwischen zwei getoasteten Pitabroten klemmt Gyrosfleisch, Zwiebeln, Peperoni, Tomaten, geschmolzener Käse. Statt der Cocktailsauce würde ich das Sandwich aber mit der ebenfalls erhältlichen Estragonsauce auf Joghurt-Basis bestellen. Sie verleiht ihr neben der würzigen Kräuternote auch eine Säure, die sich gegen Schweinefleisch und Käse behaupten kann.

Das griechische Restaurant Oh my greek bei der Haltestelle Kalkbreite in Zürich

Die Foodstrucks von «Oh my greek!» reisen seit Jahren von Festival zu Festival, nun folgte das erste Restaurant.

Club Gyros im griechischen Restaurant «Oh my greek» bei der Haltestelle Kalkbreite in Zürich

Gyros Club: das perfekte Anti-Kater-Sandwich.

Ooki — Willkommen in Tokio!

Das «Ooki» an der Zentralstrasse in Zürich Wiedikon ist wie ein Izakaya aus dem Bilderbuch. Izakaya? Ein Begriff für japanische Kneipen, der sich aus den Wörtern «I» und «Sakaya» zusammensetzt – auf Deutsch: «sitzen» und «Sake-Geschäft». Quasi ein Sake-Lokal zum Sitzen. Auf dem Menü? «Comfort Food» aus Japan. Wie «Tori no karaage» (frittierte Pouletstücke) oder Gyoza in der besonders empfehlenswerten Jumbo-Version mit einer Füllung aus Hackfleisch, Weisskohl, Chinakohl und Schnittlauch. Und was tröstet besser an einem kalten Herbstabend als eine Schüssel «Tonkotsu Ramen» oder Udon-Nudeln in der Variante mit Currysuppe? Genau.

 

Ooki, Zentralstrasse 53, 8003 Zürich (Google Maps)

Restaurant «Ooki» in Zürich

Gyoza, Tempura und Ramen: Das «Izakaya» in Wiedikon setzt bezüglich «Comfort Food» neue Massstäbe in Zürich.

Restaurant Ooki in Zürich

Das «Ooki» überrascht mit einer Atmosphäre wie in Tokio.

Gül — Ein Frühstück, das selbst den grössten Morgenmuffel aufheitern würde.

Jeden Sonntag zeigt Elif Oskan, wieso das Frühstück in der Türkei zum Pflichtprogramm gehört und nicht einfach nur ein Bauchfüller ist. Mal süss, mal salzig, zum aufs Brot streichen oder lieber gleich von Hand essen: Der Brunch im «Gül» ist ebenso facettenreich wie das Abendprogramm. Kein türkisches Frühstück wäre komplett ohne «Simit»: Ein Hefeteiggebäck in Form eines Kringels, mit Sesam übersät. Und dazu unbedingt: Wabenhonig und «Kaymak», auch «Clotted Cream» genannt. «Lahmacun» ist ein alter Bekannter, während «Pide» mit Pastrami und Ei ein Frühstücks-Update erhält. Eier gibts in Form von «Menemen» – die türkische Version von «Shakshuka» – oder zusammen mit der würzigen Knoblauchwurst «Sucuk». Besser kann der Sonntag nicht starten.

 

Gül, Tellstrasse 22, 8004 Zürich (Google Maps)

Türkisches Frühstück im Restaurant Gül in Zürich von Elif Oskan mit Menemen, Pide, Sucuk, Börek, Kaymak und Simit

Ein Frühstück wie in der Türkei, wo sich kunterbunte, kleine Teller aneinanderreihen, bis du nicht mehr weisst, bei welchem Tellerchen du beginnen sollst.