Fotos: Sedrik Nemeth

Autos mit Stern. «Mercedes ist für mich eine Herzensangelegenheit», sagt Guy Ravet zu Beginn und setzt damit den Ton für einen Tag, der unter dem Motto «Tour Gourmande Lac Léman» steht. Ravet ist Markenbotschafter von Mercedes-Benz in der Schweiz und fährt schon sein halbes Leben lang Autos mit Stern. Heute ist er Teil des Staraufgebots für die «Genusstour», die in Genf Halt macht. Zusammen mit seinem Kollegen Philippe Chevrier, dem dienstältesten 19-Punkte-Koch der Schweiz, serviert er einen «Flying Lunch» und ein Vierhändig-Dinner auf beeindruckend hohem Niveau. Dazwischen haben die Gäste die Möglichkeit, bei Ausfahrten das aktuelle Line-up von Mercedes zu entdecken.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully © sedrik nemeth

Bereit für die Genusstour: Line-up aktueller Mercedes- und AMG-Modelle im Park der Domaine de Choully.

Für die Vorfreude. Schön aufgereiht stehen im grosszügigen Park der Domaine de Choully in Satigny oberhalb von Genf unter alten Bäumen ein mattweisser Mercedes-Maybach SL 680 Monogram Series, der aktuelle elektrische GLC und natürlich der beliebte, ikonische Geländewagen Mercedes-AMG G 63. Den brandneuen AMG GT gibt es hingegen nur zum Anschauen und Vorfreuen. Guy Ravet ist seine Begeisterung jedenfalls anzumerken, wenn er über das Design des Hecks und die vielversprechenden technischen Daten spricht: Das viertürige elektrische Coupé leistet 1169 PS und beschleunigt in 2,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. «Das ist schon was», sagt Ravet mit einem Lächeln.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully © sedrik nemeth

Unter einem guten Stern: die Lachs-Terrine von Philippe Chevrier wird serviert.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully Ici tomates anciennes, mousseux de burrata condiment basilic, vinaigre balsamique vieilli  © sedrik nemeth

Starchef unter dem Haselstrauch: Guy Ravet richtet an.

Ausfahrt und Käsekurs. Nach einer kunstvollen Lachsterrine aus der klassischen Küche von Philippe Chevrier oder einer überraschenden vegetarischen Chorizo mit Sbrinz-Schaum von Guy Ravet – angerichtet unter einem Haselstrauch im Park – geht es in einem beeindruckenden Fahrzeugkonvoi auf eine Genusstour, die diesen Namen wirklich verdient: durch die Rebberge, Wälder und über die Landstrassen der Weinregion Genf. Den Gästen wird viel geboten: Nach der Ausfahrt folgt eine kurze Einführung in die Kunst der Käseherstellung durch die Spezialisten von Jumi aus dem Emmental.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully © sedrik nemeth

Gegenseitiger Respekt: Guy Ravet und Philippe Chevrier in der Küche.

Ruhe vor dem Sturm. Währenddessen herrscht in der Küche die konzentrierte Ruhe vor dem Sturm. Aus gegenseitigem Respekt haben die beiden Chefs ein praktisches Arrangement getroffen: Das Team von Ravet, ganz in Schwarz, bereitet das Abendessen vor Ort zu. Die Chevrier-Crew richtet ihr Mise en Place im nur wenige Minuten entfernten Stammhaus Domaine de Châteauvieux her und bringt es mit kleinen Lieferwagen zum Veranstaltungsort. «So kommen wir gut aneinander vorbei und alle können sich in Ruhe vorbereiten», sagt Philippe Chevrier.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully Ici dégustation de fromages,    © sedrik nemeth

Alles dabei: Auch eine Käse-Degustation mit Jumi aus dem Emmental gehört zum Programm.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully Ici Guy Ravet et son Team,    © sedrik nemeth

Ein halbes Leben mit Mercedes: Guy Ravet (Mitte) mit seinem Team vor dem neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé.

«Produkt und Saison.» Der Koch und Unternehmer, der insgesamt sechs Restaurants mit 140 Angestellten führt, fasst seine Küche in zwei Begriffen zusammen: «Produkt und Saison. Fermentation gibt es bei mir nicht», sagt der 66-jährige Romand, der seit 1998 mit 19 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet ist. Er setze konsequent auf frische Zutaten und einen klaren kulinarischen Stil. «Ich bin kein Koch, der das Produkt auf komplizierte Art verändert. Ich mag das Einfache», sagt Chevrier, der sich gern in den grossen klassischen Gerichten der französischen Haute Cuisine bedient.

Choully, le 20 septembre 2026, Mercedes invite Guy Ravet et Philippe Chevrier pour un parcours gourmand a 4 mains au domaine de Choully © sedrik nemeth

Fahren und geniessen: die Gäste auf der Genusstour in der Region Genf.

Gury Ravet aus Neftenbach ZH. Sein 43-jähriger Kollege Guy Ravet, im Nebenamt Präsident der Grandes Tables Suisses, verbindet die klassische Küche gern mit vielfältigen Einflüssen. Als Vorspeise serviert er etwa kurz gebratenes Rinderfilet als elegante Variante eines Thai Beef Salad. Ein weiteres Beispiel seines breiten Repertoires: «Eben haben wir Zürcher Geschnetzeltes bei uns auf die Karte gesetzt, und das ist sehr gefragt», sagt der Executive Chef des Grand Hôtel du Lac in Vevey. Der Klassiker komme auch in der Romandie gut an. «Wir haben viele asiatische Gäste, und für sie ist das einfach ein Schweizer Gericht», sagt Ravet. Schliesslich habe er durch seine Mutter Wurzeln in Neftenbach ZH. Deshalb habe das Gericht auf seiner Karte durchaus seine Berechtigung, sagt er mit einem breiten Schmunzeln.

«Wir lieben das Risiko.» Während das Team Chevrier eine hübsche Timbale mit grünen Bohnen und bretonischem Langustinentatar serviert, gibt es von Ravet Kürbisravioli sowie geangelten Sankt-Petersfisch mit Oona-Kaviar und Champagnersauce. Hauptgang und Dessert bereiten wieder Philippe Chevrier und seine Leute zu: zuerst Kalbsfilet mit Steinpilzen, dann ein luftig-leichtes und ziemlich geniales Soufflé, das der Küchenchef höchstselbst am Tisch aufsticht, um eine intensive Limoncello-Creme hineinzugiessen. Ein à la minute zubereitetes Soufflé für mehr als 40 Gäste bei einem Galadinner würden vermutlich nicht viele Köche wagen. «Wir lieben das Risiko», sagt hingegen Philippe Chevrier und verweist auf die Fähigkeiten seines exzellenten Patissiers Manuel Pereira. Dafür gibt es zum Schluss eine Standing Ovation von den Gästen dieser Genusstour.