Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. «Keine Angst, ich werde nicht singen!», sagt Mao Heng mit der «POP des Jahres»-Tafel in der einen und dem Mikrofon seiner Karaoke-Anlage in der anderen Hand. Wer wolle, könne sich später aber gern einen Song aussuchen. «We are the Champions» würde passen, denn das «Bunzai», das diesen Frühling Eröffnung am Lochergut feierte und zuvor am Stauffacher für Furore gesorgt hatte, ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die Zürcher Foodies stehen Schlange für Maos Smashburger. «Als ich anfing Burger zu verkaufen, hätte ich nie gedacht, dass ich einmal eine diese Auszeichnung gewinnen würde. Aber ich nehme sie natürlich sehr gern», so Heng, der über die Finanzbranche in die Gastronomie kam. Bild oben: Mao Heng mit dem «Bunzai»-Team.

Ein grosszügiges Goodie von American Express. Das «Bunzai» ist der achte Träger des begehrten Titels «POP des Jahres», mit dem GaultMillau und Presenting Partner American Express ebenso kreative wie unkomplizierte Konzepte auszeichnen. «Ich bin immer wieder begeistert, wie innovativ und passioniert die Schweizer Gastronomieszene ist», sagt Sabine Mantoiu, CCO von Swiss Card und damit Repräsentantin von American Express. «GaultMillau POP steht für neue Ideen, mutige Konzepte und inspirierende Talente. Ihnen möchten wir eine Plattform bieten, ihre Leidenschaft, ihre Kreativität und ihren Unternehmergeist sichtbar machen.» Neben herzlichen Gratulationen gibt es fürs «Bunzai»-Team noch ein grosszügiges Goodie: Das «POP des Jahres» muss in den nächsten zwölf Monaten keine Kommission für Buchungen mit Amex-Kreditkarten bezahlen.

Stöckles «Crack Burger» zur Feier des Tages. Damit die Gäste alle Varianten der gefeierten «Bunzai»-Burger probieren können, lässt POP-König Mao Heng sie an der Party in Hälften geschnitten servieren. Markus Stöckle, der am heutigen «Bunzai»-Standort sieben Jahre lang das «Rosi» (17 Punkte) führte, steuerte ein ganz spezielles Geschenk zu den Feierlichkeiten bei: den «Crack Burger» mit Ranch-Sauce, Crème fraîche und Cheddar im Patty plus noch mehr Ranch-Sauce und hausgemachten Pickles. Immer wieder holt Mao Heng Starchefs für Collabs an Bord. Die Gäste der «POP»-Party dürfen Stöckles Kreation als Erste probieren.

Auf die Burger, fertig, los! Der gelbe POP-Kleber ist auch für die besten Chefs im Land ein Wegweiser zu gutem Essen. «Ich bin ‹Bunzai›-Fan und war viele Male am früheren Standort zu Gast», verrät 18-Punkte-Koch Dominik Hartmann («Magdalena», Rickenbach). Hartmanns Favorit auf der Karte ist der «Bibim-Chi Burger» mit Beef, koreanischem Bacon, Käse, Kimchi, Salat und scharfer Gochujang-Mayo. «Magdalena»-Sommelier Marco Appert isst man liebsten den «Oklahoma Onion», der zwei Besonderheiten aufweist. Erstens: Die Zwiebeln werden ins Patty eingearbeitet. Zweitens Dazu gibt's nur Käse – und keine Sauce. Mitja Birlo gehört wie Appert zur «Oklahoma»-Fraktion und hat sogar schon einen Burger fürs «Bunzai» kreiert. «Das war, als ich im Sommer noch nicht so viel zu tun hatte wie jetzt», witzelt der Chef des «The Counter» (18 Punkte) im Südtrakt des Zürcher Hauptbahnhofs.

Nieder-Familie: Daniela, Amelie, Heiko, Lisa - Pop des Jahres 2027 - BUNZAI Zürich - Juni 2026 - Copyright Olivia Pulver

Auch die Familie des 19-Punkte-Chefs liebt Burger: Daniela, Amelie, Heiko und Lisa-Marie Nieder (v.l.).

Wenn die Vegetarierin schwach wird. Zürichs höchstdekorierter Koch, Heiko Nieder aus dem «Dolder Grand», brachte die ganze Familie ins «Bunzai» mit. Sein Tipp fürs Burgerbraten zu Hause: «Das Fleisch immer frisch vom Metzger durch den Wolf drehen lassen!» Amüsantes Detail am Rande: Nieders ältere Tochter Lisa-Marie ist eigentlich Vegetarierin, kann den Burgern aber nicht widerstehen. 

Smart-CEO Elias Klauser mit Dominik Hartmann, Magdalena - Pop des Jahres 2027 - BUNZAI Zürich - Juni 2026 - Copyright Olivia Pulver

Oranger Blickfang: Smart-CEO Elias Klauser (l.) mit Markenbotschafter Dominik Hartmann und dem Elektro-Coupé Smart #3.

Hartmanns neuer Flitzer. Apropos unwiderstehlich: Vor dem «Bunzai» zog das Elektro-Coupé Smart #3 in leuchtendem Photon Orange die Blicke der Gäste auf sich. Der clevere Flitzer ist das neue Auto von Dominik Hartmann, der schwärmt: «Ich fahre viel und gern Auto. Dieses Modell hat genau die richtige Grösse und eine schöne Form. Weil es so leise ist, kann ich die Musik beim Fahren besonders geniessen.»

«Das schönste Geschenk, das ich mir denken kann.» Martina Wilhelm («Wöschi», Zürich), die frisch gebackene «Jungsommelière des Jahres», kam in Begleitung ihres Vaters Alexander zur Party und gesteht: «Ich habe Freudentränen vergossen, als ich von der Auszeichnung erfuhr. Dieser Titel bedeutet mir unheimlich viel. Ich bin kürzlich 30 geworden, das ist das schönste Geschenk, das ich mir vorstellen kann.» Und was sagt der Papa? «Ich bin extrem stolz auf Martina. Sie hat vor drei Jahren ja schon den ‹Marmite Youngster› gewonnen, aber das hier ist noch mal eine Nummer grösser. Letzte Nacht konnte sie kaum schlafen, so aufgeregt war sie.» Den Preis für Martina Wilhelm, die sich derzeit auf die Weinakademiker-Prüfung vorbereitet, überreicht Océane Gex, die stellvertretende Geschäftsführerin von GaultMillau-Partner Swiss Wine Promotion. 

Erst der Stau, dann der Sprint. Das Team des Luzerner «Mamie» verpasste die Übergabe des neu eingeführten «Special Awards» wegen des Zürcher Feierabendverkehrs beinahe. Theresa Noack stand schon vorne bei GaultMillau-Scout Pascal Grob, als Jonathan Pichler, Nadine Reitinger und Jamal El Amrawy gerade noch rechtzeitig angesprintet kamen. «Als Jonathan und ich das Restaurant Magdalena verliessen, um unser eigenes Café zu eröffnen, verliessen wir ja eigentlich auch die grosse Bühne der Gastronomie. Dass uns GaultMillau nun mit diesem Award adelt, macht uns sehr glücklich», erklärt Reitinger nach der Übergabe der Tafel. Pichler, im «Magdalena» der Mann für kreative Desserts, strahlt mit seiner Freundin um die Wette und verrät: «Dass wir ausgezeichnet werden, habe ich zwei Minuten vor unserer Ankunft auf dem GaultMillau Channel gesehen. Die Meldung ging raus, als wir endlich dem Stau entronnen waren.»

«Rookies« mit besonderen Lebensgeschichten. Jüngster Gast der «POP»-Party ist Ilona, das einjährige Töchterchen von Arielle und Beni Andrey (Weingut Andrey, Schafis BE). Ihre Eltern dürfen sich als «Rookies des Jahres 2027» feiern lassen – und sind wie POP-König Mao Heng Quereinsteiger. Ehe sie sich dem Wein verschrieben, arbeiteten sie in der Backstube. Arielle hatte gleichwohl immer einen Bezug zu ihrem heutigen Beruf. Sie stammt aus einer seit fünf Generationen am Bielersee ansässigen Winzerfamilie. Neben den Andreys werden auch Tobias Wegelin aus Malans («Mein Ziel ist, mich im Kreis der besten Pinot-noir-Produzenten zu etablieren.»), «Mondial du Chasselas»-Sieger Pierre Dorsaz (Charrat VS) und Chasselas-Spezialist Vincent Graenicher (Tartegnin VD) als «Rookies des Jahres» ausgezeichnet.

 >> GaultMillau Schweiz und American Express stellen 50 POP-Adressen und die Rookies der Schweizer Weinszene in einem Booklet vor, das am Freitag zusammen mit der Schweizer Illustrierten am Kiosk liegt.

Fotos: Olivia Pulver, Lorena Widmer