«Pinte des Mossettes» reloaded! Die legendäre «Pinte des Mossettes» bei Cerniat FR ist geschlossen. Spitzenköche wie Judith Baumann, Romain Paillereau oder zuletzt Nicolas Darnauguilhem (Bild oben) haben fern der «Zivilisation» eine märchenhafte Erfolgsgeschichte geschrieben. Nicolas hat das Projekt perfektioniert, die Gärten ausgebaut, sogar einen Gärtner in seine Brigade integriert. Das zahlte sich aus: 17 GaultMillau-Punkte, Auszeichnung «GaultMillau Green Chef of the Year 2025». Der Haken an der Sache: Die «Pinte» ist zwar romantisch schön. Aber auch ziemlich baufällig. Für mindestens zwei Jahre stehen teure Renovationsarbeiten an.

Hier kocht «Green Chef» Nicolas Darnauguilhelm ab 22. Mai: Bergrestaurant «Zur Sau», Abländschen BE.

Hier kocht «Green Chef» Nicolas Darnauguilhelm ab 22. Mai: Bergrestaurant «Zur Sau», Abländschen BE.

Neustart in Abländschen BE. Der stetig wachsende Darnauguilhem-Fanclub muss auf die raffinierte, leidenschaftliche grüne Küche nicht verzichten, Nicolas zieht ein Tal weiter. Neue Adresse: Berghotel «Zur Sau», Abländschen BE (gehört zu Gstaad-Saanen). Brigitte und Thomas Frei (vorher: «Bernerhof», Gstaad) sind dort die Gastgeber. Sie gewähren dem «Team Mossettes» Asyl und bauen dem Chef auch noch eine nigelnagelneue Küche ein. «Für uns eine Herzensangelegenheit», sagt Hotelier Frei, Stammgast in der «Pinte des Mossettes». Nichts tun ist für den Hotelier keine Option. Und für seine Powerfrau Brigitte schon gar nicht.

Darnauguilhem: «Bistro & Gastro». Mitte Mai soll’s losgehen im abgelegenen, aber bezaubernden Tal, und Chef Nicolas wird an zwei Fronten kochen: «Im Bistro wollen wir so kochen, wie es sich für eine Adresse in den Bergen gehört: Warmherzig und grosszügig, mit vielen liebevoll zubereiteten Klassikern. Das Gourmet-Restaurant ist klein und fein, mit nur 14 Plätzen. Dort koche ich so, wie es sich die Gäste aus der Pinte des Mossettes gewöhnt sind. Mit regionalen Produkten, mit Gemüse aus unseren Gärten, aber auch mit Olivenöl aus Griechenland und Produkten aus Japan. Wir wollen uns der Welt öffnen!» Das Team steht: Viele Köche machen den Wechsel nach Abländschen mit, neue stossen dazu.

Das «Pinte des Mossettes»-Konzept bleibt: Gemüse aus dem eigenen Garten.

Das «Pinte des Mossettes»-Konzept bleibt: Gemüse aus dem eigenen Garten.

Sie machen den Umzug möglich: Brigitte & Thomas Frei (ex «Bernerhof» Gstaad).

Sie machen den Umzug möglich: Brigitte & Thomas Frei (ex «Bernerhof» Gstaad).

Elf zauberhafte Zimmer. Abländschen, ein Geheimtipp für Wanderer und Biker, liegt nicht gerade am Weg. Aber das Berghotel «Zur Sau» ist auch mit dem Postauto gut zu erreichen. Noch wichtiger: Wer Darnauguilhelms Küche und vor allem auch seine Weinkarte (Schweiz, Burgund) so richtig geniessen möchte, übernachtet in einem der elf liebevoll ausgebauten, grosszügigen Zimmern! Der Chef: «Dass man in der «Sau» auch schlafen kann, ist ein grosses Plus. Das war in der «Pinte des Mossettes» bisher nicht möglich.»

«Côte de cochon» im Garten. Unternehmer Thomas Frei freut sich auf das Abenteuer Darnauguilhem, aufs Fine Dining ganz besonders. Aber genauso am Herzen liegt ihm das «Café», gewissermassen die kleine Beiz im Haus. «Da bleiben wir unserer bisherigen Geschichte treu: Es gibt Terrinen, Rillettes und natürlich auch unsere «Côte de Cochon» von den Duroc-Schweinchen, geliefert vom Metzger unseres Vertrauens in Jaun. Zur «Sau» gehört auch ein Garten – zum Chillen und zum Schlemmen. Eröffnung: 22. Mai.

www.bergdorf-ablaendschen.ch


Fotos: Claudia Link, Kurt Reichenbach, Roy Matter