Schweizer Fleisch steht im Zentrum. Sie kommen aus den Kantonen Bern, Graubünden, Schwyz, Tessin, Waadt und Wallis. Und sie haben einen Traum: den Sieg beim Goldenen Koch 2027 von Kadi. Kadi richtet den Goldenen Koch bereits seit 1991 aus, ein starkes Statement für die Nachwuchsförderung im Land! Sechs Halbfinalisten und eine Halbfinalistin kämpfen am 12. und 13. Oktober um den Einzug ins grosse Finale vom 22. Februar 2027 im Berner Kursaal. In der Vorauswahl überzeugte das Septett die Jury mit einer geradlinigen Kreation rund um Schweizer Schweinskarree und Schweizer Schweinshaxe, drei Garnituren nach Wahl, einer einzigen Sauce sowie den Pflichtzutaten Haselnuss und Grapefruit. Anders als in den Vorjahren steht das Fleischgericht des Finals von Anfang an im Mittelpunkt.

Jury im Hintergrund - Goldener Koch 2025 Finale - Kursaal Bern - Finalisten: Mirco Kristal, Elodie Schenk, Urs Koller, Joao Coelho, Olivier Hofer - Februar 2025 - Copyright Olivia Pulver

Um diese Trophäe geht es: Der Goldene Koch ist der renommierteste Wettbewerb der Schweizer Kochszene.

Sieben Namen, ein Ziel. Mit dabei sind: Stefanie Siegenthaler (Jahrgang 1988), Executive Küchenchefin, «Casino Bern»; Jakub Baron (1989), Küchenchef «Walliserhof Grand-Hotel & Spa», Saas-Fee; Giorgio Chiodin (1985), Küchenchef, «Villa Principe Leopoldo», Lugano; Stéphane Demarcq (1998), Verantwortlicher Küchenakademie, «Hôtel de Ville», Crissier; Simon Grimbichler (2000), Souschef, Restolike GmbH, Hindelbank BE; Frederik Jud (1986), Sous Chef, «Himmel am Berg», Galgenen SZ; Nino Schüpbach (2002), Commis de Cuisine, «Schloss Schauenstein», Fürstenau GR. Bild oben: Simon Grimbichler, Nino Schüpbach, Jakub Baron, Frederik Jud, Stéphane Demarcq, Stefanie Siegenthaler, Giorgio Chiodin (v.l.).

Neues Format. Der Halbfinal findet in diesem Jahr erstmals im Rahmen eines zweitägigen Camps statt, in dessen Zentrum neben dem Wettkampf Weiterbildung und Networking stehen. Die Halbfinal-Aufgaben: eine Garnitur für das eingereichte Fleischgericht und ein «Secret Dish» aus einem bis zum Stichtag geheimen Warenkorb. Samuel Zaugg, Projektleiter des Goldenen Kochs, ist überzeugt, dass das Camp äusserst attraktive Perspektiven bietet: «Die Teilnehmenden profitieren nicht nur von interessanten Input-Sessions, sondern gewinnen auch wertvolle Erkenntnisse in Form von direkter Rückmeldung von Top-Chefs.»

Sieger Joao Coelho mit Commis Bruno Schneider - Goldener Koch 2025 Finale - Kursaal Bern - Finalisten: Mirco Kristal, Elodie Schenk, Urs Koller, Joao Coelho, Olivier Hofer - Februar 2025 - Copyright Olivia Pulver

Auf der grossen Bühne: Joao Coelho (r.), Sieger des Goldenen Kochs 2025, mit Commis Bruno Schneider.

Der Jüngste ist erst 24. Alle Teilnehmenden können einen spannenden Lebenslauf vorweisen. Der jüngste Halbfinalist, Nino Schüpbach, ist erst 24 Jahre alt. Nach der Ausbildung in einem Altersheim ergatterte er einen Job bei Daniel Zeindlhofer im Zürcher «Igniv» und schaffte von dort den Sprung in die Caminada-Zentrale «Schloss Schauenstein» in Fürstenau. Auch auf der Wettbewerbsbühne machte der Wirtesohn aus dem Berner Oberland auf sich aufmerksam, als Sieger des Nachwuchspreises «Marmite Youngster» und Zweiter bei «La Cuisine des Jeunes» im vergangenen Jahr. Stefanie Siegenthaler, die einzige Frau im Septett, wollte schon als Kind Köchin werden, inspiriert von TV-Sendungen mit Anton Mosimann. Simon Grimbichler möchte beim Goldenen Koch mit Geradlinigkeit punkten. Sein Credo: maximal drei Aromen auf dem Teller und ein klarer Aufbau.

Erst Polizist, dann Koch. Der gebürtige Tscheche Jakub Baron ist ausgebildeter Polizist und kam erst über Umwege zum Kochen. Bevorzugter Stil: klassisch französisch mit asiatischem Touch. Stéphane Demarcq arbeitet in Crissier schon fast sieben Jahre unter Franck Giovannini und hat sich ebenfalls der kulinarischen Klassik verschrieben. Auf Exotisches verzichtet er aber bewusst. Seine Leidenschaft gilt regionalen Produkten, besonders Pilzen. Giorgio Chiodin, der aus Italien stammt und sich an dessen Küche orientiert, nennt Klarheit und Präzision als seine Stärken. Frederik Jud bewunderte als Kind Jamie Oliver und hängte nach der Lehre als Bäcker-Konditor-Confiseur deshalb noch die Kochausbildung an. 

>> goldenerkoch.ch

Fotos: Olivia Pulver, HO