Fotos: Valeriano Di Domenico

Zukunft offen. Der gebürtige Mexikaner Luis Romo hat in den letzten siebeneinhalb Jahren in der kleinen Brasserie Uno einen hervorragenden Job gemacht: Mit 16 GaultMillau-Punkten und einem «Michelin»-Stern gehört das kleine Restaurant mit der offenen Küche zu den besten Adressen in Zermatt. Nach dieser Sommersaison ist für Romo Schluss, im Oktober 2026 zieht der 47-Jährige weiter. «Ich bleibe aber im Ort, schliesslich bin ich mit einer Zermatterin verheiratet, wir haben drei Kinder und leben seit 23 Jahren hier», sagt er. Wie es in der Brasserie Uno von Besitzer Andreas Alm weitergeht, sei noch offen. Romos langjähriger Sous-Chef Tommaso Guardascione könnte übernehmen, aber auch eine Konzeptanpassung wäre möglich.

Älplermagronen mit Dinkel-Tacos und Apfelmus

Produkte aus den Alpen, Ideen aus Mexiko: Älplermagronen mit Dinkel-Tacos und Apfelmus in der Brasserie Uno.

Gastronomie ändert sich. In Zukunft will sich Luis Romo mit seiner eigenen Firma um Pop-up-Projekte, Catering-Aufträge und Beratungen in gastronomischen Fragen kümmern. Er wolle auch die Arbeit und das Experimentieren mit alpinen Produkten und Fermentationstechniken weiterführen, die schon in der Brasserie Uno eine wichtige Rolle gespielt haben, sagt er und ergänzt: «Es fällt mir als Koch nicht leicht, 16 Punkte und einen Stern zurücklassen zu müssen, aber vielleicht ergibt sich irgendwann die Möglichkeit, das wieder zu erreichen.» Er habe den Eindruck, dass sich die Gastronomie und das Fine Dining gerade wandelten, und er könne hier etwas beitragen, ist Romo überzeugt. «Viele Leute wollen nicht mehr nur Überraschungsmenüs essen, sondern erwarten eine Auswahl. Am liebsten würde ich meinen Beitrag natürlich in einem eigenen Restaurant leisten. Wenn sich dafür eine Gelegenheit gibt, werde ich diese sicher ergreifen», so der talentierte Koch.

06.01.2023; Zermatt: Zermatt home of Winter; Brasserie Uno; Luis Romo, Küchenchef und Tommaso Guardascione, Souschef. © Valeriano Di Domenico

Erfolgreiches Duo: Küchenchef Luis Romo und Sous-Chef Tommaso Guardascione.

Made in Mexiko. Als echte mexikanische Küche mit lokalen Produkten beschreibt Luis Romo seine kulinarische Idee. Ausgebildet wurde der Wahl-Zermatter übrigens in derselben Kochschule wie Jorge Vallejo vom «Quintonil» in Mexico City, das mit zwei «Michelin»-Sternen und einem Platz ganz vorne auf der Liste der «World’s 50 Best Restaurants» zu den Top-Adressen des Landes gehört und auch international eine starke Anziehungskraft hat – unter anderem als Partnerbetrieb der Stiftung Uccelin von Sarah und Andreas Caminada.

Brasserie Uno