Fotos: Sedrik Nemeth
Ein Freundschaftsdienst. «L'Espace Weisshorn» hoch über Grimentz ist die Bühne für Andreas Caminadas Auftritt im Wallis. Während draussen die Berge ein frisches Schneekleid tragen, tafeln drinnen 120 glückliche Gäste. Initiiert hat den Besuch des «Schauenstein»-Chefs ein guter Freund, der «Epicurialpes»-Gründer und frühere 19-Punkte-Koch Didier de Courten. «Ich freue mich sehr, hier zu sein, das ist eine grosse Ehre. Didier kam im Januar zu mir nach Hause und sagte, dass ich unbedingt ans Festival kommen müsse. Normalerweise nehme ich nicht an grossen Veranstaltungen teil, Didier habe ich den Gefallen aber gerne getan», erklärt Andreas Caminada lächelnd. Bild oben: Andreas Caminada.

Andreas Caminada im Gespräch mit Didier de Courten und Paolo Basso (v.r.).

Was für eine Bühne! «L'Espace Weisshorn» hoch über Grimentz.
Ein Prosit auf die Walliser Winzerinnen. Auch der Sommelier an diesem besonderen Abend ist hochkarätig: Paolo Basso, der 2013 in Tokio die Weltmeisterschaft seiner Zunft gewann, schenkt feinste Walliser Tropfen aus. Die Top-Winzerinnen Marie-Thérèse Chappaz und Sarah Besse sind ebenfalls zugegen und geniessen das Dinner in vollen Zügen.

Prominente Gäste: Die Winzerinnen Sarah Besse (l.) und Marie-Thérèse Chappaz.
Fünf Köche sind mitgekommen. Andreas Caminada hat fünf Köche ins Wallis mitgebracht, sie richten die ungewohnt grosse Zahl von Tellern zusammen mit dem Team von «Platzhirsch» Yoann Pesce, dem verantwortlichen Chef im «L'Espace Weisshorn» (13 Punkte im neuen Guide), an. Caminadas Küchenchef und Teilhaber Marcel Skibba hält unterdessen die Stellung in Fürstenau.

Erfrischung à la Caminada: Grünes Gemüse mit Jalapeño-Sorbet.

Poesie auf dem Teller: Zander, Physalis, Tomate, Kohlrabi.
Gemüse, Gams, Cheesecake. Caminada serviert zum Einstieg erfrischendes grünes Gemüse mit kitzelnd scharfem Jalapeño-Sorbet und Zander mit Physalis, Tomate und Kohlrabi. «In unserem Restaurant haben wir etwa 35 Plätze, hier sind es mehr als dreimal so viele. Deshalb habe ich mich für diese Gerichte entschieden, in der Hoffnung, dass so alles glatt läuft», erklärt der Bündner. Den Höhepunkt des Menüs bilden Gamsmedaillons mit Pilzen und Zwiebeln, als (dezent) süssen Abschluss gibt es Caminadas Interpretation eines Cheesecakes mit Holunder-Kefir und Beeren aus dem Garten von Schloss Schauenstein.

Umami im Herbst: Gamsmedaillons mit Pilzen und Jus.

Cheesecake 2.0 – serviert mit Holunder-Kefir und Beeren.
Noch mehr grosse Namen. Festival-Gastgeber Didier de Courten, der sich nach der Schliessung seines Restaurants in Sierre bei den Bergbahnen Grimentz-Zinal um die kulinarischen Geschicke kümmert, ist sichtlich gerührt von Andreas Caminadas Gastauftritt und begeistert von der «zeitgenössischen Alpenküche» seines Freunds. Die weiteren Gastchefs bei «Epicurialpes»: Edouard Loubet (GaultMillaus «Koch des Jahres 2011» in Frankreich), Eugénie Guillermin (Executive Chef der Fondation Paul Bocuse) und Marc Veyrat (einst als einer von zwei Köchen auf der Welt mit 20 Punkten ausgezeichnet) sowie Franck Reynaud (Hostellerie du Pas de l'Ours, Crans Montana, 18 Punkte), Victor Moriez (Le Pérolles, Fribourg, 17 Punkte) und sein Vorgänger Pierrot Ayer.
