Fotos: Adrian Ehrbar
Nach der GV ist vor der Party. «Jetzt bin ich entspannt und geniesse den Abend», sagt Guy Ravet, nachdem er die jährliche Generalversammlung der Grandes Tables Suisses (GTS), die dieses Mal in Lugano stattfindet, beendet hat. Der Präsident hat der geschichtsträchtigen Vereinigung hervorragender Schweizer Restaurants (und einiger Hotels) in den letzten Jahren das Prestige früherer Zeiten zurückgegeben. Und nach der GV ist vor der grossen Party. Im wunderschönen Park des Grand Hotels Villa Castagnola geht es mit Champagner von Laurent-Perrier und Häppchen los. Zuerst muss aber noch das Gruppenbild fotografiert werden – keine leichte Aufgabe für Fotograf Adrian Ehrbar, drei Dutzend eigenwillige Köchinnen und Köche auf einer Treppe zu versammeln.

Die neuen Köche bei Grandes Tables Suisse: Andrés Arocena («La Micheline», Genf), Christophe Genetti und Maël Gross («Les Touristes», Martigny), Präsident Guy Ravet, Alexandre Luquet («Le Bocca», Saint-Blaise), Grégory Halgand mit seiner Frau und Patissière Audrey («L’Hôtel de Ville», Ollon).
Gutschein für jedes Mitglied. 160 Gäste, darunter natürlich viele Starchefs wie Franck Giovannini, Mike Wehrle, die Andermatt-Twins oder Bernadette Lisibach, aber auch Geschäftspartner der Grandes Tables sind eingeladen. Grund für ein grosses Fest gibt es sowieso: «Wir feiern unser 60-Jahre-Jubiläum, und es läuft gut», sagt Präsident Ravet. So kriegt jedes Mitglied einen Gutschein im Wert von 1000 Franken, der bei einem anderen Mitglied für Essen oder Übernachtungen eingelöst werden kann.
Elegant: Marco Campanellas Lostallo-Lachs mit Lardo, Erbsen und Rotbarben-Sauce.
Stolze neue Mitglieder. Fünf neue Mitglieder aus der Romandie feiern ausserdem ihre Aufnahme bei den Grandes Tables. «Es ist reiner Zufall, dass die neuen Kollegen alle aus dem Westen des Landes kommen», sagt Guy Ravet und betont, dass immerhin alle aus einem anderen Kanton stammen. «In den letzten Jahren hatten wir viele Neuzugänge aus dem Tessin und der Deutschschweiz, das gleicht sich aus», so Ravet. Allen neuen Grandes-Tables-Köchen gemeinsam ist, dass sie stolze Mitglieder der Vereinigung sind. Stellvertretend für seine Kollegen sagt Andrés Arocena vom Restaurant La Micheline in Genf (17 Punkte, ein Stern): «Zu einer prestigeträchtigen Gruppe zu gehören mit so vielen Talenten und Köchen, die ich bewundere, motiviert mich und mein Team. Mitglied der Grandes Tables zu sein, ist eine schöne Visitenkarte für mich und mein Restaurant.»

Die Gastgeber in der Villa Castagnola: Exexutive Chef Alessandro Boleso, General Manager Ivan und Mitbesitzerin Claudia Zorloni sowie Executive Sous-Chef Junio Carlo Pini.
Es wird gross angerichtet. Nach dem Apero im Park geht es mit Mercedes-Bussen zur nächsten Station. Mercedes-Benz Schweiz ist zusammen mit der UBS und Nespresso Platinum Partner der Grandes Tables – auch dies ein Zeichen für die neu gewonnene Bedeutung der Vereinigung. Im «Splendide Royal» wird für den weiteren Verlauf des Abends im wahrsten Sinne des Wortes gross angerichtet: Kochstationen mit Starchefs aus der Region wie Marco Campanella, Mattias Roock, Marco Badalucci oder Cristian Moreschi stehen bereit. Ausgefeilte Kreationen wie das gebackene Ei von Federico Palladino («Osteria Enoteca Cuntitt») mit Alpkäse, Spargeln, Erbsen und Fava-Bohnen werden ebenso serviert wie ein schlichter, aber hervorragender Risotto mit Luganighetta von Diego Della Schiava («The View»).

Risotto und Paccheri: Marco Badalucci und Diego della Schiava an ihrem Stand.

Party-Laune: Zigarrendreherin Maria mit Starchef Pierrick Suter.
«Austausch und Spass.» Für den unkomplizierten Genuss gibt es ausserdem Tessiner Käse und Salumi, dazu hervorragendes Sauerteigbrot der Triticum Bakery aus Lugano. Im Smoker auf der Terrasse werden Spare Ribs geduldig gegart. Rauch steigt später auch von den zahlreich entflammten Zigarren auf, die Spezialistin Maria vor Ort von Hand rollt. «Unsere Leute geniessen diese Art von Zusammenkommen», sagt GTS-Präsident Guy Ravet über die gelungene «Grande Fête». Und Neumitglied Andrés Arocena geht es um «Austausch und Spass – Dinge, für die ich sonst nur wenig Zeit habe. Deshalb freue ich mich schon auf nächstes Jahr!»


