
Widder Hotel
«Asian Street Food» verspricht man im «Soï 28» an der noblen Augustinergasse. Das zum «Widder Hotel» gehörende kleine Restaurant ist ein Lieblingsprojekt von Starchef Stefan Heilemann und Hoteldirektor Benjamin Dietsche. Und es übertrifft die Erwartungen.
Das sehr empfehlenswerte Katsu-Sandwich mit knusprig gebackenem Poulet zwischen zwei Scheiben Toast mag zwar noch als Street Food durchgehen. Andere Gerichte aber sind so gut und raffiniert, dass die Bezeichnung schwer untertrieben ist. Etwa der lauwarme Salat aus grillierten Bohnen mit Thai-Basilikum-Mayonnaise, Jalapeño-Schaum und zart knusprigen Kataifi-Fäden. Ein Wohlfühlteller ist das mit koreanischer Gochujang-Mischung abgeschmeckte Rindstatar mit Salicorne sowie frittierten Wan-Tan-Blättern als Chips und Transportmittel für das Fleisch. Beim trockengereiften Kingfish an scharf-frischer Kräuter-Aguachile mit grünem Shiso dürfte die Sauce etwas dickflüssiger sein, damit sie am Fisch besser haften bleibt. Das knusprig gebackene Poulet mit Honig-Hibiskus-Glasur und nochmals etwas Gochujang pendelt fein zwischen Süsse und Schärfe. Überhaupt hat die Küche seit der Eröffnung ein gutes Gleichgewicht beim Würzen gefunden. Und weil «Streetfood» draufsteht, würde es da und dort sogar noch etwas mehr Mut beim Abschmecken vertragen. Schon ein Gericht mit Klassikerpotenzial ist dagegen der knusprige Bauch vom Milchferkel im Pekingenten-Stil: Aus hauchdünnen Reis-Pfannkuchen sowie verschiedenen Saucen und Zutaten baut man sich seine eigenen Happen – das ist ziemlich genial. Und schliesslich ist die Neuinterpretation des Sticky Rice aus Thai-Mango, geschabter Kokosnussglace, Reis-Espuma und etwas Togarashi-Schärfe ein Dessert, das in Erinnerung bleibt.
«Asian Street Food» verspricht man im «Soï 28» an der noblen Augustinergasse. Das zum «Widder Hotel» gehörende kleine Restaurant ist ein Lieblingsprojekt von Starchef Stefan Heilemann und Hoteldirektor Benjamin Dietsche. Und es übertrifft die Erwartungen.
Das sehr empfehlenswerte Katsu-Sandwich mit knusprig gebackenem Poulet zwischen zwei Scheiben Toast mag zwar noch als Street Food durchgehen. Andere Gerichte aber sind so gut und raffiniert, dass die Bezeichnung schwer untertrieben ist. Etwa der lauwarme Salat aus grillierten Bohnen mit Thai-Basilikum-Mayonnaise, Jalapeño-Schaum und zart knusprigen Kataifi-Fäden. Ein Wohlfühlteller ist das mit koreanischer Gochujang-Mischung abgeschmeckte Rindstatar mit Salicorne sowie frittierten Wan-Tan-Blättern als Chips und Transportmittel für das Fleisch. Beim trockengereiften Kingfish an scharf-frischer Kräuter-Aguachile mit grünem Shiso dürfte die Sauce etwas dickflüssiger sein, damit sie am Fisch besser haften bleibt. Das knusprig gebackene Poulet mit Honig-Hibiskus-Glasur und nochmals etwas Gochujang pendelt fein zwischen Süsse und Schärfe. Überhaupt hat die Küche seit der Eröffnung ein gutes Gleichgewicht beim Würzen gefunden. Und weil «Streetfood» draufsteht, würde es da und dort sogar noch etwas mehr Mut beim Abschmecken vertragen. Schon ein Gericht mit Klassikerpotenzial ist dagegen der knusprige Bauch vom Milchferkel im Pekingenten-Stil: Aus hauchdünnen Reis-Pfannkuchen sowie verschiedenen Saucen und Zutaten baut man sich seine eigenen Happen – das ist ziemlich genial. Und schliesslich ist die Neuinterpretation des Sticky Rice aus Thai-Mango, geschabter Kokosnussglace, Reis-Espuma und etwas Togarashi-Schärfe ein Dessert, das in Erinnerung bleibt.



