
Salzano Hotel
Das Interieur ist rustikal, der Service trägt Tracht und die Karte kündigt «naturnahe alpine Erlebnisküche» an. Wer deshalb im «Salzano» Spektakel und Klimbim erwartet, liegt aber falsch: Hier werden gekonnt gemachte regionale Produkte auf dem Teller kreativ und oft mit Witz inszeniert.
Es gibt als Snacks etwa ein Blumentöpfchen mit Randen-Erde, unter der sich eine Geisskäse-Mousse und ein Randentatar verstecken. Oder Schwartenmagen mit Remoulade, der zwischen Sauerteigbrot-Chips in Schweinchenform auf den Tisch kommt. Und eine gar kalte und leider aufgeweichte, mit Frischkäse gefüllte Bretzeli-Rolle. Im ersten Gang (das Menü hat drei, fünf oder sieben Gänge) überzeugt in einer Schale aus Blumenkohlcreme das Tatar vom Saibling aus lokaler Zucht, serviert mit Saiblingsrogen und einer Creme von fermentiertem Knoblauch. Fein schmeckt auch die Kombination von gebratenem Chicorée, Walliser Rauchspeck, Hagebutten und Tannenschösslingen. Im Zwischengang imponiert ein Stunden-Ei mit in Essig eingelegten Eierschwämmli und buttrigen Maluns – für die Show sorgt luftiger Pilzespuma, den der Kellner am Tisch aus dem Rahmbläser obendrauf gibt. Den Hauptgang bestreitet Sellerie in drei Varianten (gebraten, als Creme und als Crumble) mit Quitte und gebackenem Federkohl; daneben serviert Küchenchef Jan-Philipp Wesemann ein stundenlang geschmortes, butterzartes Ragout vom Grindelwaldner Hirsch – ein sehr gelungener Gang. Witzig ist als Dessert auch der an eine Holzbeige erinnernde «Baumkuchen» mit Walnüssen, Butterbiskuit, Apfelkompott und Schokolade. Mit «alpiner Erlebnisküche» können wir deshalb gut leben, solange sie so wenig Disneyland bietet wie im «Salzano».
Das Interieur ist rustikal, der Service trägt Tracht und die Karte kündigt «naturnahe alpine Erlebnisküche» an. Wer deshalb im «Salzano» Spektakel und Klimbim erwartet, liegt aber falsch: Hier werden gekonnt gemachte regionale Produkte auf dem Teller kreativ und oft mit Witz inszeniert.
Es gibt als Snacks etwa ein Blumentöpfchen mit Randen-Erde, unter der sich eine Geisskäse-Mousse und ein Randentatar verstecken. Oder Schwartenmagen mit Remoulade, der zwischen Sauerteigbrot-Chips in Schweinchenform auf den Tisch kommt. Und eine gar kalte und leider aufgeweichte, mit Frischkäse gefüllte Bretzeli-Rolle. Im ersten Gang (das Menü hat drei, fünf oder sieben Gänge) überzeugt in einer Schale aus Blumenkohlcreme das Tatar vom Saibling aus lokaler Zucht, serviert mit Saiblingsrogen und einer Creme von fermentiertem Knoblauch. Fein schmeckt auch die Kombination von gebratenem Chicorée, Walliser Rauchspeck, Hagebutten und Tannenschösslingen. Im Zwischengang imponiert ein Stunden-Ei mit in Essig eingelegten Eierschwämmli und buttrigen Maluns – für die Show sorgt luftiger Pilzespuma, den der Kellner am Tisch aus dem Rahmbläser obendrauf gibt. Den Hauptgang bestreitet Sellerie in drei Varianten (gebraten, als Creme und als Crumble) mit Quitte und gebackenem Federkohl; daneben serviert Küchenchef Jan-Philipp Wesemann ein stundenlang geschmortes, butterzartes Ragout vom Grindelwaldner Hirsch – ein sehr gelungener Gang. Witzig ist als Dessert auch der an eine Holzbeige erinnernde «Baumkuchen» mit Walnüssen, Butterbiskuit, Apfelkompott und Schokolade. Mit «alpiner Erlebnisküche» können wir deshalb gut leben, solange sie so wenig Disneyland bietet wie im «Salzano».



