
Romantik Hotel Sternen
Seit drei Generationen führt Familie Bohren den Gasthof in Kriegstetten, auch schon seit zwölf Jahren steht Pierre Kaufeis in der Küche. Während der Woche legt er eine klassische Karte auf, am Wochenende serviert er im eleganten «Gartenzimmer» zusätzlich ein Menü mit bis zu acht Gängen. Wir gingen aufs Ganze und das war denn doch ein bisschen viel. Auch wenn der Chef wie immer souverän kochte – wir waren doch gut dreieinhalb Stunden am Essen (und Warten).
Den gelungenen Start machte ein knackiges Goldbrassen-Röllchen mit Limettengel und Avocadocreme, fürs erste Highlight sorgte der kalte und zarte Kalbstafelspitz mit in Randensaft glasierter Ziegenkäse-Mousse und knackigem Sauerteigbrot. Gut gemacht waren auch die Auberginen-Ravioli in konzentrierter Shiitake-Bouillon, fein schmeckte der superzarte Kabeljau mit erfrischend säuerlicher Yuzu-Apfel-Dashi. Nach einem spritzigen Zwischengang – Frozen Ginger Beer mit Wodka-Limoncello-Schaum – punktete Kaufeis auch im Hauptgang mit einem Zweierlei vom Rind: Zum rosa Filet und zwei krossen Ochsenschwanzpralinen servierte er Polenta-Nocken und Babylauch. Im Käsegang überzeugte der Espuma vom Jersey Blue mit Bulgur-Zimtblüten-Granola, fein war auch das «Südsee-Süsse»-Dessert, ein Kokos-Parfait mit Litchi-Sorbet.
Alles paletti also? Nicht ganz. Die gebratenen Eglifilets, ein Klassiker im «Sternen», sorgten für eine glatte Enttäuschung. Die Filets auf dem siedend heissen Teller waren nicht durch, fast kalt und pampig, die Senf-Velouté dazu mit einer Haut überzogen, die Balsamico-Linsen hatten kaum Geschmack. Darüber tröstete uns auch die mit Sachverstand aufgebaute, schöne Weinkarte nicht hinweg.


Seit drei Generationen führt Familie Bohren den Gasthof in Kriegstetten, auch schon seit zwölf Jahren steht Pierre Kaufeis in der Küche. Während der Woche legt er eine klassische Karte auf, am Wochenende serviert er im eleganten «Gartenzimmer» zusätzlich ein Menü mit bis zu acht Gängen. Wir gingen aufs Ganze und das war denn doch ein bisschen viel. Auch wenn der Chef wie immer souverän kochte – wir waren doch gut dreieinhalb Stunden am Essen (und Warten).
Den gelungenen Start machte ein knackiges Goldbrassen-Röllchen mit Limettengel und Avocadocreme, fürs erste Highlight sorgte der kalte und zarte Kalbstafelspitz mit in Randensaft glasierter Ziegenkäse-Mousse und knackigem Sauerteigbrot. Gut gemacht waren auch die Auberginen-Ravioli in konzentrierter Shiitake-Bouillon, fein schmeckte der superzarte Kabeljau mit erfrischend säuerlicher Yuzu-Apfel-Dashi. Nach einem spritzigen Zwischengang – Frozen Ginger Beer mit Wodka-Limoncello-Schaum – punktete Kaufeis auch im Hauptgang mit einem Zweierlei vom Rind: Zum rosa Filet und zwei krossen Ochsenschwanzpralinen servierte er Polenta-Nocken und Babylauch. Im Käsegang überzeugte der Espuma vom Jersey Blue mit Bulgur-Zimtblüten-Granola, fein war auch das «Südsee-Süsse»-Dessert, ein Kokos-Parfait mit Litchi-Sorbet.
Alles paletti also? Nicht ganz. Die gebratenen Eglifilets, ein Klassiker im «Sternen», sorgten für eine glatte Enttäuschung. Die Filets auf dem siedend heissen Teller waren nicht durch, fast kalt und pampig, die Senf-Velouté dazu mit einer Haut überzogen, die Balsamico-Linsen hatten kaum Geschmack. Darüber tröstete uns auch die mit Sachverstand aufgebaute, schöne Weinkarte nicht hinweg.



