
Grand Hotel Villa Castagnola
Känguru im Menü! Wir trauen unseren Augen nicht und surfen mal diskret auf dem Handy im Internet. Die gute Nachricht: sehr gesund, wenig Fett. Die beunruhigende Information: Känguru-Fleisch wird vor allem als Tierfutter verwendet. Die beiden Chefs Alessandro Boleso und Junio Carlo Pini servieren das Fleisch aus Australien lauwarm mit grüner Spargel und an einer Sauce hollandaise – «die Feedbacks der Gäste sind gut». Wir lassen es trotzdem bleiben und wenden uns Erfreulicherem zu. Davon gibt’s im eleganten Restaurant direkt am See glücklicherweise genug.
Der Gang des Abends? Auch etwas gewagt, aber ausgezeichnet: Risotto mit Schnecken aus Frankreich, nicht aus dem Garten. Der Carnaroli wird bei Bestellungseingang von Grund auf zubereitet und nicht wie vielerorts regeneriert, ist körnig und all’onda zugleich. Borretsch sorgt für eine lieblich-grüne Farbe, eine violette Blüte kommt obendrauf. Die Schnecken sind so kleinteilig geschnitten, dass keine Abwehrreflexe ausgelöst werden. Der «Burro acido» bekommt dem Risotto gut und Chef Boleso verrät, wo er den Trick mit der aromatischen Butter herhat: vom verstorbenen Maestro Gualtiero Marchesi, Drei-Sterne-Koch und Idol einer ganzen Generation von italienischen Köchen.
Vor dem Risotto? Fjord-Forelle aus Norwegen, mariniert und noch fast roh zu einem «Lungotto» geformt, mit Gurke, wildem Fenchel und einer eleganten Champagner-Sauce. Nach dem Risotto? Casoncelli! So heissen die anspruchsvoll zu formenden Ravioli aus Bergamo. Wir kriegen sie mit Lammfleisch gefüllt und einem kleinen Frühlings-Package: Bärlauch, Morcheln. Im Hauptgang dann das «Maiale Luma» mit Mispeln, Zuckerschoten und Pale Ale für die Sauce. Bierschwein gewissermassen.
Das «Arté» gehört zur herrschaftlichen «Villa Castagnola» und ist ein Erfolgsmodell. Liegt auch an der privilegierten Lage und am exzellenten Service. Davide Bolzonello ist der souveräne Maître, seit 17 Jahren schon.


Känguru im Menü! Wir trauen unseren Augen nicht und surfen mal diskret auf dem Handy im Internet. Die gute Nachricht: sehr gesund, wenig Fett. Die beunruhigende Information: Känguru-Fleisch wird vor allem als Tierfutter verwendet. Die beiden Chefs Alessandro Boleso und Junio Carlo Pini servieren das Fleisch aus Australien lauwarm mit grüner Spargel und an einer Sauce hollandaise – «die Feedbacks der Gäste sind gut». Wir lassen es trotzdem bleiben und wenden uns Erfreulicherem zu. Davon gibt’s im eleganten Restaurant direkt am See glücklicherweise genug.
Der Gang des Abends? Auch etwas gewagt, aber ausgezeichnet: Risotto mit Schnecken aus Frankreich, nicht aus dem Garten. Der Carnaroli wird bei Bestellungseingang von Grund auf zubereitet und nicht wie vielerorts regeneriert, ist körnig und all’onda zugleich. Borretsch sorgt für eine lieblich-grüne Farbe, eine violette Blüte kommt obendrauf. Die Schnecken sind so kleinteilig geschnitten, dass keine Abwehrreflexe ausgelöst werden. Der «Burro acido» bekommt dem Risotto gut und Chef Boleso verrät, wo er den Trick mit der aromatischen Butter herhat: vom verstorbenen Maestro Gualtiero Marchesi, Drei-Sterne-Koch und Idol einer ganzen Generation von italienischen Köchen.
Vor dem Risotto? Fjord-Forelle aus Norwegen, mariniert und noch fast roh zu einem «Lungotto» geformt, mit Gurke, wildem Fenchel und einer eleganten Champagner-Sauce. Nach dem Risotto? Casoncelli! So heissen die anspruchsvoll zu formenden Ravioli aus Bergamo. Wir kriegen sie mit Lammfleisch gefüllt und einem kleinen Frühlings-Package: Bärlauch, Morcheln. Im Hauptgang dann das «Maiale Luma» mit Mispeln, Zuckerschoten und Pale Ale für die Sauce. Bierschwein gewissermassen.
Das «Arté» gehört zur herrschaftlichen «Villa Castagnola» und ist ein Erfolgsmodell. Liegt auch an der privilegierten Lage und am exzellenten Service. Davide Bolzonello ist der souveräne Maître, seit 17 Jahren schon.



