Mammertsberg
Restaurant

Mammertsberg

Bahnhofstrasse 28
9306 Freidorf
August Minikus
Preise: M 45.–/68.–D 120.–/168.–
ServiceTerrasse/Garten, Parking, Rollstuhlgängig
Telefon+41 71 455 28 28

Man staunt schon ein wenig: Im «Mammertsberg» treffen weltläufiger Chic und stylishe Urbanität auf ländliche Idylle und Thurgauer Tradition. Das umgebaute, 100-jährige Landhaus ist eine grosse Bühne für grosses Kino: Das bieten in der Schauküche August Minikus und seine Brigade, im Restaurant Luisa Minikus’ Serviceteam. In der eleganten Lounge im ersten Stock mit Blick bis zum Bodensee geniesst man beim Apéro zu Champagner und Weisswein die ersten exquisiten Häppchen. Über eine silbern glänzende Wendeltreppe begibt man sich dann in den getäferten Gastraum («Escale»), den verglasten Anbau («Monolith) oder in den von Enzo Enea gestalteten Garten.

Wir bestellten quer durch die Karte und beide Menüs (eins vegetarisch) und waren Gang für Gang begeistert. Schon die Vorspeisen waren Highlights: Tuna-Sashimi im weissen und schwarzen Sesammantel sowie Tunacarpaccio und -tatar, mit Yuzusorbet, Avocado-, Gurken- und Wasabi-Emulsionen apart arrangiert. Das Tatar vom Rindsfilet mit Apfelkapern, Senf und gebräunten Zwiebelringen sorgte für ein Geschmacksfeuerwerk. Die Foie gras in der Baumkuchen-Baumnuss-Kruste mit konfierten Apfelspalten, Sellerie und aufgeschäumter Sauce war einfach umwerfend. Bei den Zwischengängen gefielen uns besonders die ausgewogene Zitronengras-Curry-Suppe mit Couscous, Koriander und Frühlingszwiebeln sowie die zart glasierte Lachsforelle mit Salicorne, Krabben, Sauerklee und Fischschäumchen. Die geschmacklich eher enttäuschenden weissen und grünen Diepoldsauer Spargeln und das trendige Onsen-Ei mit Safran, Kräutern und Vinaigrette hielten nicht ganz mit. Dafür überzeugten die Hauptgänge durchs Band: einmal ein Maibock (Rehfilets) mit Holunderbeercrêpes, Kohlrabi und Eierschwämmli. Und dann das rosa Kalbsfilet im Kräutermantel mit Morcheln, buntem Gemüse und Taglierini.

Zum Schluss liessen wir uns von einem hervorragenden Schokoküchlein mit flüssigem Kern, Tonkabohnen und Beeren sowie von einer originellen Apfel-Variation mit Crema catalana, Granny-Smith-Sorbet, Vanille-Apfel-Schaum und Krokant betören. Ein Sancerre und ein vollmundiger Châteauneuf-du-Pape («Vieux Télégraphe» 2011) rundeten das fürstliche Mahl ab.

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