
Maison Décotterd
Es gibt mindestens zwei gute Gründe, einen Tisch im «Maison Décotterd» zu reservieren. Die Aussicht mit dem wohl grossartigsten Panorama über den See, die den Blick von Villeneuve bis Genf schweifen lässt. Und Stéphane Décotterds Küche. Mit 50 Jahren strahlt der Chef jene Gelassenheit aus, die nur langjährige Erfahrung und eine Ausbildung bei den Grossen wie Gérard Rabaey verleiht. Entscheidend war jedoch der spektakuläre Kurswechsel, den er 2018 vollzog: Seither konzentriert er sich mit bewundernswerter Konsequenz auf Schweizer Produkte; sie prägen zu 85 Prozent die Speisekammer. Diese Konzentration auf lokale Produkte war für ihn nie eine Einschränkung, sondern hat seine Kreativität und sein Talent vervielfacht.
Seine Menüs lesen sich wie eine Reise zu den besten Schweizer Terroirs: Lamm von den Dents du Midi. Eierschwämmli vom Mont Pèlerin. Lachs aus Graubünden. Schlössli-Shrimps aus St. Margrethen. Kaviar aus Frutigen. Und Aprikosen aus dem Wallis. Die Inszenierung beeindruckt: Die Flusskrebse aus dem Lac de Joux werden mit Brennnesseln als Cocktail serviert, mit einem Flusskrebs-Tatar, verpackt in einem Raviolo. Wunderbar auch «La nage de poissons»: Saibling und Egli aus dem Léman, dazu Seeteufel und Muscheln aus dem Zürichsee! Die Accessoires: Liebstöckel, Rüeblibutter, Erbsli und wilde Kräuter. Und selbst das Wagyu, das hier verwertet wird, weidete zuvor in der Nähe, nämlich im Berner Jura. Décotterd kriegt es exklusiv: 30 Monate gereift, 350 Gramm für zwei Personen, mit Chimichurri und Bergkräutern (315 Franken). Einen Klassiker des Hauses gibt es nur auf Vorbestellung: Appenzeller Ente aus Walzenhausen.
Der Gast verlässt Décotterds Adlerhorst mit einem Lächeln auf den Lippen und der Gewissheit: Man kommt wieder, denn dieses Erlebnis ist einzigartig.
PS: GaultMillau empfiehlt auch Décotterds «Bistro»: Léman-Fischsuppe, Hecht-Quenelles mit Yuzu, Omble chevalier de Chamby, Wagyu Beef Skewers mit Teriyaki-Sauce.


Es gibt mindestens zwei gute Gründe, einen Tisch im «Maison Décotterd» zu reservieren. Die Aussicht mit dem wohl grossartigsten Panorama über den See, die den Blick von Villeneuve bis Genf schweifen lässt. Und Stéphane Décotterds Küche. Mit 50 Jahren strahlt der Chef jene Gelassenheit aus, die nur langjährige Erfahrung und eine Ausbildung bei den Grossen wie Gérard Rabaey verleiht. Entscheidend war jedoch der spektakuläre Kurswechsel, den er 2018 vollzog: Seither konzentriert er sich mit bewundernswerter Konsequenz auf Schweizer Produkte; sie prägen zu 85 Prozent die Speisekammer. Diese Konzentration auf lokale Produkte war für ihn nie eine Einschränkung, sondern hat seine Kreativität und sein Talent vervielfacht.
Seine Menüs lesen sich wie eine Reise zu den besten Schweizer Terroirs: Lamm von den Dents du Midi. Eierschwämmli vom Mont Pèlerin. Lachs aus Graubünden. Schlössli-Shrimps aus St. Margrethen. Kaviar aus Frutigen. Und Aprikosen aus dem Wallis. Die Inszenierung beeindruckt: Die Flusskrebse aus dem Lac de Joux werden mit Brennnesseln als Cocktail serviert, mit einem Flusskrebs-Tatar, verpackt in einem Raviolo. Wunderbar auch «La nage de poissons»: Saibling und Egli aus dem Léman, dazu Seeteufel und Muscheln aus dem Zürichsee! Die Accessoires: Liebstöckel, Rüeblibutter, Erbsli und wilde Kräuter. Und selbst das Wagyu, das hier verwertet wird, weidete zuvor in der Nähe, nämlich im Berner Jura. Décotterd kriegt es exklusiv: 30 Monate gereift, 350 Gramm für zwei Personen, mit Chimichurri und Bergkräutern (315 Franken). Einen Klassiker des Hauses gibt es nur auf Vorbestellung: Appenzeller Ente aus Walzenhausen.
Der Gast verlässt Décotterds Adlerhorst mit einem Lächeln auf den Lippen und der Gewissheit: Man kommt wieder, denn dieses Erlebnis ist einzigartig.
PS: GaultMillau empfiehlt auch Décotterds «Bistro»: Léman-Fischsuppe, Hecht-Quenelles mit Yuzu, Omble chevalier de Chamby, Wagyu Beef Skewers mit Teriyaki-Sauce.



