
Luo
Nostalgiereise nach Dietikon: Mister Luo kocht im unscheinbaren Restaurant, das seinen Namen trägt. Er kam 1988 als Literaturstudent nach Zürich, mutierte dann zum ersten, wirklich guten chinesischen Koch der Stadt und hat allen Grund, stolz zu sein. Seine Stammgäste folgen ihm raus nach Dietikon, seine beiden Kids haben als Chirurgen Karriere gemacht. Die chinesische Küche hat sich in den letzten Jahren in Zürich spektakulär entwickelt. Qiulin und seine tüchtige Frau Huamei sind für Spektakel nicht so zu haben. Sie verändern Karte und Rezepte kaum. Stört die Gäste nicht. Uns auch nicht, und: Eine gewisse Treue gehört zur DNA von «GaultMillau».
Eine Runde Ravioli zum Start. Wir mögen die knackig gebackenen, hübsch geformten Fried Wontons und die Variante Shrimps with Sesam, stochern aber auch freudig im Bastkörbchen, wenn die gedämpften Exemplare serviert werden, mit Schweinefleisch, mit Crevetten oder mit beidem zusammen (Siu Mai). Die Sauce dazu ist unaufgeregt, aber gut: chinesischer Essig, Ingwer, Soja. Bei den Hauptgängen halten wir uns an «Luo’s Speciality»: Das Qiulin Ganshao Niu («Spicy Beef») war dieses Jahr perfekt – spicy, aber nicht ausgetrocknet. Die Zuipaigu, gebratene Schweinerippchen mit verschiedenen Gewürzen, kratzten wie akribisch vom Knöchelchen. Das Rindfleisch mit Zwiebeln (Wangwang) hat uns gut gefallen, der Zitronen-Güggel deutlich weniger; keine Power in der Sauce. Beim nächsten Besuch wird es wieder die Ente sein: Szechuan Style und hot!


Nostalgiereise nach Dietikon: Mister Luo kocht im unscheinbaren Restaurant, das seinen Namen trägt. Er kam 1988 als Literaturstudent nach Zürich, mutierte dann zum ersten, wirklich guten chinesischen Koch der Stadt und hat allen Grund, stolz zu sein. Seine Stammgäste folgen ihm raus nach Dietikon, seine beiden Kids haben als Chirurgen Karriere gemacht. Die chinesische Küche hat sich in den letzten Jahren in Zürich spektakulär entwickelt. Qiulin und seine tüchtige Frau Huamei sind für Spektakel nicht so zu haben. Sie verändern Karte und Rezepte kaum. Stört die Gäste nicht. Uns auch nicht, und: Eine gewisse Treue gehört zur DNA von «GaultMillau».
Eine Runde Ravioli zum Start. Wir mögen die knackig gebackenen, hübsch geformten Fried Wontons und die Variante Shrimps with Sesam, stochern aber auch freudig im Bastkörbchen, wenn die gedämpften Exemplare serviert werden, mit Schweinefleisch, mit Crevetten oder mit beidem zusammen (Siu Mai). Die Sauce dazu ist unaufgeregt, aber gut: chinesischer Essig, Ingwer, Soja. Bei den Hauptgängen halten wir uns an «Luo’s Speciality»: Das Qiulin Ganshao Niu («Spicy Beef») war dieses Jahr perfekt – spicy, aber nicht ausgetrocknet. Die Zuipaigu, gebratene Schweinerippchen mit verschiedenen Gewürzen, kratzten wie akribisch vom Knöchelchen. Das Rindfleisch mit Zwiebeln (Wangwang) hat uns gut gefallen, der Zitronen-Güggel deutlich weniger; keine Power in der Sauce. Beim nächsten Besuch wird es wieder die Ente sein: Szechuan Style und hot!



