
Bodega Española
Trotz sanfter Renovation – das Lokal gehört heute zur Segmüller-Collection – spürt man die Tradition immer noch. Die 1874 gegründete «Bodega» gehört zu den wenigen Restaurants, die sich in der rasch ändernden Gastroszene im Niederdorf behaupten können. Unten, wo am Mittag meist ältere Stammgäste sitzen und an den langen Holztischen am Abend oft Trubel herrscht, gibt es nach wie vor die stadtbekannten Tapas, von Kellnern serviert, die hier meist seit Jahrzehnten arbeiten.
Oben, in der denkmalgeschützten «Sala Morisca» dominieren klassische Paellas mit reicher Garnitur oder prächtige Tagesfische. Aber es gibt heute auch leichtere Gänge wie beim Start einen Erdbeer-Gazpacho oder ein Tomatentatar mit sehr viel Knoblauch. Gar kalt ist der Tuna-Carpaccio, bei dem Rhabarber und Paprikagel den Fisch dominieren. Ölig, klassisch und gut sind die Calamares mit schaumiger Sauce, natürlich wieder mit Knoblauch. Die Wachteln, früher ganz und knusprig serviert, enttäuschen: Heute gibt es sie als eine Art Roulade mit Entenleber und süss-säuerlichen Aprikosen – das wirkt mehr beliebig als originell. Dafür harmoniert der Kabeljau in zweierlei Texturen wunderbar mit knackfrisch angebratenen Erbsen. Ebenso traditionell wie gut ist am Schluss die Leche frita mit viel Zimt und Pistazienglace. Neuer Küchenchef: Miguel Ramos.
Trotz sanfter Renovation – das Lokal gehört heute zur Segmüller-Collection – spürt man die Tradition immer noch. Die 1874 gegründete «Bodega» gehört zu den wenigen Restaurants, die sich in der rasch ändernden Gastroszene im Niederdorf behaupten können. Unten, wo am Mittag meist ältere Stammgäste sitzen und an den langen Holztischen am Abend oft Trubel herrscht, gibt es nach wie vor die stadtbekannten Tapas, von Kellnern serviert, die hier meist seit Jahrzehnten arbeiten.
Oben, in der denkmalgeschützten «Sala Morisca» dominieren klassische Paellas mit reicher Garnitur oder prächtige Tagesfische. Aber es gibt heute auch leichtere Gänge wie beim Start einen Erdbeer-Gazpacho oder ein Tomatentatar mit sehr viel Knoblauch. Gar kalt ist der Tuna-Carpaccio, bei dem Rhabarber und Paprikagel den Fisch dominieren. Ölig, klassisch und gut sind die Calamares mit schaumiger Sauce, natürlich wieder mit Knoblauch. Die Wachteln, früher ganz und knusprig serviert, enttäuschen: Heute gibt es sie als eine Art Roulade mit Entenleber und süss-säuerlichen Aprikosen – das wirkt mehr beliebig als originell. Dafür harmoniert der Kabeljau in zweierlei Texturen wunderbar mit knackfrisch angebratenen Erbsen. Ebenso traditionell wie gut ist am Schluss die Leche frita mit viel Zimt und Pistazienglace. Neuer Küchenchef: Miguel Ramos.



