Emi Fukahori und Matiheu Theis in ihrem Café Mame in Zürich
Züri isst | Pascal Grob bloggt

Mame: Meisterhafter Kaffee

Das Café am Röntgenplatz zelebriert unterschiedliche Kaffeesorten und zeigt: Kaffee ist kein Einheitsprodukt.

18. Februar 2018

«Magst du ihn eher schokoladig, fruchtig oder floral?», fragt dich der Barista, wenn du einen Kaffee im Café Mame bestellst. In Zürich lässt sich in keinem anderen Café besser eine Antwort darauf finden als in diesem kleinen Lokal an der Josefstrasse beim Röntgenplatz. Das liegt einerseits an der umfangreichen Auswahl verschiedener Kaffeesorten und Zubereitungsmethoden. Andererseits aber auch am Fakt, dass hinter dem Tresen gleich zwei ehemalige Barista-Schweizermeister arbeiten. Emi Fukahori gewann die Auszeichnung 2015 und Mathieu Theis im Jahr darauf. An internationalen Meisterschaften trafen sie jeweils auf über 60 Baristas aus allen Teilen der Welt mit unterschiedlichen Ideen, wie der ideale Kaffee schmecken soll. Um einen Teil dieser Vielfalt nach Zürich zu bringen, eröffneten sie vor knapp einem Jahr das «Mame».

Bei einem «Espresso-Trio» kannst du die verschiedenen Geschmäcke am besten herausschmecken.

Für den Heimgebrauch verkauft Mame die Kaffeebohnen sowie das nötige Zubehör.

Die Kaffeebohnen stammen aus Brasilien, Bolivien, Äthiopien oder Panama und heissen Bourbon, Caturra, Ethiopian Heirloom oder Gesha. Am besten kannst du die Geschmacksunterschiede bei einem «Espresso- oder Filterkaffee-Trio» herausschmecken. Auf einem kleinen Bambusbrett stehen dann drei Tassen Kaffee mit derselben Methode zubereitet aus drei verschiedenen Kaffeebohnen. Während eine Tasse an Bitterschokolade und Getreide erinnert, schmeckt eine andere unmissverständlich nach Bergamotte oder Schwarzer Johannisbeere. Wer es auf die Spitze treiben möchte, gönnt sich einen Kaffee der Kategorie «Crazy»: ein doppelter Espresso aus raren Kaffeebohnen, die einen aussergewöhnlichen Geschmack versprechen. Momentan steht eine «Gesha»-Varietät aus Äthiopien im Angebot von der italienischen Kaffeerösterei Gardelli – 250 Gramm kosten für den Heimgebrauch stolze 80 Franken.

Das Café liegt an der Josefstrasse gleich neben dem Röntgenplatz.

Das Konsumieren von Kaffee im «Mame» erfordert Neugierde und Kooperation. Es ist kein Ort für diejenigen, die mit ihren Kopfhörern an ihrem Laptop arbeiten und dabei nebensächlich an ihrem Kaffee nippen. Oder einfach nur möglichst günstig einen Espresso aus viel zu dunkel geröstetem Industriekaffee an der Bar hinunterkippen möchten wie in Italien. Dafür entstehen am grossen Gemeinschaftstisch interessante Gespräche mit anderen Gästen über die Vorzüge verschiedener Kaffeebohnen und Zubereitungsmethoden. Und beim nächsten Mal lässt sich vielleicht daher auch die eingangs erwähnte Frage ein bisschen leichter beantworten.

Die ehemalige Barista-Schweizermeisterin Emi Fukahori giesst vorsichtig Wasser über den gemahlenen Kaffee.

Am grossen Gemeinschaftstisch entstehen interessante Gespräche mit anderen Gästen über Kaffee und die Welt.

 

Kontakt
Mame
Josefstrasse 160
8005 Zürich
https://mame-coffee.com/
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Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 18.00 Uhr

 

Preise
Espresso 5 CHF, Trio 10 CHF, «Crazy» 15 CHF

 

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