Titelbild: Karten-Design von Stamen Design

9 Uhr — Facettenreicher Kaffee und die besten Croissants der Stadt

Dein Tag startet im 169 West. Für Wein ist es wohl noch ein bisschen zu früh, aber Filterkaffee und Espresso schmecken in dieser heimeligen Stube ebenso gut. Mit ständig wechselnden, sortenreinen Kaffeebohnen zeigt das «West», dass moderner Kaffee keineswegs immer nur fruchtsäurebetont ausfallen muss. Dazu noch das «beste Croissant der Stadt» bestellen von Kult-Bäcker Seri Wada oder ein hausgemachtes Granola mit Joghurt.

 

169 West, Weststrasse 169 (auf Google Maps anzeigen)

12 Uhr — Piadina, äthiopisches Festmahl oder japanisches Izakaya

Mittags stehen dir verschiedene kostengünstige Optionen zur Verfügung. Bei der Famiglia Tremonte an der Schmiede Wiedikon kriegst du die beste Piadina der Stadt. Ausserdem gibts unter der Woche verschiedene Tagesspezialitäten als Sandwich: hausgemachtes Roastbeef, Vitello Tonnato, italienische Burger und Parmigiana di Melanzane. Der Take-Away öffnet jeweils mittags zwischen 11.30 und 14.00 Uhr und bietet auch weitere Klassiker der italienischen Küche an.

 

Trotz der Popularität des Brupbacherplatzes, gilt das äthiopische Restaurant Habesha noch immer als Geheimtipp. Hier kannst du einen der Aussensitzplätze schnappen und dem Treiben auf dem Platz zuschauen, während die Küche dein äthiopisches Festmahl zubereitet. Bestelle «ein wenig von allem»: Auf den Teigfladen «Injera» kommen dann kleine Gemüse-, Hülsenfrüchte- und Fleisch-Häufchen.

 

Das «Ooki» an der Zentralstrasse vermittelt das Gefühl, als hätte dich die Eingangstüre direkt nach Tokio in ein «Izakaya» teleportiert. Ein Begriff für japanische Kneipen, der sich aus den Wörtern «I» und «Sakaya» zusammensetzt – auf Deutsch: «sitzen» und «Sake-Geschäft». Quasi ein Sake-Lokal zum Sitzen. Die Karte widmet sich Nudel- und Reisgerichten, Curries, sowie kleinen Tellern, die sich prima teilen lassen. Highlights? Frittierte, saftige Pouletstücke namens «Tori no karaage», Gemüse-Tempura, «Jumbo-Gyoza» und «Tonkotsu Ramen»!

 

Famiglia Tremonte, Birmensdorferstrasse 129 (auf Google Maps anzeigen)
Habesha, Weststrasse 192 (auf Google Maps anzeigen)
Ooki, Zentralstrasse 53 (auf Google Maps anzeigen)

20 Uhr — «Fun Fine Dining», Quartierbeiz oder Inspiration aus Fernost

Im Maison Manesse lautet das Motto: gehobene Küche ohne Berührungsängste. Seit dem Konzeptwechsel vor einem Jahr fokussiert sich Küchenchef Fabian Spiquel wieder mehr auf Geschmack, ohne dabei aber gänzlich auf kleinere Spielereien zu verzichten. Wie beim «Do-it-yourself»-Tatar oder Marshmallows rösten über der kleinen Flamme am Tisch.

 

Auch im Restaurant «Wirtschaft im Franz» stehen raffinierte Gerichte ohne Menü-Zwang auf dem Plan. Versteckt in einem Hinterhof servieren Sebastian Funck und Fabian Voit Teller um Teller mit abwechslungsreichen Texturen. Beispiele? Rindertarar mit gepufften Buchweizen oder «Lemon Curd» mit kandierten Oliven.

 

Maison Manesse, Hopfenstrasse 2 (auf Google Maps anzeigen)
Wirtschaft im Franz, Bremgartnerstrasse 18 (auf Google Maps anzeigen)

Ein Highlight des letzten Besuchs im Maison Manesse: Bergkartoffeln mit Nüsslisalatpüree und Liebstöckel-Mayonnaise.

An der Bar können Gäste in der Wirtschaft im Franz den Köchen über die Schulter schauen.

Wer gutbürgerliche Küche bevorzugt, findet mit der «Vereinigung» eines der ältesten Quartierbeizen von Wiedikon. Sie vereint den «Slow Food»-Gedanken mit täglich wechselnden Gerichten und einer spannenden Weinkarte in einer Atmosphäre, die wahrlich noch Beizen-Charakter ausstrahlt. Inklusive Bar fürs Feriabendbier. Keine Reservationen möglich.

 

In unmittelbarer Nähe des boomenden Locherguts befindet sich das Restaurant Kin, das eine asiatische Küche mit lokalen Produkten serviert. Gerichte beruhen auf asiatiaschen Rezepten, ohne auf sie zu beharren. Dabei erscheinen die Kreationen aus saisonalen Zutaten von Küchenchef Beni Landolt relevanter als alle zu milde geratenen Thai-Curries dieser Stadt.

 

Vereinigung, Manessestrasse 132 (auf Google Maps anzeigen)
Kin, Meinrad-Lienert-Strasse 1 (auf Google Maps anzeigen)

Drinks — «Place to be» am Lochergut (aka «Neubellevue») und lebendige Weine

Mit der Bar Sacchi am Lochergut erschuf Inhaber und Gastgeber Claudio Sacchi innerhalb weniger Monaten den «Place to be» am Lochergut. Das Angebot von Bier über Wein bis hin zum Negroni aus der Getränkepistole erfüllt jegliche Wünsche. Vor allem aber punktet die Bar mit dem einzigarten Charme des Gastgebers und der unschlagbaren Sicht auf den Rummel rund ums Lochergut – auch «Neubellevue» genannt.

 

Für eine grosse Auswahl an Weinen in einem ruhigen Ambiente gehts zurück ins «169 West» an der aufstrebenden Weststrasse. Mindestens zwölf verschiedene Weine warten im Offenausschank auf ihren grossen Auftritt. Dazu gibts Charcuterie und Käse.

 

Bar Sacchi, Bertastrasse 1 (auf Google Maps anzeigen)
169 West, Weststrasse 169 (auf Google Maps anzeigen)

Italienische Szene Bar Sacchi beim Lochergut in Zürich mit Negroni, Lambrusco und Naturweinen von Claudio Sacchi

Italienisches 1950er-Ambiente trifft auf verschiedene «Cocktails on tap» in der Bar von Claudio Sacchi.

Tipps für den Verdauungsspaziergang

Für einen Verdauungsspaziergang zwischen den Mahlzeiten eignet sich der Friedhof Sihlfeld, der nebenbei die grösste Parkanlage der Stadt Zürich darstellt. Hier sind nicht nur berühmte Persönlichkeiten wie Gottfried Keller oder Johanna Spyri bestattet, die Stadt fordert die Besucher explizit dazu auf, den Friedhof als Naherholungsgebiet zu nutzen. Und wer gerne nach Trouvaillen stöbert, findet im Brocki-Land an der Manessestrasse allerlei «Second Hand»: Von Büchern und alten Kameras über Kleider bis hin zu Geschirr oder alten Vasen.