Text & Fotos: Pascal Grob
Lange Zugabe. Das Haus an der Badenerstrasse wurde übernommen, ein grosser Umbau steht an – das bittere, aber faire Ende für einer der prägendsten Gastrobetriebe der Stadt. Die GaultMillau-Jury kürte das «Lupo» zum «POP des Jahres 2023» und war begeistert vom Lokal, das die Grenze zwischen Bar und Restaurant verwischte. «Wir sind mega stolz. Unsere Philosophie hat in Zürich Schule gemacht und weitere Lokale inspiriert», sagt Mitinhaber Claudio Sacchi. Bevor im September die Lichter löschen, zelebriert die «Lupo»-Crew um Armin Azadpour, Claudio Sacchi und Patrick Schindler (v.l. grosses Bild oben) sieben Monate lang den Ausnahmezustand. Unter dem Titel «Mondo Lupo» kehren bekannte Gesichter monatlich für einen Sonntagsservice zurück in die Küche: Den Anfang macht am 22. März Dennis Aukili vom Frankfurter Restaurant «Chairs». Parallel dazu kuratieren junge Artists beim «Mondo Lupo Musica» donnerstags und samstags den Sound direkt von der Vinyl-Platte.
Typisch «Lupo»: Unkomplizierte Gerichte, die schmecken, als stehe eine italienische Nonna in der Küche.
Die Bestseller bleiben. Die Stars der Karte bleiben bis zum grossen Finale. Italienische Gerichte, für die gewisse Stammkunden mehrmals pro Woche aufkreuzen: hervorragend gewürztes Carne Cruda mit Parmesan und piemontesischen Haselnüssen oder die erstklassigen Tagliatelle al ragù. Dann das luftig-leichte Tiramisu. Dazu kommen die klassisch anmutenden, aber nicht allzu klassisch schmeckenden Cocktails, die zu den besten der Stadt gehören – und immer mit dem gewissen «Lupo»-Twist überraschen. Im Fall Negroni: ein Hauch Granatapfel und Bergamotte. Und last, but not least die grosse Weinkarte: Fokus auf Naturwein, auch ältere Jahrgänge. Clever kuratiert, damit (fast) nichts im Glas müffelt.
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