Fast ein Drittel aus dem Wallis! Das Wallis ist ein Paradies für Weinfreunde. Hier gedeihen so viele Rebsorten wie nirgends sonst. 55 verschiedene Trauben sind bei der geschützten Ursprungsbezeichnung AOC Valais registriert, die auf den knapp 4800 Hektaren angebaut werden. Viele davon findet man einzig und allein hier. Das ist schweizweit gesehen ein Rekord. Da gibt es robuste, urwüchsige Rote und filigrane Weisse, volle, komplexe Spätlesen und edle Pinot noirs. Von den 150 von GaultMillau asugezeichneten Top-Winzern der Schweiz arbeitet fast ein Drittel im Wallis und sichert sich damit den grössten Anteil. Schweizweit als Pioniere und Vorbilder gelten die Wein-Ikonen Marie-Thérèse Chappaz aus Fully, die Brüder Jean-François und Axel Maye aus St-Pierre-de-Clages und Anne-Catherine und Denis Mercier aus Sierre. Grosses Bild oben: Michaël Egloff und Emmanuelle Roduit.
Entdeckungen in Fully. Zwei neue Betriebe konnte die GaultMillau-Jury dieses Jahr in den Kreis der Besten aufnehmen. Dies ist einerseits Pierre-Elie Carron aus Fully, der schon einmal als Rookie auf sich aufmerksam machte und jetzt den Sprung in die Topliga geschafft hat. Und anderseits die junge Winzerin Emmanuelle Roduit ebenfalls aus dem Weindorf Fully, sie führt das Weingut ihrer Eltern Claudine und Yvon Roduit auf neue Höhen, zusammen mit ihrem Mann Michaël Egloff. Auch unter den vier Rookies 2027, den Nachwuchstalenten des Jahres, findet sich ein Walliser: Der junge Pierre Dorsaz aus Charrat, der in seiner Cave des Collines eine Petite Arvine sowie zwei Amphoren-Crus keltert, die Aufsehen erregen.
Die ausgezeichneten Winzerinnen und Winzer:

Valentina Andrei, Cave Valentina Andrei, Saillon.
Valentina Andrei
Sie fing einst in Saillon ganz klein an, mit einem eigenen Wein. Und kommt heute sehr gross raus, mit einer ganzen Palette aussergewöhnliche Weine von hervorragender Qualität. Valentina Andrei pflegt alte Walliser Rebsorten und belebt verlassene Rebberge. Die – leider sehr schnell ausverkaufte – Linie «Ivresse» realisiert sie mit ihrem Partner Nicolas Wüst.
Pierre, Emmanuel & Michelle Arlettaz
1991 gründeten die Eltern Dominique und Michelle Arlettaz die Cave des Amis in Fully, heute führen die beiden Söhne Pierre und Manu die Erfolgsgeschichte weiter. Ihre Palette umfasst 17 verschiedene Weine, darunter finden sich allein drei Petites Arvines aus unterschiedlichen Lagen. Aus der berühmten Combe d’Enfer kommt der Syrah barrique «Velours d’Enfer».
Anthony Baselgia
Jean Maret, nach dem der Keller benannt ist, war der Grossvater des Önologen Anthony Baselgia, der diesen jetzt nach Abschluss seines Studiums weiterführt. Er liebt ganz speziell die Traube Petite Arvine, die in Fully so gut gedeiht. Aber auch die alten Sorten Syrah, Cornalin und Humagne rouge werden bei ihm gehätschelt und gepflegt.

Sarah Besse, Domaine Gérald Besse, Martigny-Croix.
Gérald Besse SA
Auf Steillagen erzeugt die Familie Besse auf dem Weingut Les Rappes in Martigny-Croix sagenhafte Charakterweine wie die Prestigelinie «Les Serpentines» in den Spielarten Ermitage, Païen, Merlot, Petite Arvine, Syrah und Cornalin. Die Eltern Gérald und Patricia Besse mit Tochter Sarah arbeiten jetzt seit 2022 nach Bio-Richtlinien.
Ismaël Bonvin
Er will Weine ohne Chichi machen, aber mit vielen Emotionen; ideale Begleiter für gemeinsame Momente sollen sie sein. Seinen Chasselas nennt er «Glougloublabla», den Pinot Noir «Matin, Midi, Soir». Als Sohn Ismaël im Weingut Le Tambourin in Corin in die Fussstapfen seines Vaters Marcel Bonvin trat, schuf er die neuen Etiketten mit dem grossen T und die vier Linien Classique, Réserve, Fun und Famille.
Joël Briguet
Seine hervorragende Linie «Les Empereurs» widmet der passionierte Winzer Joël Briguet den alten Walliser Rebsorten, also Humagne Blanche, Humagne Rouge, Petite Arvine, Heida, Pinot Noir, Cornalin und Syrah, die er im Barrique ausbaut. Die Cave La Romaine in Flanthey brilliert auch mit ihren La-Réserve-Weinen.

Sandrine Caloz, Cave Caloz, Miège.
Sandrine Caloz
Ein Schaf ziert die Etikette, denn in ihren Rebbergen weiden viele Schafe. Und auch die Assemblage «Mouton Caloz», gekeltert aus Gamaret, Cabernet Franc, Syrah und Pinot Noir ist nach diesem Tier benannt. Sandrine Caloz aus Miège gilt als Shooting Star der Bio-Weinszene und führt das Gut ihrer Eltern in die Zukunft.
NEU Pierre-Elie Carron
Vor zehn Jahren startete der Winzersohn Pierre-Eli Carron, von seinen Freunden «Pec» genannt, ins Abenteuer des eigenen Weins. 2025 wurde er von GaultMillau als «Rookie des Jahres» geehrt, jetzt schafft er den Einstieg in die Bestenliste. Aus seiner grossen Weinpalette stechen der Viognier, die Petite Arvine «Pierra Platta», der Syrah Barrique «Combe de Clous» hervor.

David Carruzzo, Domaine de la Rameau, Chamoson.
David Carruzzo
Das Gut in Chamoson gründete einst sein Grossvater, der noch alle Trauben verkaufte. Doch der Enkel David Carruzzo startete 2010 mit einem eigenen Label. Ursprünglich war er im medizinischen Bereich tätig, lebt seither aber seine Passion für den Wein aus. Mit Erfolg: Die Petite Arvine, Syrah und Cornalin der Domaine de la Rameau sind alle Lagenweine von hoher Qualität.
Claudy und Shadia Clavien
Die Domaine in Miège wird heute von Vater Claudy und Tochter Shadia Clavien bewirtschaftet. Sie bringt Spitzenweine wie den Cornalin und den Païen «Larmes du Terroir» hervor, die an den sonnigen Hängen der Côteaux-de-Sierre wachsen. Der Chardonnay reift in Beton-Amphoren, was ihm einen leichten Touch von Oxidierung verleiht.

Samuel Clavien, Cave de la Pierre, Venthône.
Samuel Clavien
Das Weingut Cave de la Pierre in Venthône wurde einst von Jacques und Lucy Clavien gegründet, 2015 übernahm Sohn Samuel die Leitung. Der ausgebildete Önologe setzt auf Terroir und Naturnähe, pflegt auf 4,5 Hektar Rebland elf Traubensorten. Aufgefallen: Der Syrah «de Larmey» und «Parhélie», eine Assemblage aus Païen und Petite Arvine.
Yann Comby
Am Fuss der mächtigen Felsen, dem Wahrzeichen von Chamoson, wachsen die Reben des Guts Sélection Comby. Als Vertreter der dritten Generation ist heute Yann Comby am Ruder und pflegt seine Weine biologisch. Zum 60-Jahr-Jubiläum des Familienweinguts hat er eine Cuvée aus drei Jahrgängen seines Johannisbergs kreiert. Auch die Petite Arvine, der Cornalin und der Gamaret gefallen.
Fabienne & Michel Constantin-Comby
Das Winzerpaar in Chamoson kreiert mit neun Weissen und acht Roten eine breite Palette. Die meisten der Weine reifen in Amphoren und Beton-Eiern, um möglichst viel Frische und Fruchtigkeit zu bewahren. Eine weitere Extralinie nennt sich «Cercle de PI» und umfasst je einen Merlot und einen Pinot Noir.
Philippe Constantin
Die Cave St. Philippe in Salgesch steht für 17 charaktervolle Weine aus eigenen Trauben, die auf dem für sie bestmöglichen Terroir angepflanzt wurden. Die Pinot Noir «Réserve du Père Maurice» sowie der Pinot Noir de Salquenen «Zudannaz» sind gelungene Beispiele, ebenso wie der mehrfach ausgezeichnete Cornalin.

Thierry Constantin, Morgebrücke.
Thierry Constantin
Seit 30 Jahren widmet sich dieser passionierte Winzer in Pont-de-la-Morge bei Sion der Aufgabe, unverwechselbare Weine im Einklang mit der Natur zu erzeugen. Sein trockener Heida, die Petite Arvine, der hervorragende Cornalin und der kräftige Syrah sind auf den besten Weinkarten des Landes zu finden. Eine Rarität ist der «Vin de Voile» aus Savagnin Blanc.
Philippe Darioli
Die Weine, die Philippe Darioli in Martigny ausbaut, zählen zur Walliser Elite. Die Humagne Blanche fällt durch intensive Fruchtaromen auf, der süsse, spät im Winter geerntete Grain noble «Vent d’Ange» ist ein begehrter Dessertwein. Speziell und selten zu finden: Ein reiner Cabernet Franc sowie ein Petit Verdot.
Stéphane & François Defayes
Die Familien Crettenand und Defayes gründeten 1965 ihren Keller in Leytron und spezialisierten sich auf die alten Walliser Rebsorten. Ihre Humagne Blanc und Humagne Rouge stammen aus bis zu 50-jährigen Reben. Ebenso alt sind die Rebstöcke für den aussergewöhnlichen Riesling «La Chapelle». Heute führen Vater Stéphane und Sohn François Defayes das Weingut.
Alexandre Delétraz
Die Rebberge der Cave des Amandiers bei Saillon und Fully zählen zu den steilsten Terrassen des Wallis. Ebenso steil ist die Erfolgskarriere dieses aus Genf stammenden Winzers mit seinen Lagen-Petites-Arvines, dem Syrah «Les Tatzes» und dem Cornalin «Combe d’Enfer» aus Fully. Interessant auch der Schaumwein «Extra Brut» aus Petite Arvine.

Gilbert Devayes und Gaëtan Carron, Cave Gilbert Devayes, Leytron.
Gilbert Devayes
Ein exklusiver Cornalin, ein Pinot noir «Vieilles Vignes», ein süsser Pinot Gris mit dem schönen Namen «Rêve d’Amour»: Das Weingut Gilbert Devayes in Leytron hat sich mit seinen Weinen bei den Besten platziert. Mit dem Einstieg von Schwiegersohn Gaëtan Carron ist auch die Zukunft gesichert.
Jean-Claude et Renaud Favre
Aus der grossen Weinpalette von Jean-Claude Favre und seinem Sohn Renaud in Chamoson sticht neben der klassischen Sélection Chamoson die reinsortige Linie «Excelsus» heraus. Sie überzeugt mit Johannisberg, Pinot Blanc, Cornalin und Pinot Noir.
Jérôme Favre
Jérôme Favre pflegt das Erbe seines Vaters Simon mit Hingabe und Können, er überlässt in der Cave des Anchettes in Venthône nichts dem Zufall: 30 Rebsorten auf 42 Parzellen, 35 verschiedene Weine. Viele davon sind hervorragend, auch Spezialitäten wie Viognier und Pinotage.

Julien Fournier, Cave des Promesses, Conthey.
Julien Fournier
Drei Grand Crus, nämlich der Johannisberg und der Syrah aus Chamoson sowie der Fendant «Grand Cru Conthey» stammen aus der Cave des Promesses (Keller der Versprechen) des jungen Winzers. Er gründete das Gut im Jahr 2018, zieht aber jetzt um, von Conthey in eine grössere Liegenschaft nach St-Pierre-de-Clages.
Domaine Jean-René Germanier
Die ikonischen Weine «Cayas» und «Mitis» haben das Image des Weinkantons Wallis mitgeprägt. Das Gespann Jean-René Germanier und Gilles Besse produzieren in Balavaud/Vétroz aussergewöhnliche Crus, ihre Classiques und die Réserves geniessen grosses Ansehen. Rar und speziell sind der Heida und der Pinot Noir von «Le Clos de la Couta» im Val d’Hérens.
Marie-Bernard Gillioz Praz
Sie war eine der ersten Winzerinnen der Schweiz und auch eine Bio-Vorreiterin: Sie lässt in ihren Rebbergen in Sion und St-Léonard Blumen und Kakteen wachsen. Wen überrascht es da gross, dass auch einige ihrer Weine nach Blumen benannt sind?

Julien-Francois Nebel, Alexandre Roduit, Ludovic Regamey, Patrick Regamey, Domaine Histoire d'Enfer, Sierre.
Histoire d’Enfer
Vier weinverrückte Freunde gründeten einst dieses «höllische» Weingut in Corin-sur-Sierre. Ihr Ziel: grosse Weine aus grossen Walliser Rebsorten. Ihr Cornalin «L’Enfer du Calcaire» zählt zu den Allerbesten, aber auch die Réserves Petite Arvine, Fendant und Pinot Noir aus alten Reben sind Spitze.
Isabella & Stéphane Kellenberger
Ihr Weingut in Leuk-City nennen die beiden ausgebildeten Önologen Vin d’Oeuvre, ihre Weine signieren sie mit dem Abdruck ihrer Hände, was einem Gütesiegel gleichkommt. Spitzenweine: Gamaret «flames of desire», Humagne Blanc «born to be wise» und der neue, tiefgründige Completer «back to the roots» aus dem Barrique.

Jean Yves und Madeleine Mabillard-Fuchs, Cave Mabillard-Fuchs, Venthône.
Madeleine & Jean-Yves Mabillard-Fuchs
Seit 1993 sind sie in Venthône ein bewährtes Team, zu dem jetzt auch Sohn Lionel gehört. Alle drei teilen ihre Leidenschaft für Wein mit ihren Fans und pflegen ihre Reben so naturnah und biologisch wie nur irgendwie möglich. Fendant, Heida, der elegante Pinot Noir «Les Corles» und der Humagne Rouge setzen Massstäbe.
Daniel Magliocco & Fils
Bei den Maglioccos in St-Pierre-de-Clages entstehen in Handarbeit authentische Charakterweine. Diese Tradition führt Sohn Mikaël weiter, der das Gut 2018 biozertifiziert hat. Neben dem eleganten Pinot Noir «Trémarzières» und dem kräftigen Cornalin weckt der Gamay «Six de Grü» besondere Aufmerksamkeit.

Amédée Mathier, Mathier Weine, Salgesch.
Amédée Mathier
Den Wein im Blut, die Gastfreundschaft im Herzen – so lautet das Motto von Amédée Mathier im hundertjährigen Weingut Albert Mathier & Söhne in Salgesch. Mit Leidenschaft macht er Spitzenweine, sei es im Barrique wie die Linie «Vinum Lignum», sei es seine persönliche, vom eigenen Lebenslauf geprägte «Amédée Collection».
Jean-Louis Mathieu
Seine Assemblages «Le Tulum» (weiss) und «Terra Zina» (rot) machen Furore. Aber auch der gehaltvolle Pinot Noir «Tzaly» aus bis 40-jährigen Reben, der würzige Heida und der fruchtige Sauvignon Blanc zählen zu den Top-Wallisern.

Raphael Maye mit Gilles Varone, Simon Maye & Fils, St-Pierre-de-Clages.
Raphael Maye
Syrah, Merlot und Cornalin, alle aus alten Reben, alle im Holzfass gereift, stehen für den hervorragenden Ruf dieses Weinguts in St-Pierre-de-Clages. Die Brüder Axel und Jean-François Maye – von GaultMillau als Ikonen geehrt – führten es zu Weltruhm. 2015 hat Raphael Maye in dritter Generation übernommen und den Betrieb auf Bio umgestellt.
Madeleine Mercier
Ihre Weine mit dem grossen M auf dem Etikett sind Meisterklasse. Etwa die Rarität Rèze, die sehr schlank ausgebaute Petite Arvine und der berühmte, wunderschön alternde Cornalin. Die Eltern Denis und Anne-Catherine Mercier prägten den Walliser Weinbau und wurden als Wein-Ikonen geadelt. Inzwischen führt Tochter Madeleine das Weingut in Sierre.
Olivier Mounir
Sandra und Olivier Mounir führen die Cave du Rhodan in Salgesch in dritter Generation. Sie haben sich der Nachhaltigkeit verschrieben und auf biodynamischen Anbau umgestellt. Begehrt ist der Chardonnay, klassisch der Pinot Noir «Perle du Rhodan», tiefgründig der «Diversitas Hommage», rar der «Diversitas Riesling Bio».
Famille Papilloud
Die Cave du Vieux-Moulin in Vétroz arbeitet in einem neu erbauten Keller und überrascht mit Merlot und Cabernet Barrique sowie mit zwei neuen Varianten der Sorte Amigne: einem Schäumer und einem Orange aus der Amphore. Dahinter steht Vincent Papilloud als vierte Generation des Familienunternehmens.
Stéphane Reynard & Dany Varone
Vor 40 Jahren haben die beiden Cousins ihre Domaine Cornulus gegründet. Sie galten als die «jungen Wilden» von Savièse und sind immer noch leidenschaftliche Terroir-Fans. Ihre Reben wachsen in extremen Hanglagen, den stark terrassierten Clos Corbassières, Mangold und Monzuettes. Diese Lagen sind ein Prunkstück, ihre Weine sind es auch.
NEU Emmanuelle Roduit
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im chinesischen Weinbau kehrte Emmanuelle Roduit zu ihren Wurzeln zurück und übernahm gemeinsam mit ihrem Mann Michaël Egloff das Weingut in Fully, das ihre Eltern Yvon und Claudine vor 40 Jahren gegründet haben. Sie fokussiert wie diese auf die autochthonen Walliser Sorten Petite Arvine, Humagne und Cornalin. Hervorragend: Cornalin «Combe d’Enfer» und Petite Arvine «Les Claives».
Serge Roh
Er will die Grands Crus aus Vétroz zu Aushängeschildern machen. Dies gelingt der Cave Les Ruinettes von Vater Serge und Sohn Vincent Roh mit ihren verschiedenen Amignes: die trockene «Grand Cru», die fruchtige «de Vétroz» und die edelsüsse «Amigne Grain noble».

Mathilde Roux, Cave Orlaya, Fully.
Mathilde Roux
Die Winzertochter aus dem Rhônetal fand im Wallis eine neue Heimat. Hier übernahm sie 2016 den renommierten Betrieb von Gérard Roduit in Fully, den sie Cave de l’Orlaya taufte und ihm ihren Stempel aufdrückte. Mathilde Roux macht schön gereifte Weine mit grosser Ausdruckskraft wie Petite Arvine und Humagne Blanche.
Robert Taramarcaz
Er liebt sein Terroir der Domaine des Muses in Sierre. Und er liebt das Burgund. Burgundisch muten denn auch einige seiner feingliedrigen Weine an, sie sind voller Eleganz und Poesie. Etwa die Linie «Réserve» mit Chardonnay, Marsanne, Pinot Noir und Syrah. Und der hervorragend alternde Merlot «Cyrano».

Johanna Dayer, Clos de Tsampéhro, Flanthey.
Clos de Tsampéhro
Die Köpfe hinter dem Weingut in Flanthey kennen nur ein Ziel: keine Kompromisse, nur grosse Weine, ausschliesslich biologische Bewirtschaftung der Böden. Pro Jahrgang gibt es immer vier Weine, einen Brut, einen Roten und einen Weissen als Assemblagen aus alten Walliser Rebsorten sowie einen reinen Completer.
Familie Vocat
Ihre Weinberge ziehen sich über fünf Hügel mit unterschiedlichen Terroirs. Daher stammt der Name des Weinguts Domaine des Crêtes in Noës bei Sierre. Es wird von drei Önologen geführt, Vater Yves Vocat, Sohn Pierre und Tochter Martine. Hervorragend die Petite Arvine «Les Deux Crêtes» und der Heida.
Adrien & Maurice Zufferey
Die Weine des Pinot-Noir-Meisters aus Muraz-sur-Sierre, der jetzt mit Sohn Adrien am Werk ist, sind unglaublich präzis. Allen voran der burgundisch geprägte Pinot Noir «Combettaz» sowie aus derselben Sorte der «Tzanio» und der «Astrance» mit einer Spur Cornalin.
Fotos: Sedrik Nemeth, David Birri, Valerie Pinauda, Heloise Maret, Hans-Peter Siffert, Julie de Tribolet, HO.
