Nadine Wächter, Ihre Gäste sind sehr gespannt auf die neuen Restaurants im Resort. Was dürfen sie erwarten?
Zwei sehr authentische Restaurants, in denen man sich sehr wohl fühlen wird. Wir haben uns viel Zeit gelassen, um für das Thai- und das italienische Restaurant die richtigen Chefs und Mitarbeitenden zu finden.
Reden wir zuerst vom «Nesso». Cucina della nonna oder Schickimicki-Küche?
Nonna! Wir hätten gern eine leicht verständliche italienische Küche, casual solls sein: Hausgemachte Ravioli, eine hervorragende Bolo, feine Focaccia. Dafür haben wir einen jungen Chef engagiert: Nicola Montalti, der zuletzt in der «Casetta» des «Eden Roc» in Ascona einen prima Job gemacht hat.
Ein wirklich guter Thai-Chef ist schwer zu finden.
Wir führen vielversprechende Gespräche und sind sehr zuversichtlich, dass wir einen guten finden werden. Das Restaurant heisst «Sanook» – das lässt sich mit Spass und Lebenslust übersetzen. Und genau das wollen wir in unserem neuen Thai-Restaurant bieten.

«Sanook»: Lebenslust, Genuss und Geselligkeit im Thai-Restaurant mit offener Küche.
Das «Sanook» soll auch Nicht-Hotelgäste ins Haus holen.
Unbedingt, wir wollen Schwellenängste abbauen. Unsere Wohlfühlkonzepte werden uns dabei helfen.
«The Bar» im Hof Ragaz soll neuer Treffpunkt werden, auch für externe Gäste. Mit überraschendem Konzept.
Unser Thermalwasser dient nicht mehr nur als Zutat, sondern als Basis für eine vielfältige Karte an Signature Cocktails, mit und ohne alkoholische Komponenten. Auch Non-Alcoholics sollen zu einem spannenden Erlebnis werden.
Sie haben lange in Asien gearbeitet. Sind Sie Thai-Expertin?
Ich reise gerne nach Thailand und weiss, wie die Thai-Küche schmecken soll. Aber eine Thai-Expertin bin ich nicht. Die indische und indonesische Küche ist mir näher.
Wir vermissen im neuen Restaurantkonzept ein «Chez Nadine». Hatten Sie keine Lust, selbst ein Restaurant zu führen? Sie sind eine hervorragende Köchin, waren 2006 Gault-Millaus «Entdeckung des Jahres».
Das ist nicht mein Ziel; mir gefällt der Job als Executive-Chef, auch wenn ich die Herdnähe natürlich vermisse.

«The Bar»: Das Urelement Thermalwasser steht im Fokus.

Grand Hotel Hof Ragaz: Der Umbau schreitet planmässig voran.
Kochen Sie wenigstens privat, für Ihren Mann und Ihre Tochter?
Die ganze Zeit. Simpel, aber authentisch. Vor allem die asiatische Küche inspiriert mich, ich habe ja elf Jahre in Japan, Indonesien und Singapur gelebt. Würde ich je ein Restaurant eröffnen, wäre es ein Taco-Stand. Eine Erinnerung an meine fünf Jahre in Mexiko.
Sie haben zwei berühmte Chefs im Haus, Sven Wassmer und Joël Ellenberger. Beide sind Ihnen nicht unterstellt.
Wir pflegen einen freundschaftlichen Austausch. Ich bin harmoniebedürftig.
Sie führen bei der GaultMillau Garden Party Regie: Stress oder Spass?
Die GaultMillau Garden Party ist das Nonplusultra, gut auch für Kontakte – daraus entwickeln sich Freundschaften. Die Organisation ist stressarm. Vor allem die älteren Chefs wissen genau, wie der Hase läuft.
An welchen Stationen schauen Sie vorbei?
Im Asian Corner – das «Soï 28» interessiert mich sehr, weil wir ja ein Thai-Projekt haben. Und natürlich werde ich Tanja Grandits besuchen, eine grossartige Köchin und Kollegin.
Fotos: Olivia Pulver, HO

