Text: Urs Heller, David Schnapp
Besser als «Nobu»? «Matsuhisa»! Die UBS hat die ersten Mietverträge für ihr Prestige-Gebäude am Zürcher Paradeplatz abgeschlossen, die Foodies können sich freuen: Ende 2027 zieht Mister Nobu ein. Nicht mit einem 0815-Nobu natürlich, sondern mit der Edelvariante «Matsuhisa». Eines der weltweit besten «Matsuhisa» kennen wir in der Schweiz seit zehn Jahren: Die Filiale St. Moritz im «Badrutt’s Palace», im Winter täglich bis dreimal ausgebucht, neu auch im Sommer geöffnet und im GaultMillau mit 16 Punkten geratet. Eine enge Zusammenarbeit ist nicht vorgesehen: «Zürich den Zürchern!», sagt Managing Director Richard Leuenberger ganz cool. Hinter der Filiale am Paradeplatz steht Gil Glasenberg, Sohn des Glencore-Milliardärs Ivan Glasenberg. Weitere Mieter im UBS-Palast, der von Herzog & De Meuron umgebaut wird: «Matcha Club» und «Bleachers Pub» (by Yves Spink). Grosses Bild oben: v.l. Rolf Fuchs, Nobu Matsuhisa, Christian Kuchler.

Challenge für Rolf Fuchs vom «Panorama» Steffisburg. Der JRE-Chef schreibt die Menüs für die SWISS-Langstreckenflüge.
SWISS: Alpen-Egli über den Alpen. «Taste of Switzerland» an Bord der SWISS-Langstreckenflüge. Diesmal schreibt der Steffisburger Jeune Restaurateur Rolf Fuchs die Karte. Der «Panorama»-Chef hatte mit Gregor Zimmermann («Bellevue» Bern) und Robert Speth («Chesery» Gstaad) gute Ausbildner, bewährte sich in internationalen Kochwettbewerben und übernahm 2000 mit seiner Frau Manuela den elterlichen Betrieb hoch über dem Thunersee. Im GaultMillau räumt er souverän 17 Punke ab. Sein Konzept: Klassische Küche, regionale Produkte, hie und da ein asiatischer Twist. Rolf Fuchs zum Abenteuer über den Wolken: «Gemeinsam mit SWISS die Menüs auf den Punkt zu bringen und für die Bordküche anzupassen, war für mich etwas komplett Neues. Ich hoffe, die Passagiere werden unsere Liebe zum Detail schmecken.» In der Premium Economy Class gibt’s Rindsragout mit Polenta, in der Business Class Crevetten mit Zitronengras & Ingwer und Kalbs-Brasato, in der First Class Egli, serviert mit Wakame-Seegras-Salat, Grapefruit und Limettensauce. Alpen-Egli über den Alpen. Hat was!
Kuchler: Dynamische Preise! Was in Hotels, bei Airlines oder an Tankstellen selbstverständlich ist, kann auch für die Gastronomie funktionieren. Das findet jedenfalls Christian Kuchler. Der Chef in der Taverne zum Schäfli in Wigoltingen TG (18 Punkte, zwei Sterne) gewährt auf seine gesamte Karte am Mittwoch und Donnerstag 10 Prozent Nachlass. Während Freitage und Samstage in der Regel ausgebucht sind, unterliegt der Rest der Woche starken Schwankungen – ein Phänomen, das viele Restaurants kennen. «Wir versuchen das jetzt mal», sagt Kuchler. Auf die Idee hat ihn sein Restaurantleiter Fabian Mennel gebracht. GaultMillaus Sommelier des Jahres 2025 liess sich von seiner Zeit im Skiort Lech am Arlberg inspirieren: «Dort ist der Skipass je nach Wochentag und sogar Wetter unterschiedlich teuer.»
Nachfolger für Daniel Simunic. Nach 15 Jahre an der Seite von Christian Kuchler, hat Patissier Daniel Simunic beschlossen, sich selbstständig zu machen. Am 1. April 2025 eröffnet er in Weinfelden die «Alte Schmitte» (früher «Siemis») zusammen mit Partnerin Jana Plewe. Nun steht auch Simunics Nachfolger in der Taverne zum Schäfli fest: Den Patisserie-Posten übernimmt Nico Schäbe. Er kommt mit besten Referenzen aus dem Swiss Deluxe Hotel Tschuggen in Arosa, wo er noch bis zum Ende der Wintersaison die Gesamtverantwortung für alle süssen Gerichte hat. Schäbe kann aber auch Fine Dining, er war mehrere Jahre im «Vendôme» von Joachim Wissler in Bergisch-Gladbach, einer der innovativsten Köche Deutschlands seiner Generation.

Kochen für Winterthur: V.l. Jeannine Rütimann, Diana Perini, Benjamin Oberholzer, Edwin Cruz planen Livecooking im Park und ein Long-Table-Dinner.
Summertime! Party mit Freunden. Neue Termine für die Foodie-Agenda. Am 28. Juni lädt 16-Punktekoch Pascal Schwarz seine Freunde zu einer Sommerparty im Garten beim Kloster St. Urban ein. Im beeindruckenden Line-up: Jonas Ingold («Löwen», Messen SO), Manuel Zaugg («Du Bourg», Biel), Manuel Hölterhoff (Hirschenbad, Langenthal BE), Dave Wälti (ex-«Verena», Olten), Manuel Steigmeier («Fahr», Künten-Sulz AG), Ramon Stutz («Bären», Madiswil). 350 CHF. In Winterthur machen «Bloom» und «Fredi» gemeinsame Sache. Genuss im Park mit Foodstationen und Live-Cooking am 13. Juni. Long-Table-Dinner am 29. August in der Altstadt: 80 Gäste an einem Tisch. Diana Perini, Küchenchefin im «Fredi»: «Wir wollen gemeinsam ein Erlebnis schaffen, das die Menschen in Winterthur verbindet.»
www.bloom.ch
www.restaurant-frei.ch
Fotos: Adrian Bretscher, Thomas Buchwalder, HO
