
Hier kocht Martin Göschel: «The Mansard» an der Gstaader Promenade.
Zwei Chefs für «The Mansard». Gstaader Chef-Karussell, nächste Runde: 18-Punktechef Martin Göschel (ex «The Alpina») ist nach mehrmonatigem Australien-Aufenthalt zurück im Saanenland und hat schon wieder einen Job: Stefan Ludwig hat ihn für diesen Winter als «Resident Chef» im kleinen Viersterne-Hotel «The Mansard» an der Gstaader Promenade engagiert. Der bisherige Chef Tom Walter bleibt im Haus (13 Punkte). Göschel arbeitet bereits an der Winterkarte: «Ich möchte meine besten und bekanntesten Gerichte in einer etwas legereren Form präsentieren. Sie sollen mit Toms Küche harmonieren.» Wetten, dass es Martins berühmtes Langustino-Raviolo ins Angebot schafft? Auch Göschels Frau Sarah steigt wieder ein – im legendären «Eagle Ski Club» auf dem Wasserngrat. Bilder oben: v.l. Martin Göschel, Geny Hess, Leo Tobler.
«Fouquet’s» Paris? «Fouquet’s» Gstaad! Die Brasserie «Fouquet’s» an der Pariser Champs-Elysées (seit 1899!) ist weltberühmt, Superstar Pierre Gagnaire schreibt die Karte. «Filialen» gibt’s bereits in Mykonos, New York, Courchevel, Saint Barth – und jetzt auch in Gstaad: Das kleine Fünfsterne-Hotel «Ultima» ändert pünktlich zum 10. Geburtstag den Namen, heisst neu «Fouquet’s». Die «Groupe Barrière» übernimmt Zimmer, Suiten und Residenzen. Am Restaurant-Konzept ändert sich nichts: Ein Zuma-Pop-up ist nach erfolgreichem erstem Winter weiterhin der grosse kulinarische Magnet im Haus (14 Punkte).

Happy Birthday! Geny & Trudy Hess, Marie-Thérèse Chappaz (Mitte).

Spektakulär: Das Restaurant «Joseph’s» im Titlis Tower.

Spitzenküche: André Kneubühler und seine junge Brigade.
«Geny ist ein Genie!» 120 Gäste feierten auf dem Titlis den 80. Geburtstag von Geny Hess. Unter ihnen die besten Winzer der Schweiz: Dani und Martha Gantenbein, Marie-Thérèse Chappaz, Jean-Pierre Pellegrin, Anna-Barbara Kopp von der Crone und Denis Mercier. Die Liebeserklärung von Superstar Marie-Thérèse an den ersten Präsidenten der GaultMillau-Weinjury: «Geny Hess ist ein Genie. Er war der erste, der an die Qualität des Schweizer Weins geglaubt hat und für uns Winzer alles getan hat.» Applaus für den Engelberger, Applaus auch für den Chef im «Titlis Tower». Highlights im Menü von André Kneubühler (16 Punkte): Die Frischkäse-Ravioli aus der eigenen «Käserei» auf 3020 Metern. Das tiefrote Angus-Filet-Wellington mit Angus-Rindszunge im knusprigen Teig und atemberaubender Trüffelsauce, perfektioniert in fünf Ansätzen. Schwarzes Gold.
De Matos: Leo statt Bernat. Oscar de Matos holte für seine Bar einen spanischen Sternekoch nach Luzern. Lange blieb Bernat Bermuda nicht in der Stadt, aber die Nachfolge ist gut geregelt. Leo Tobler, im «Glou Glou» gross geworden und danach monatelang in Japan und Korea zwecks Weiterbildung unterwegs, übernimmt die Tapas-Bar «Gilda» und krempelt das Angebot um: Japanische statt spanische Tapas sind jetzt angesagt, täglich gibt’s ein kleines Mittagsmenü. Best of: Die japanischen Hacktätschli mit Currysauce. Die Gochujang-Käseschnitte. Und vor allem Leos fantastische Ramen-Suppe. Den frischen Wasabi für seine Tapas raffelt er von der Haifisch-Haut.
Fotos: Thomas Buchwalder, Adrian Ehrbar, Rémy Steiner, HO

