
Der Stolz des Fischers: Claudio Patierno und sein Riesenhecht.

Hecht im Sommer: Chef Maus schneidet ihn zum Carpaccio.
«Beaufort»: Ein Hecht zum Fürchten! Claudio Patierno ist so etwas wie der heimliche Star unter den Hobby-Fischern auf dem Vierwaldstättersee. Vieles, was er aus dem Wasser holt, wirft er postwendend wieder zurück. Einen ganz besonderen Fang brachte er aber an Land: Ein furchterregender Hecht, 17 Kilo schwer, 1.35 Meter lang! Abnehmer: Routinier Werner Maus, 14-Punktechef im «Beaufort» am Hafen von Brunnen. Der Belgier fand eine Lösung: «Ein riesiger Hecht muss ziemlich alt sein. Also schnitt ich die schönsten Stücke raus, servierte sie als Carpaccio, Tatar oder Ceviche». Weisse und grüne Spargeln gab’s dazu, Grapefruits und ein Dill-Öl. Die Gäste waren hin und weg. Bilder oben: v.l. Guy Savoy, Werner Maus, Sami Singh.
Höchste Ehre für Guy Savoy. «Wunderschöne Rache», titelte die New York Times, als die prestigeträchtige «Académie des Beaux-Arts» Guy Savoy als ersten Koch in der 110-jährigen Geschichte der Akademie feierlich in ihre Reihen aufnahm. Hintergrund: Guy, der auch einen Schweizer Pass und ein Chalet im Wallis hat, wurde vom Guide Michelin 2023 skalpiert; der dritte Stern war nach 21 Jahren plötzlich weg. Die Aufnahme in die «Académie des Beaux-Arts» war für den 73-jährigen Ritter der Ehrenlegion und für den Vertrauenskoch der französischen Präsidenten eine stille Genugtuung. Savoy erhielt im vergoldeten Kuppelbau im «Institut de France» einen Säbel, eine Gala-Uniform und jede Menge «Bravo»-Rufe. Er bedankte sich mit Spezialitäten aus seinem grossartigen Restaurant in der «Monnaie» von Paris: Eine Terrine aus 13 verschiedenen Fleischsorten und eiskalte, pochierte Austern in Gelatine.

Napoli in den Alpen: Die «Concettina ai Tre Santi» zu Gast in «The Alpina» Gstaad.
Gstaad: Warten auf De Bartolomeis. «The Alpina»-General Manager Nadine Friedli spannte dem Nachbarn und Mitbewerber «Le Grand Bellevue» unerschrocken den begabten Chef Francesco De Bartolomeis aus, braucht jetzt aber noch etwas Geduld: Der Mann aus den Abruzzen erfüllt im «Bellevue» korrekt den Vertrag, kümmert sich noch um die grossen Sommer-Caterings. Am 1. August geht’s dann aber los im «Alpina». Bis es so weit ist, übernehmen Guest Chefs die Brasserie Monti. Von 12. bis 28. Juni ist indische Küche angesagt. Chef Singh vom «The Johri Jaipur» will die verwöhnten Gstaader Gäste begeistern. Vom 27. Juli bis 24. August ist Pizza unter dem Sternenhimmel angesagt: Die «Concettina ai Tre Santi», in Napoli eine Kult-Pizzeria, feuert ein. Ciro Oliva, Inhaber in vierter Generation: «Pizza nach Gstaad bringen fühlt sich an, wie ein Stück Neapel in die Berge bringen!»
Fotos: Digitale Massarbeit, Roberto Salomone, HO

