Fotos: Fabian Häfeli
Möglichkeiten aus Abfall. Der 18. März ist der World Recycling Day: An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass Reste nicht bloss Abfall sind, sondern Möglichkeiten darstellen können. Zum Beispiel bei Heiko Nieder, Culinary Director im Swiss Deluxe Hotel The Dolder Grand in Zürich und stolzer Starchef-Ambassador von Nespresso Schweiz. Nieder serviert seinen Gästen im The Restaurant (19 Punkte, zwei Sterne) zum Abschluss des Menüs eine eigene spezielle Espresso-Mischung. Die gebrauchten Kapseln werden retourniert und in der Recyclinganlage des langjährigen Nespresso-Partners Groupe Barec in Moudon in einem aufwendigen Recyclingprozess aufbereitet. Das Aluminium wird vom Kaffeesatz getrennt, nach der Aufbereitung in den allgemeinen Aluminiumkreislauf zurückgeführt und zur Herstellung neuer Produkte verwendet. Auch für Privatkunden bietet Nespresso mit Recycling at Home Service ein ausgeklügeltes System an, bei dem gebrauchte Kapseln auf Wunsch sogar kostenlos zu Hause abgeholt werden. Grosses Bild oben: «Dolder»-Gärtner Andreas Kappes mit Heiko Nieder im «Blooms»-Garten.

Frisch geliefert: Gärtner Andreas Kappes und Starchef Heiko Nieder mit 600 Kilogramm Nespresso-Kompost.
1,2 Tonnen Dünger. Der Kaffeesatz wiederum wird mit Rinden und Laub fermentiert und als hochwertiger – und exklusiver! – Dünger wieder ins «Dolder Grand» geliefert. Nur ausgesuchte Partner erhalten diesen besonderen Kompost. «Als ich davon erfahren habe, wollte ich diesen Dünger unbedingt haben», sagt Heiko Nieder. Und fügt in seiner lockeren Art an: «Das Zeug ist super!». Immer im Frühling wird der Dünger nach Zürich gebracht: «Als Starter für die Saison», wie Heiko Nieder sagt. Rund 1,2 Tonnen des Pflanzen-Dopings sind an diesem Morgen in riesigen Säcken auf zwei Euro-Paletten geliefert worden. Jetzt macht sich Hotel-Gärtner Andreas Kappes daran, den Dünger auf dem umfangreichen, rund 2,5 Hektaren grossen Gelände des Luxushotels auszubringen.
Mehr Nährstoffe. Gärtner Kappes, der sich schon in der Bauphase des Hotels im Jahr 2006 um die Bepflanzung gekümmert hat und seither «der grüne Daumen im Haus» (Heiko Nieder) ist, erklärt den Einsatz und die Wirkung des Kompostes: «Wenn man ihn mit der Erde mischt, bekommt diese mehr Nährstoffe. Wir verwenden ihn aber auch als Abdeckung, um den Boden feucht zu halten und Unkraut zurückzudrängen.»

«Das Zeug ist super!»: Heiko Nieder mit einer Handvoll Pflanzen-Doping.

Start der Saison: Andreas Kappes und Heiko Nieder im «Blooms»-Garten.
Im kulinarischen Garten. Unterhalb der Bergstation der Dolder-Bahn befindet sich die grosse Gartenanlage, wo in wenigen Wochen wieder das vegetarische Restaurant Blooms unter freiem Himmel einziehen wird. Heiko Nieder und Andreas Kappes verteilen für den Fotografen etwas Dünger in einem der Beete und der Koch weist auf die grünen Blättchen hin, die in einem der anderen, meist noch brachliegenden, Beete schon spriessen. «Jetzt ist die beste Zeit für Portulak», sagt Nieder. Solange es kühl sei, schmecke das Kraut hervorragend. Abgesehen davon macht der kulinarische Garten zurzeit noch nicht viel her, das wird sich aber demnächst ändern. Rund 40 verschiedene essbare Pflanzen werden bis zum Beginn der Open-Air-Saison angepflanzt – von verschiedenen Wildkräutern über Heidelbeeren bis zu Bronzefenchel.

