
@paradise
Kein Etikettenschwindel! Im frechsten Bergrestaurant auf Findeln fühlt man sich tatsächlich wie im Paradies, und einen Engel hat es im Paradies natürlich auch: Loredana Zurbriggen ist die Strahlefrau «@paradise». Sie empfängt ihre Gäste herzlich und ist auch eine glänzende Verkäuferin: Auf der Sonnenterrasse (Matterhorn-Blick, Ibiza-Style, Hausfarbe türkisblau) isst und trinkt man immer ein wenig mehr, als man sich vorgenommen hat. Loredana ist gerade ziemlich gefordert: Ex-Weltcup-Rennfahrer Elia Zurbriggen, inzwischen ein perfekter Hüttenwart, zieht’s wieder in den Skizirkus zurück, ist an den Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana Rennchef für die Frauenrennen. Also schmeisst Lori daheim den Laden solo und bespasst auch noch ihre drei munteren Kids.
Die Zurbriggens haben einen starken Partner: Chef Markus Pössenberger steht mit nur einem Gehilfen in der kleinen Küche und macht sich das Leben wirklich nicht leicht. Er schraubt an den einzelnen Gerichten und geht unerschrocken seinen eigenen Weg: «Alpine Fusion» heisst sein Konzept, das manchmal verblüfft, manchmal verwirrt. «@paradise» serviert, was es in den anderen Zermatter Bergrestaurants weniger gibt: «Paradise»-Tapas, Easy Bowls, neu auch «Paradise»-Bagels, etwa mit Rohschinken, Burrata, Tomate, Rucola und Zitrone. Wir starteten steil: In Whisky gebeiztes und kleinteilig gehacktes Lammfleisch, in ein angenehmes, überhaupt nicht bitteres Petite-Arvine-Weinblatt gewickelt, mit Buchweizen. Die 08/15-Variante von Melonen mit Rohschinken ist für Pössenberger keine Option: Er setzt auf Wassermelonen, legt sie kurz auf den Grill. Prima. Manchmal übertreibt er es auch: Zum Saiblings-Ceviche gibt es Himbeer-Leche-de-tigre, Kokos, Mirin und Lime-Granita – mit dem Nachteil, dass sich der Fisch geschmacklich kaum mehr entfalten kann. Auch den Bucatini verpasst der weitgereiste Chef (Italien, Philippinen, Japan) einen besonderen und besonders guten Touch: Tomaten, Burrata, Basilikum, Piemont-Haselnüsse.
Wer es nicht so hat mit Tapas & Co., kann trotzdem sitzen bleiben. Ein paar Klassiker schaffen es schon noch auf die Karte: das Fondue von «Weltmeister» Florian Baer. Die sous vide gegarte Pouletbrust mit Risotto. Ein Onglet von Luma. Und vor allem das Lieblingsgericht des Chefs: Wiener Schnitzel (wellig, saftig, riesig) mit Kartoffelsalat und Preiselbeeren. Die Weinkarte beeindruckt. Die Walliser Winzer-Amazonen Marie-Thérèse Chappaz, Sandrine Caloz und Valentina Andrei haben darauf den Logenplatz, Ausflüge ins Bordeaux sind zu vernünftigen Preisen auch möglich.


Kein Etikettenschwindel! Im frechsten Bergrestaurant auf Findeln fühlt man sich tatsächlich wie im Paradies, und einen Engel hat es im Paradies natürlich auch: Loredana Zurbriggen ist die Strahlefrau «@paradise». Sie empfängt ihre Gäste herzlich und ist auch eine glänzende Verkäuferin: Auf der Sonnenterrasse (Matterhorn-Blick, Ibiza-Style, Hausfarbe türkisblau) isst und trinkt man immer ein wenig mehr, als man sich vorgenommen hat. Loredana ist gerade ziemlich gefordert: Ex-Weltcup-Rennfahrer Elia Zurbriggen, inzwischen ein perfekter Hüttenwart, zieht’s wieder in den Skizirkus zurück, ist an den Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana Rennchef für die Frauenrennen. Also schmeisst Lori daheim den Laden solo und bespasst auch noch ihre drei munteren Kids.
Die Zurbriggens haben einen starken Partner: Chef Markus Pössenberger steht mit nur einem Gehilfen in der kleinen Küche und macht sich das Leben wirklich nicht leicht. Er schraubt an den einzelnen Gerichten und geht unerschrocken seinen eigenen Weg: «Alpine Fusion» heisst sein Konzept, das manchmal verblüfft, manchmal verwirrt. «@paradise» serviert, was es in den anderen Zermatter Bergrestaurants weniger gibt: «Paradise»-Tapas, Easy Bowls, neu auch «Paradise»-Bagels, etwa mit Rohschinken, Burrata, Tomate, Rucola und Zitrone. Wir starteten steil: In Whisky gebeiztes und kleinteilig gehacktes Lammfleisch, in ein angenehmes, überhaupt nicht bitteres Petite-Arvine-Weinblatt gewickelt, mit Buchweizen. Die 08/15-Variante von Melonen mit Rohschinken ist für Pössenberger keine Option: Er setzt auf Wassermelonen, legt sie kurz auf den Grill. Prima. Manchmal übertreibt er es auch: Zum Saiblings-Ceviche gibt es Himbeer-Leche-de-tigre, Kokos, Mirin und Lime-Granita – mit dem Nachteil, dass sich der Fisch geschmacklich kaum mehr entfalten kann. Auch den Bucatini verpasst der weitgereiste Chef (Italien, Philippinen, Japan) einen besonderen und besonders guten Touch: Tomaten, Burrata, Basilikum, Piemont-Haselnüsse.
Wer es nicht so hat mit Tapas & Co., kann trotzdem sitzen bleiben. Ein paar Klassiker schaffen es schon noch auf die Karte: das Fondue von «Weltmeister» Florian Baer. Die sous vide gegarte Pouletbrust mit Risotto. Ein Onglet von Luma. Und vor allem das Lieblingsgericht des Chefs: Wiener Schnitzel (wellig, saftig, riesig) mit Kartoffelsalat und Preiselbeeren. Die Weinkarte beeindruckt. Die Walliser Winzer-Amazonen Marie-Thérèse Chappaz, Sandrine Caloz und Valentina Andrei haben darauf den Logenplatz, Ausflüge ins Bordeaux sind zu vernünftigen Preisen auch möglich.



