
Maison Wenger
Der GaultMillau hat Jérémy Desbraux als «Koch des Jahres 2026» ausgezeichnet. Wir würden es wieder tun: Das «Maison Wenger» im abgelegenen Le Noirmont ist jeden Umweg wert. Desbraux, geprägt von vielen Jahren im «Hôtel de Ville» in Crissier, kann sich auf sein riesiges, erstklassiges Küchenteam verlassen. Und auf zwei Profis an der Front: Seine Partnerin Anaëlle Rose, selbst gelernte Köchin, ist die umsichtige Gastgeberin, Antoine Sicard ein erstklassiger Sommelier mit britischem Humor. Er wacht über den riesigen Keller, seine Treffsicherheit beim Pairing ist beeindruckend.
Jérémy Desbraux empfängt uns mit zarten, frühlingshaften Häppchen mit reichlich Bärlauch: Toétché mit Felchen aus dem Lac Léman, Malakoff, Croissant mit Schinken, Cromesquis mit Schnecken, alle mit einer Prise «Ail des ours».. Das Brot wird im Haus gebacken, die vier verschiedenen Buttersorten stammen aus dem Nachbardorf Les Reussilles. Die weissen und grünen Spargeln sind in einem Gelee so schön angerichtet wie ein Schmuckstück, Enzian vom Crêt-du-Puy prägt die Vinaigrette. Herzmuscheln und Schwertmuscheln kommen in buttrigen Noten daher. Die Suppe mit Brennnesseln aus der Umgebung überzeugt uns genauso wie das Ei im Morchelmantel mit flüssigem Eigelb und leuchtend wie Orangensirup; eine Emulsion mit grünem Pfeffer überzieht das Ganze. Die Gnocchetti in Erbsenbrühe mit asiatischen Aromen sind eine Ode an den Frühling und passen hervorragend zum herrlichen Traminer vom Mont Vully von Christian Veyssaz, Cru de l'Hôpital, Môtier.
Weitere Highlights: ein perfekt gebratener Saibling in der Ballotine. Kalbsbries mit Waldmeister und betörender Sauce. Und ein bemerkenswert zartes Lamm in Paniermehl- und Kräuterkruste mit Senf; verglichen mit den anderen Gerichten im Menü ein handwerklich tadelloser, aber gar traditioneller Hauptgang.
Das Wine-Pairing beeindruckte: mal ein zehn Jahre alter Chardonnay aus dem Jura, mal ein Sherry Caberrubia Carrascal, mal ein trockener Jurançon.


Der GaultMillau hat Jérémy Desbraux als «Koch des Jahres 2026» ausgezeichnet. Wir würden es wieder tun: Das «Maison Wenger» im abgelegenen Le Noirmont ist jeden Umweg wert. Desbraux, geprägt von vielen Jahren im «Hôtel de Ville» in Crissier, kann sich auf sein riesiges, erstklassiges Küchenteam verlassen. Und auf zwei Profis an der Front: Seine Partnerin Anaëlle Rose, selbst gelernte Köchin, ist die umsichtige Gastgeberin, Antoine Sicard ein erstklassiger Sommelier mit britischem Humor. Er wacht über den riesigen Keller, seine Treffsicherheit beim Pairing ist beeindruckend.
Jérémy Desbraux empfängt uns mit zarten, frühlingshaften Häppchen mit reichlich Bärlauch: Toétché mit Felchen aus dem Lac Léman, Malakoff, Croissant mit Schinken, Cromesquis mit Schnecken, alle mit einer Prise «Ail des ours».. Das Brot wird im Haus gebacken, die vier verschiedenen Buttersorten stammen aus dem Nachbardorf Les Reussilles. Die weissen und grünen Spargeln sind in einem Gelee so schön angerichtet wie ein Schmuckstück, Enzian vom Crêt-du-Puy prägt die Vinaigrette. Herzmuscheln und Schwertmuscheln kommen in buttrigen Noten daher. Die Suppe mit Brennnesseln aus der Umgebung überzeugt uns genauso wie das Ei im Morchelmantel mit flüssigem Eigelb und leuchtend wie Orangensirup; eine Emulsion mit grünem Pfeffer überzieht das Ganze. Die Gnocchetti in Erbsenbrühe mit asiatischen Aromen sind eine Ode an den Frühling und passen hervorragend zum herrlichen Traminer vom Mont Vully von Christian Veyssaz, Cru de l'Hôpital, Môtier.
Weitere Highlights: ein perfekt gebratener Saibling in der Ballotine. Kalbsbries mit Waldmeister und betörender Sauce. Und ein bemerkenswert zartes Lamm in Paniermehl- und Kräuterkruste mit Senf; verglichen mit den anderen Gerichten im Menü ein handwerklich tadelloser, aber gar traditioneller Hauptgang.
Das Wine-Pairing beeindruckte: mal ein zehn Jahre alter Chardonnay aus dem Jura, mal ein Sherry Caberrubia Carrascal, mal ein trockener Jurançon.



