Innenansicht vom Restaurant Chappeli in Grenchen - GaultMillau
Restaurant

Chappeli

Allerheiligenstrasse 218
2540 Grenchen
Christoph Köhli
Preise: M 19.–/59.–D 54.–/92.–
Service: Terrasse/Garten, Parking, Rollstuhlgängig
Telefon: +41 32 653 40 40
American Express Cards Welcome

Bei «full house» in Restaurant und Garten stösst Christoph Köhlis Küche manchmal an ihre Kapazitätsgrenze. Doch selbst dann lassen Qualität und Perfektion nicht nach, und der von Partnerin Janine Hausmann souverän dirigierte Service läuft auch dann wie geschmiert.

Wir genossen draussen unter der mächtigen Linde einen Sauvignon blanc aus dem Johanniterkeller von Martin Hubacher in Twann. Dann zügelten wir nach drinnen zu Focaccia und fadem Hüttenkäse, bevor uns die vielversprechenden Entrees erreichten: ein mächtiges Markbein mit Brioche, Meersalz und frischem Salat aus dem eigenen Garten. Und genau gebratene Riesencrevetten mit geräuchertem Schinken und aromatischen weissen Spargeln. Aus dem «Chappeli-Menü» (5 feine Gänge für 98 Franken) genossen wir das pochierte Ei mit grünen Spargeln, hervorragendem Pulled Pork und geraspelter Belper Knolle – allein dieser Gang ist den Besuch auf dem Grenchenberg wert. Mit Fleisch oder Fisch hat Köhli nie Probleme und kombiniert sie geschickt: das Entrecote vom Sommerreh mit Stock, Eierschwämmli und Frühlingsgemüse. Und das mächtige Rindsfilet mit Streichholzkartoffeln und jungem Gemüse – beides meisterlich gemacht.

Die sechs Käse kamen leider zu warm auf den Tisch; die karamellisierten Haselnüsse passten aber wunderbar. Sie passten auch zur aromatischen Himbeerglace. Die gut assortierte Weinkarte mit hervorragenden Crus von Doppelmagnum- bis Dreiachtel-Abfüllungen macht einem die Wahl ziemlich schwierig. Doch der «Monprivato» aus Castiglione Falletto, mit dem das Weingut Giuseppe Mascarello seit mehr als hundertfünfzig Jahren seinen Ruf im Barolo-Gebiet zementiert, war ein perfekter Begleiter.