
Berghotel Trübsee
«#High Cuisine» schreiben die Titlisbahnen auf ihrer Webseite. Eine kleine Überraschung, denn bisher hielten es die Bähnler eher mit Bratwurst, Älplermagronen und Selbstbedienung, in ordentlicher Qualität, aber nicht sehr aufregend. Schnee von gestern: Das «Atelier Hess» auf Trübsee und seit Mai das «Joseph’s» im «Titlis-Tower» auf dem Gipfel sollen die Foodies glücklich machen.
Im «Tower» ist alles klar: André Kneubühler hat einen Traumstart hingelegt; er ist im GaultMillau auf Anhieb mit 16 Punkten gelistet. Im «Atelier Hess» ist vieles unklar: Chef Nicholas Lundgren, in Stockholm geboren, um die Welt gereist, zieht runter ins Dorf, übernimmt im Auftrag des neuen Besitzers Tobias Meyer («Galliker», Luzern) die Küche im «Schweizerhaus», nimmt die komplette Brigade gleich mit. Dumm gelaufen. Aber die Suche nach einem Nachfolger ist im Gang.
Nicos Küche auf Trübsee bleibt in bester Erinnerung. Die Gäste eroberte er bereits mit seinen Starters: Kartoffel-Fladenbrot mit Felchenrogen und Sauerrahm. Onsen-Ei mit Kartoffelschaum. Rindstatar mit geräuchertem Mark und überraschender Sauce Vierge. Oder auch «Mussels in the Mountain» für den Boxenstopp zwischen zwei Abfahrten im wunderschönen Skigebiet: Miesmuscheln, Weisswein, Kräuter, Kartoffel-Aioli, Pommes Allumettes. Der Schwede gab auch für die Hauptspeisen alles. Der Kabeljau aus seiner Heimat ist gewissermassen der «Königsgang». Perfekt grilliert, schneeweisse Lamellen, Seegras, Meeresfenchel und vor allem eine richtig gute Dashi Beurre blanc. Zwei andere Gänge haben noch etwas Luft nach oben: Die «Fazzoletti» mit überraschender Pilz-Duxelle waren höchstens lauwarm; Pasta muss heiss sein! Mit der Ente, eigentlich viel gerühmt, tappte er in die «sous-vide»-Falle: Der glasierten Entenbrust fehlte es an Power, «sous-vide» und «sous-assaisonné» (unterwürzt) gewissermassen. Wir trösteten uns mit einem Glas Pinot Noir «Rosenberg» von Manuel Tresch.


«#High Cuisine» schreiben die Titlisbahnen auf ihrer Webseite. Eine kleine Überraschung, denn bisher hielten es die Bähnler eher mit Bratwurst, Älplermagronen und Selbstbedienung, in ordentlicher Qualität, aber nicht sehr aufregend. Schnee von gestern: Das «Atelier Hess» auf Trübsee und seit Mai das «Joseph’s» im «Titlis-Tower» auf dem Gipfel sollen die Foodies glücklich machen.
Im «Tower» ist alles klar: André Kneubühler hat einen Traumstart hingelegt; er ist im GaultMillau auf Anhieb mit 16 Punkten gelistet. Im «Atelier Hess» ist vieles unklar: Chef Nicholas Lundgren, in Stockholm geboren, um die Welt gereist, zieht runter ins Dorf, übernimmt im Auftrag des neuen Besitzers Tobias Meyer («Galliker», Luzern) die Küche im «Schweizerhaus», nimmt die komplette Brigade gleich mit. Dumm gelaufen. Aber die Suche nach einem Nachfolger ist im Gang.
Nicos Küche auf Trübsee bleibt in bester Erinnerung. Die Gäste eroberte er bereits mit seinen Starters: Kartoffel-Fladenbrot mit Felchenrogen und Sauerrahm. Onsen-Ei mit Kartoffelschaum. Rindstatar mit geräuchertem Mark und überraschender Sauce Vierge. Oder auch «Mussels in the Mountain» für den Boxenstopp zwischen zwei Abfahrten im wunderschönen Skigebiet: Miesmuscheln, Weisswein, Kräuter, Kartoffel-Aioli, Pommes Allumettes. Der Schwede gab auch für die Hauptspeisen alles. Der Kabeljau aus seiner Heimat ist gewissermassen der «Königsgang». Perfekt grilliert, schneeweisse Lamellen, Seegras, Meeresfenchel und vor allem eine richtig gute Dashi Beurre blanc. Zwei andere Gänge haben noch etwas Luft nach oben: Die «Fazzoletti» mit überraschender Pilz-Duxelle waren höchstens lauwarm; Pasta muss heiss sein! Mit der Ente, eigentlich viel gerühmt, tappte er in die «sous-vide»-Falle: Der glasierten Entenbrust fehlte es an Power, «sous-vide» und «sous-assaisonné» (unterwürzt) gewissermassen. Wir trösteten uns mit einem Glas Pinot Noir «Rosenberg» von Manuel Tresch.


