Chef Arturos grosse Chance. La Famiglia Mantegazza gönnt sich ein Top-Restaurant an bester Lage: «Meta», an der berühmten Piazza Riforma. Der junge Chef Arturo Fragnito hat alle Freiheiten und Möglichkeiten. Das Geld wird zwei Etagen tiefer verdient, in den hyperbelebten Strassencafés «Federale» und «Sass»; das «Sass» ist der Geheimtipp in der Stadt. Fragnito muss nur eines: Die hohen Ansprüche der Besitzer erfüllen. Das gelingt ihm ganz gut, auch wenn noch nicht jeder Schuss ein Treffer ist.

S, Lugano, TI

Luxus-Spaghetti, mit Sake und Kaviar.

Arturo Fragnito, Chef Meta Meta, Lugano, TI

Der Chef im «Meta» Lugano: Arturo Fragnito.

Ricciola all’Acqua Pazza

Verführerisch: Ricciola all’Acqua Pazza.

Kleine Wachtel, grosse Küche. In «Arthur’s Tasting Menu» sind ein paar Gänge drin, die begeistern. Die Wachtel (aus Frankreich, grosses Bild oben) beispielsweise. Die muss man erst entdecken, denn sie liegt gut versteckt unter einer Schicht Randen. Die Brust ist mundgerecht vorgeschnitten. Kennt man sonst nur aus dem Altersheim, aber taucht so die einzelnen Stücke vergnügt in die intensive Sauce. Den Schenkel gibt’s separat, knusprig und als Fingerfood inszeniert. «Coccolare i clienti», nimmt sich Chef Arturo vor; mit der auch optisch starken Wachtel-Nummer gelingt ihm das ganz gut. Einen zweiten «Feel good»-Gang liefert er gleich nach: «Spaghettone» von Gentile, mit reichlich Kaviar und überraschender Sake-Sauce. Die Pasta wird im Gegensatz zum Originalrezept warm serviert; finden wir prima.

Meta Lugano

Das «Meta» an der Piazza ist der neue, elegante Hotspot in Lugano. 

The place to b. Der junge Chef aus Kalabrien hat auch Humor. Zeigt sich im Hauptgang: Eine elegante, perfekt gebratene Tranche vom «Maialino Svizzero» wird mit Radicchio und Cipolle Rosse serviert, aber dabei bleibt es nicht: Als neckischer Abschluss wird ein Dim Sum in kleinstmöglicher Form serviert, mit Schweinefleisch und in einem Schweinsbouillon. Der war etwas süss, hätte ein spicy Element verdient. Zwei Gänge waren gut, aber nicht sehr gut: Die Ricciola in «Aqua Pazza» (Tomatenwasser), angenehm im Geschmack, aber äusserst seltsam und kundenunfreundlich geschnitten. Und die Aragostella mit Pata Negra, Kohlrabi und geschäumter Bisque. Da fehlte es noch ein wenig an Leichtigkeit und Eleganz. Der Patissier weiss, was im Frühling v^Spass macht: Erdbeeren, Rahm und Lime, «Latte e Biscotti». Zusätzlich zum Menü liegt ein angenehmes à la carte-Angebot auf. GaultMillau-Rating: 16 Punkte.

www.metaworld.ch
 

 

Created with Sketch.  | The Place to b.

Die GaultMillau-Tester stellen im Auftrag der UBS jede Woche einen «Place to b.» vor: Adressen für den gepflegten Businesslunch, für den Brunch am Wochenende, für ein Essen mit Freunden, für Trendsetter & Entdecker, für Verliebte. Bereits erschienene «Tipps der Woche» finden Sie hier