Fotos: Stefan Matzke

Weltstars & Titelbild-Helden. Einmal im Jahr lädt die Schweizer Illustrierte Freunde und Partner zum «Golf Cup» ein, diesmal auf die wunderschönen Fairways von Engelberg. Weltstars und Titelbild-Helden sind immer dabei: Maria Walliser, Pirmin Zurbriggen, Daniel Yule, Mark Streit & Co. Wenig verwunderlich, dass eine von ihnen abräumte: Dominique Gisin! Die Abfahrts-Olympiasiegerin 2014 von Sochi war die Birdie-Queen, gewann zusammen mit Monja Mätzler, Alessandro Seralvo und Nicole Knecht (Cornèrcard) die Brutto-Wertung. Dominique bescheiden: «Monja war in unserem Team der Star. Sie spielt fantastisch.» Bilder oben v.l. Dominique Gisin, Maria Walliser, Pirmin Zurbriggen.
 

Im Winnerflight: Olympiasiegerin Dominique Gisin. Neue Leidenschaft: Windsurfen auf dem Urnersee.

Im Winnerflight: Olympiasiegerin Dominique Gisin. Neue Leidenschaft: Windsurfen auf dem Urnersee.

Windsurfen & Tochter Zoe. Gisin auch im Golf auf Platz 1? Eine Überraschung ist das nicht. Dominique, in Engelberg zu Hause und im Verwaltungsrat der Titlis Bahnen, tritt mit beeindruckendem Handicap 10.8 an, hält in ihrem Club den Scramble-Platzrekord. Zum Golfen kommt sie gerade selten: «Meine kleine Tochter Zoe spielt noch nicht Golf. Deshalb ist in der Familie gerade Windsurfen auf dem Urnersee angesagt. Die Pilotin und ihr Mentaltrainer Dr. Christian Marcolli sind auch als Keynote-Speaker noch immer gefragt: «Wir wurden über 400 Auftritte gebucht, uns macht es noch immer Spass.» Themen: Mentale Stärke, Resilienz.

Kitesurfer Daniel Yule. Zweiter «Wellenreiter» im Teilnehmerfeld: Daniel Yule, mit sieben Weltcup-Siegen der erfolgreichste Schweizer Slalomfahrer. Der stellte sein Training um, reiste für zwei Monate ins spanische Kitesurfer-Paradies Tarifa: Surfen, an der Kondition arbeiten, Spanisch lernen. Pirmin Zurbriggen reiste mit Verspätung an, besuchte erst den Trauergottesdienst für Roland Collombin: «Ein fantastischer Abfahrer, eine Generation vor mir. Die Abdankung war ungewöhnlich, passte aber zu seinem Leben. Erst der Gottesdienst und eine hervorragende Rede von Dölf Ogi. Dann draussen vor der Kirche Party-Stimmung, DJ, Rolling Stones-Songs.»
 

Handicap unter Null! Skirennfahrer Semyel Bissig war der beste Golfer am Schweizer Illustrierte Golf Cup (Hcp + 1,7).

Handicap unter Null! Skirennfahrer Semyel Bissig war der beste Golfer am Schweizer Illustrierte Golf Cup (Hcp + 1,7).

Sensations-Handicap +1.7! Der beste Golfer im Feld: Semyel Bissig vom GC Lucerne. Der Slalom- und Riesenslalomspezialist ist bei Swiss Ski zwar grandios aus dem Kader geflogen, glaubt aber nach wie vor an seine Chance, bereitet sich auf die neue Saison vor: «Harte Sache», sagt Semyel, «nach dem harten Training ist nicht Erholung angesagt. Dann muss ich Ski präparieren und Kanten schleifen. Einen Servicemann kriegen nur die Kaderangehörigen.» Dafür läuft’s auf dem Golfplatz: Semyel hat nach nur neun Jahren ein Sensations-Handicap von +1.7. Das schafft eigentlich nur ein Profi.

«Hallelujah» und noch viel mehr: Bastian Baker begeisterte in Engelberg. Auch unplugged.

«Hallelujah» und noch viel mehr: Bastian Baker begeisterte in Engelberg. Auch unplugged.

Geheimnis gelüftet: Bastian Baker! Beim «SI Golf Cup» gehört ein Showact dazu. Wer steht diesmal auf der Bühne? Das Geheimnis wurde bereits am späten Nachmittag gelüftet: Der smarte Fribourger Singer Songwriter Bastian Baker wurde im Spa entdeckt und stand dann prompt im beeindruckenden Jugendstil-Saal auf der Bühne. Mitsingen, mitklatschen und schliesslich Bastians «Hallelujah», frei nach Leonard Cohen - ein Hühnerhaut-Moment.

«Das ist ein Notfall.» Die Schweizer Illustrierte-Community feierte erstmals in Engelberg und war begeistert: Traumhafter Golfplatz mitten in der Bergwelt, Traumhotel mitten im Dorf: Das Kempinski Palace! General Manager Andreas Magnus und sein griechischer Küchenchef Stefanos Iadonnidis gaben alles. Ohne Schrecksekunde ging’s allerdings nicht ab. Minutenlange, schrille Lautsprecherdurchsage in vier Sprachen, mitten im Hauptgang: «Das Hotel muss evakuiert werden. Verlassen Sie das Gebäude über die Notausgänge.» Ein klassischer Fehlalarm. Die Gäste konnten sich schnell wieder Stefanios geschmortem Kalbsbäggli und dem fantastischen Dessertbuffet («Siropiasta») widmen. Geny Hess, der Präsident der GaultMillau-Weinjury, liess dazu die perfekten Flaschen entkorken: «Les Cailloutis» etwa, den grossen Pinot Noir des jungen Neuenburger Winzers Morgan Meier.