Schweizer und französische Gerichte. Der Name «Rubina» passt perfekt. Denn das Haus, in dem das 2010 eröffnete Restaurant im Zürcher Hochschulquartier untergebracht ist, leuchtet strahlend rot. Die Gäste? Ein bunter Mix aus Unidozenten und Geniesserinnen, Quartierbewohnerinnen und Weinfans, die sich gerne von den Gastgebern (und Lebenspartnern) Désirée Eggli und Tobias Kern verwöhnen lassen. Was kommt auf den Tisch? Mit «Schweizer Genussküche mit französischem Flair» wird der Stil des Hauses auf der Homepage beschrieben.
Saisonal, und falls gewünscht auch vegi. Weil die Karte alle paar Wochen wechselt, sind die Gerichte stets merklich saisonal: Im Vorsommer etwa werden als Vorspeisen entweder gebeizter Alpenlachs mit Spargelsalat an frischem Zitronen-Pfefferminz-Pesto angeboten. Oder aber eine Morchelterrine mit lauwarmem Lauchsalat mit Rhabarber, Erbsen und Estragon. Die Gerichte sind abwechslungsreich, so hat man bei den Hauptgängen die Auswahl zwischen Flat-Iron-Tagliata mit Olivenbutter, Bohnen, Kapern, eingelegten Zwiebeln & gebratenen Kartoffeln. Oder Doradenfilet an Sauce Vierge mit Kräuter-Zucchetti & Zitrus-Risotto. Auch Vegi-Varianten gehören zum Angebot.

Serviert wird auch das Lieblingsgericht des Vaters von Gastgeberin Désirée Eggli: paniertes Kotelett mit Nüdeli.
Als Alternative? «Rubina»-Klassiker. Und wenn die je drei Vorspeisen, Hors-d'Oeuvre, Hauptgänge oder Desserts mal doch nicht passen? Dann greift man auf die Rubina-Klassiker aus dem A-la-carte-Angebot zurück. Dazu gehört natürlich das Apéro-Plättli mit Muotathaler Landrauchschinken, Käsemousse und eingelegtem Gemüse. Oder das panierte Schweinskotelett mit gebutterten Nüdeli und Gemüse, das ebenfalls schon seit Beginn auf der Karte steht.
In Gedenken an Gastrojournalist Eggli. Paniertes Schweinskotelett mit Nüdeli? Es ist die absolute Hausspezialität – denn bei Désirée Egglis Vater handelt es sich um den verstorbenen Gründer des Gastromagazins «Salz&Pfeffer» Daniel Eggli. Das Kotelett war das absolute Lieblingsgericht des versierten Gastrokritikers. Es ist allerdings fest davon auszugehen, dass der er durchaus auch an all anderen Speisen hier im «Rubina» seine helle Freude gehabt hätte.

Soulfood à la «Rubina»: Tagliata «Niçoise» mit Olivenbutter & Bohnen.

Soulfood à la «Rubina»: Lammkoteletts «Provençale» mit Rosmarinjus & gebratenem Gemüse.

Soulfood à la «Rubina»: Schokoladen-Ganache-Tarte mit Himbeere & Fleur de sel.
Place to. B. Abends stellt sich die Kundschaft ihr 3- oder 4-Gangmenü selbst zusammen. Und geniesst dann bei gutem Wetter ein perfektes Dinner auf dem Kiesplatz vor dem Haus unter Platanen. Idealerweise begleitet von einem Glas Wein aus der Karte, die auf die Schweiz und Frankreich fokussiert. Doch auch mittags kommt man dort auf seine Kosten: Dann werden für rund 30 Franken marktfrische Tagesgerichte inklusive Salat oder Suppe angeboten. Haben wir schon erwähnt, dass der Name «Rubina» perfekt zur Location passt? Das Restaurant ist für Geniesserinnen und Geniesser erstens ein Juwel. Und die Grossmutter von Désirée Eggli hiess, zweitens, mit Nachnamen «Rubin». Aktuelles GaultMillau-Rating: 14 Punkte.
Die GaultMillau-Tester stellen im Auftrag der UBS jede Woche einen «Place to b.» vor: Adressen für den gepflegten Businesslunch, für den Brunch am Wochenende, für ein Essen mit Freunden, für Trendsetter & Entdecker, für Verliebte. Bereits erschienene «Tipps der Woche» finden Sie hier.

