Schatzkammer mit 29’000 Flaschen. Schweizer Weine, so dachte man früher, trinkt man idealerweise bald nach der Ernte. Dass diese Mär inzwischen als überholt gilt, ist nicht zuletzt der Verdienst von «Mémoire des Vins Suisses». Die Vereinigung versammelt die rund 60 besten Winzerinnen und Winzer des Landes. Getragen wird sie von der festen Überzeugung, dass echte Topweine ihren höchsten Genuss erst nach einer gewissen Lagerung bieten. Darum geben die Weingüter jedes Jahr ihren charakteristischsten Tropfen in die Schatzkammer, damit man diese zum perfekten Zeitpunkt geniessen kann. 29’000 Flaschen sind zurzeit gelagert, gut 3’500 kommen pro Ernte dazu. Das vielleicht Schönste daran? Jedes Jahr werden einige dieser Weine aus der Schatzkammer geholt und geöffnet. Das nächste Mal am Montag, 9. März von 16 bis 19 Uhr im «Lakeside» in Zürich. Bild oben: Marie-Thérèse Chappaz, Martin Donatsch und Christian Vessaz (v.l.).

Kopp von der Crone Visini, Barbara Kopp und Paolo, Barbengo, TI

Auch ihre Weine kann man im «Lakeside» probieren: Anna Barbara von der Crone und Paolo Visini.

Von Donatsch bis Chappaz. Am grossartigen Anlass sieht man dann, wie ein Pinot Noir von der «Maison Carrée» in Auvernier NE oder der Completer «Malanserrebe» von Donatsch aus der Bündner Herrschaft sich mit zunehmender Reife zeigt. Weitere grosse Produzentennamen im Line-up: Christian Vessaz, Catherine Cruchon, Marie-Thérèse Chappaz, Anna Barbara von der Crone und Paolo Visini. Wie angedeutet: Eine solch aussergewöhnliche Gelegenheit bietet sich nur einmal pro Jahr. Vinophile Geniesser, die am Montagnachmittag also noch nichts vorhaben, sollten unbedingt ins «Lakeside» nach Zürich.

>> Montag, 9. März 2026, 16 bis 19 Uhr. Anmeldung, weitere Informationen und Degustationsnotizen älterer Jahrgänge unter www.mdvs.ch.