Fotos: Olivia Pulver
«140 Jahre Innovation.» Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu zeigen, ist das Vorhaben von Mercedes, zusammen mit Cornèrcard Presenting Partner der GaultMillau Garden Party. Um das Vorhaben umzusetzen, wurde ein immenser Aufwand betrieben. Auf dem Rasen stehen deshalb drei Fahrzeuge, die drei verschiedene Zeitdimensionen abbilden. «Schliesslich feiern wir 140 Jahre Innovation», sagt Dirk Adelmann, der neue CEO von Mercedes-Benz in der Schweiz. Für die Vergangenheit steht ein 300 SL, der einem privaten Schweizer Sammler gehört. Die Gegenwart symbolisiert die Mercedes-Maybach S-Klasse als fahrender Filmstar aus dem Hollywood-Hit «Der Teufel trägt Prada 2» und die Zukunft stellt der Vision Iconic 6 dar, eine Studie des früheren Design-Chefs der Marke, Gorden Wagener. Grosses Bild oben: Markenbotschafter Silvio Germann, Guy Ravet, Marco Campanella und Dirk Adelmann, CEO Mercedes-Benz Schweiz (v.l.n.r.)

Hier spielt die Musik: der selbstspielende Flügel Noé von Steinway und die Mercedes-Designstudie Vision Iconic 6.
Flügel für eine halbe Million. Keine Zukunftsmusik spielt hingegen der gleich danebenstehende Flügel des legendären Pianoherstellers Steinway & Sons. Nach Bad Ragaz kam das gute Stück dank des Zürcher Traditionshauses Musik Hug. Der mit dem französischen Designer Noé Duchaufour-Lawrance entwickelte Flügel ist mit einem selbstspielenden KI-System ausgerüstet, das einem die besten Musiker der Welt sozusagen in die eigene Stube holt. So ist es zum Beispiel möglich, ein Konzert des Starpianisten Lang Lang über einen Bildschirm live zu sehen, während gleichzeitig der Steinway-Flügel die Musik absolut originalgetreu wiedergibt. An dem auf 88 Stück limitierten Noé hängt allerdings ein grosses Preisschild: Eine halbe Million Franken kostet das ausgeklügelte musikalische Deisgnstück. Günstigere selbstspielende Flügel gibt es bei Steinway ab 170'000 Franken, zum Preis also eines gut ausgestatteten Mercedes aus der obersten Hubraumklasse.

Ein Hauch von Hollywood: der Mercedes-Maybach aus «Der Teufel trägt Prada 2».

«140 Jahre Innovation»: Mercedes-Schweiz Chef Dirk Adelmann vor dem historischen 300 SL.
Von der Sonne verwöhnt. Damit fährt zurzeit gerade Mercedes-Markenbotschafter Silvio Germann: «Für zwei Wochen steht bei mir ein Mercedes-AMG SL Roadster mit V8 in der Garage», erzählt der «Mammertsberg»-Chef (18 Punkte). «Ich wollte zur Abwechslung etwas, das Wrrrummm macht», so Germann lachend. Nur eine Klimaanlage wie im Mercedes vermisst der sympathische Luzerner an seinem Stand direkt am Pool, der von der Sonne besonders verwöhnt wird. «Man muss die Hitze einfach ignorieren», findet gleich daneben sein Kollege Marco Campanella, dem gerade von einer freundlichen Dame etwas Luft zugefächert wird. Der 19-Punkte-Koch aus dem «La Brezza» im Swiss Deluxe Hotel Eden Roc in Ascona blickt nach der Garden Party bereits dem nächsten Höhepunkt entgegen – er bekommt demnächst ein neues Auto: «Ich freue mich bereits auf meinen elektrischen Mercedes GLC in Alpingrau», sagt Campanella.

Fischsauce aus Wolfsbarsch-Abschnitten: Starchef Guy Ravet.

Keine Klimaanlage: Silvio Germann (l.) mit seinem Team.
Ravets hausgemachte Fischsauce. Der dritte Markenbotschafter im Bunde ist Guy Ravet, der wie seine beiden Kollegen regelmässig zu Hause Gerichte zubereitet, welche in kurzen Videos die einfachere Seite seiner Kochkunst zeigen («Simplement Guy») – zum Beispiel einen Thai Beef Salad. An der Garden Party aber spielt der 17-Punkte-Chef aus dem Grand Hôtel du Lac in Vevey virtuos auf der Klaviatur der Kochkunst und macht aus dem simplen Salat ein komplexes Gericht für die anspruchsvollen Gäste der Garden Party: «Wir haben aus Wolfsbarschabschnitten unsere eigene Fischsauce hergestellt und damit den Salat mariniert», erklärt Ravet. Schweizer Rindsfilet wurde ausserdem auf japanischer Binchotan-Kohle grilliert und dann sous-vide gegart. Genau richtig für Mercedes-CEO Dirk Adelmann: «Ich bin der einzige Omnivore in der Familie. Zu Hause essen wir vegetarisch, aber mit richtig gut grilliertem Fleisch macht man mir immer eine grosse Freude!» Restlos begeistert hat Adelmann auch seine erste Garden Party: «Das ist legendär!», so sein kurzes euphorisches Fazit.

