Text: GaultMillau Schweiz I Fotos: David Künzler
«Wir sind stolz auf Chef Andrea!» Andrea Spitaleri, ein Hüne von Gestalt, ist die Ruhe selbst, geht auch immer wieder raus ins Restaurant. Selbstverständlich ist das nicht: An schönen Sommertagen drängen schon mal 160 Gäste auf die beiden grossen Terrassen mit Blick über den Zugersee. Andrea ist stresserprobt, kennt den Dichtestress: Er hat fünf Jahre lang in der «Chesa Veglia» in St. Moritz gearbeitet. Und: «Auf meine drei Köche kann ich mich verlassen. Wir kommen alle aus Sizilien.» Der Service auch: «La Famiglia» packt zu, und alle sind sich einig: «Wir sind stolz auf Chef Andrea!» Zu Recht. 13 GaultMillau-Punkte. Bild oben: Andrea Spitaleri mit Partnerin Sona Halmova.

Papardelle dello Chef, mit Rindsfiletstreifen, Steinpilzen und Trüffel.

Schlüssel Da Andrea: Prima Pasta und freie Sicht über den Zugersee.

Filetto di Coregone. Der Chef serviert auch Felchen aus dem Zugersee.
Acquerello: Die volle Ladung. Der «Schlüssel» ist alles: Ristorante, Pizzeria – und Fleischhochburg: Im Trockenschrank reifen Rinderrücken und riesige Tomahawks. Der Risotto Carnaroli Acquerello gehört zu den Bestsellern und kriegt die volle Ladung auf den riesigen Teller: Asparagi verdi (Spargeln), Gamberi, hauchdünne Tranchen von geräuchertem Tonno. Auch den Vitello «Tonnato a Modo Nostro» können wir empfehlen: Scheibenweise Kalbfleisch und Tuna, dazu eine elegante Tuna-Sauce. Die Ravioli sind überraschend mit Kartoffeln und Caciocavallo-Käse gefüllt, dazu gibt’s Parmesansauce und Rucola-Pesto. Auch bei den Gnocchetti hält sich der Chef nicht zurück: «Ragout di Polpo e Gamberi» wie am Mittelmeer, Safran in der Sauce.

Neu im GaultMillau! Chef Andrea Spitaleri feiert mit Salvatore Genovese, Pietro und Carmen Bulla.

Eine Spezialität im Schlüssel: «Tonnato a modo nostro». Vitello tonnato mit eleganter Tuna-Sauce.
Coregone im Retro-Style». Die Fischer am Zugersee haben es nicht gerade einfach. Aber bei Dani Schwendeler aus dem nahen Arth zappeln immerhin noch verlässlich Felchen im Netz. Im «Schlüssel» kriegen wir die «Coregone» im «Retro-Style», mit Mandelsplittern, kleinen Kartoffeln und Spinat; sie sind wunderbar saftig, und wir würden sie wieder bestellen. Alternativen aus dem Meer: Seezunge vom Grill, Steinbutt & Gamberi «alla siciliana». Sizilianisch auch der Abschiedsgruss aus der Küche: ofenfrische Cannoli, mit Pistazien und Schoko in der frittierten Teigrolle. Begehbarer, attraktiver Weinkeller hinter Glas, auf 18 Grad gekühlt.
