Übungsabbruch in Abländschen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als…: Thomas Frei, der Pächter des Bergrestaurants «Zur Sau» im abgelegenen Abländschen und sein Starchef Nicolas Darnauguilhem fanden keinen Weg, das gemeinsame Projekt auch wirtschaftlich auf eine vernünftige Basis zu führen. Also kommt es jetzt zur Trennung.  An der Performance am Herd lag’s nicht: «Kochen kann er!», sagt Frei. Die beiden Chefs Victoria Tcheng und Jules Mechadou übernehmen, konzentrieren sich aufs Bistro und schreiben bereits an ihrer Wildkarte. Bild oben: v.l. Nicolas Darnauguilhelm, Simon Bantle, Pascal Steffen.

Park Hyatt: Neuer Chef, neues Konzept. Das Park Hyatt Zürich hat einen neuen General Manager: Marc Epper, zuvor mit grossem Erfolg der Boss im Mandarin Oriental München. Seine grosse Challenge: Was passiert im Restaurant? Mit welchem Konzept will er gegen die mächtige Konkurrenz in der Stadt bestehen? Massnahme No. 1: Der furchterregende Name «Parkhuus» verschwindet, man tafelt künftig im «Florea». Massnahme No. 2: Simon Bantle wird neuer Küchenchef. Seine Referenz: Jobs bei Claus-Peter Lumpp im Hotel Bareiss in Baiersbronn und bei Tristan Brandt im «Epoca» Flims. Das «Florea» versteht sich als eine Art Schweizer Markplatz, im Mittelpunkt steht das Beste aus dem Alpenraum. Wir reservieren mal einen Tisch.

www.parkhyattzurich.com

 

Malediven Insel

Pascal Steffens «Residency»: «The Halycon Privates Isles Maldives». Kochen mit lokalen Produkten.

Steffen ist reif für die Insel. «Green Chef» Pascal Steffen vom Basler «Roots» hebt ab. Er fliegt an den Indischen Ozean, kocht anfangs Oktober in «The Halycon Privates Isles Maldives». Die Herausforderung: Der 18-Punktechef muss sich der Realität eines abgelegen Inselatolls stellen. Arbeiten mit frischem Fisch aus den umliegenden Gewässern, mit Kräutern und Gemüse aus dem Insel-Garten. Steffen wird während seiner einwöchigen «Residency» in den beiden Restaurants des Resorts kochen, aber auch auf einer einsamen Sandbank und unter dem Sternenhimmel. «Ich freue mich, eine neue Welt zu entdecken», sagt der Luzerner.

www.marriott.com

 

Atelier Hess, Nicolas Lundgren (3.v.l) – Küchenchef & Lucas Fiorenza (2.v.l.) – Souschef, Engelberg

Das Atelier Hess auf Trübsee sucht einen neuen Chef. Nicolas Lundgren (Zweiter von links) wechselt runter ins Dorf, übernimmt das «Schweizerhaus».

Ein Schwede fürs «Schweizerhaus». Unternehmer Tobias Meyer («Sven Air») hat zunehmend Spass an der Gastronomie. Der gmögige Weinfreak hat in Luzern das ehrwürdige Wirtshaus Galliker zu neuem Glanz geführt und nun auch das «Schweizerhaus» in Engelberg übernommen. Den Chef für sein neues Restaurant schnappte er den Titlis-Bergbahnen weg. Nicolas Lundgren übernimmt! Der wilde Schwede hat im «Atelier Hess» auf Trübsee einen prima Job gemacht und das Bergrestaurant mit kühnen Kreationen schnell in den GaultMillau geführt (14 Punkte). Das Konzept fürs «Schweizerhaus» (ab 1. Dezember): Eine klassische Karte mit Cordon bleu und Kalbsleberi, dazu «Nico’s Specials», ein paar kreative Gerichte des Chefs.

www.schweizerhaus.ch

 

Die Segmüller-Connection wagt sich über die Kantonsgrenze. Neues Projekt «Kesselhaus» in Cham. A family affair: Markus und Daniela Segmüller mit Tochter Annina.

Die Segmüller-Connection wagt sich über die Kantonsgrenze. Neues Projekt «Kesselhaus» in Cham. A family affair: Markus und Daniela Segmüller mit Tochter Annina.

Wechsel in der Bodega Española. Die Bodega im Zürcher Niederdorf ist Kult, der Gastgeber David Martinez ebenfalls. Jetzt kommt es zu einem Wechsel: David verabschiedet sich aus gesundheitlichen Gründen, Miguel Ramos vom «Gattopardo» ist der erfahrene neue Chefkoch. Unternehmer Markus Segmüller wagt sich erstmals über die Kantonsgrenze hinaus, eröffnet in der ersten Oktoberwoche das «Kesselhaus» in Cham: Offene Küche, Grill, Bar. Patrick Rohrmoser (Park Hotel Vitznau) ist der Küchenchef. Segmüllers Stolz: Tochter Annina ist die Projektleiterin, begleitet das «Kesselhaus» an den Start. Im nächsten Jahr wird auch das «Zunfthaus zur Meisen» in Zürich Teil der «Segmüller Collection».

www.segmueller-collection.ch

 

Jakarta – Genf einfach. Christian Wildhaber hat das «Mandarin Oriental Palace» in Luzern eröffnet, flog nach erfolgreichem Start nach Jakarta. Nicht für lange: Mandarin Oriental beruft ihn zurück in die Schweiz. Wildhaber löst in Genf Paul Jones als General Manager ab. Dort trifft er auf einen berühmten «Untermieter»: Yotam Ottolenghi schreibt die Karte für seine erste Filiale ausserhalb Grossbritanniens.

www.mandarinoriental.com

 

Fotos: André Herger, Gabriel Monnet, HO