Eröffnung am 8. September 2026. «Marküs» heisst das neue Restaurant von Markus Stöckle (früher «Rosi»), und in dem historischen Gebäude an der Glockengasse in der Zürcher Altstadt soll «alles, nur kein Wirtshaus» entstehen, wie es der ungewöhnlichste Koch Zürichs formuliert. Am 8. September 2026 werden erstmals die Türen geöffnet. «Es ist eine wirkliche Ehre, an diesem Ort zu kochen und die Energie und Geschichte des Gebäudes zu spüren», sagt Küchenchef Stöckle. In dem Haus mit einer 700-jährigen Tradition der Gastfreundschaft will der international erfahrene Koch das persönlichste und kreativste Kapitel seiner Karriere aufschlagen.

700 Jahre Gastfreundschaft: aus «Kaisers Reblaube» an der Glockengasse wird «Marküs».
Technik, Produzenten, Lebensfreude. Zum Start ist das Restaurant Marküs, das nach Markus Stöckles Spitznamen benannt ist, nur abends geöffnet. Nach der Anfangsphase wird es auch ein Lunch-Angebot geben, unter anderem mit Stöckle-Klassikern. Im ersten Menü verbindet Stöckle ausgefeilte Technik mit Lebensfreude und engen Beziehungen zu lokalen Produzenten. Stöckle hat viel Zeit in der Testküche mit Fermentieren verbracht. Auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit, die der Koch seit längerem mit der ETH Zürich pflegt, soll in manchen Gerichten sichtbar werden. Und natürlich ist das Essen im «Marküs» das Ergebnis einer interessanten Karriere: Von seinen bayerischen Wurzeln und seiner Zeit in Japan bis hin zur multisensorischen Küche im «The Fat Duck» oder zur lebendigen Küche Spaniens fliessen viele Erfahrungen in das sehr saisonale, fröhlich-ungezwungene Degustationsmenü von Markus Stöckle ein.

Inspiration aus Japan: «Homemade Tsukemono» – fermentiertes Gemüse zum Start.

Auftakt zum Hauptgang: geklärte, zentrifugierte Wachtel-Consommée mit Kräuter-Infusion.
Ganzheitliches Erlebnis. Zu den Highlights der Eröffnungsmenüs gehören eine Neuinterpretation der «Älpler Makkaronen» oder Felchen von Samuel Weidmann aus dem Zürichsee, serviert mit «Doubanjiang» aus fermentierten Bio-Bohnen vom Grüthof in Wildensbuch sowie Frühlingszwiebeln und frischem Sansho-Pfeffer von Esther Ratgeb und Matthias Brück aus dem Zürcher Oberland. «Das Degustationsmenü ist bewusst so gestaltet und ausgewogen, dass sich die Gäste am Ende zufrieden und nicht überfressen fühlen. Es soll ein ganzheitliches Erlebnis aus Essen, Wein und Atmosphäre entstehen», erklärt Markus Stöckle.

International, regional, saisonal: Markus Stöckle.

Frisch aus dem Zürichsee: gebeizter, konfierter Felchen an einer fermentieren Bohnen-Fischsauce.
Lackierte Wände & Goethes Stube. Während das Menü eine Kombination aus klassischen Kochtugenden und modernen Techniken ist, soll auch die Gestaltung des Restaurants eine gewisse Spannung widerspiegeln. Der Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde vom Mailänder Designteam Studio Dragó sichtbar gemacht: Während das Erdgeschoss mit rot lackierten Wänden und markanten schwarzen Zierleisten ein Bekenntnis zur Moderne ist, bleibt im historischen Goethe-Stübli im Obergeschoss, in dem einst Johann Wolfgang von Goethe gewohnt hat, die ursprüngliche Holzvertäfelung aus dem 13. Jahrhundert das prägende Element. Mit dem «Marküs» steht auf jeden Fall die interessanteste Restaurant-Neueröffnung Zürichs an.
>> «Marküs», Glockengasse 7, 8001 Zürich; ab 8. September 2026
www.markues.ch
Fotos: Torvioll Jashari

