Fotos: Olivia Pulver

Die «Beefbar» passt zum Lifestyle-Hotel. Streetfood. Steaks. Und auf besonderen Wunsch Cuts aus der Luxusklasse. So tickt die «Beefbar» in St. Moritz, die wunderbar zum Hotel passt: Das «Grace La Margna» ist jung, frisch, frech, unbekümmert, definiert den St. Moritzer Fünfsterne-Lifestyle neu. Das Projekt «Beefbar» muss der unerschrockene Hotelier David Frei mit seinem Team selbst umsetzen: «Beefboy» Riccardo Giraudi aus Monte Carlo («Beefbars» in über 40 Destinationen!) schickt nur die genormten Rezepte und eine saftige Rechnung für die Lizenz ins Engadin. Zum Vergleich: Zuma, Matsuhisa oder Langosteria stellen auch die Köche.

tartare & tartine: Veal bites, praline, sesame gaufrette - signature carpaccio: Thin Black Angus beef fillet tart, za’atar & maple syrup - gyozas: Kobe beef & chorizo ravioli, vinegary jalapeño sauce - Beefbar - Grace St. Moritz - Januar 2025 - Copyright Olivia Pulver

Start-Feuerwerk! Beef-Carpaccio auf der «Pizza», Kalbs-«Tartine», Gyoza mit Kobe Beef.

General Director / Hoteldirektor David Frei im The View Restaurant - Grace La Margna St. Moritz - Dezember 2025 - Copyright Olivia Pulver

Auf Erfolgskurs: David Frei, General Manager im jugendlichsten Fünfsterne-Hotel von St. Moritz.

Beefbar - Grace St. Moritz - Januar 2025 - Copyright Olivia Pulver

Die «Beefbar» ist der Hotspot im «Grace La Margna». Neu auch im Sommer geöffnet.

«Beefy Bravas», Carpaccio auf der Pizza. In Sachen Pizza tut sich in St. Moritz gerade einiges, und einige Grossmütter in Italien würden sich wohl im Grab umdrehen, wenn sie sehen, was sich da an der Fladenbrot-Front so abspielt: Nutella (!) kommt drauf, und eine Luxus-Pizza ritzt schon mal die 100-Franken-Grenze. Mit der «Streetfood»-Variante in der «Beefbar» können wir besser leben: Ein «Signature Carpaccio» liegt auf dem dünnen Teig, Zatar, eine Gewürzmischung aus Nordafrika, kommt drüber. Schneiden, Teilen und Geniessen! «Beefy Bravas» ist ein Kartoffel-Millefeuille in Fingerfood-Grösse, mit Tatar von Kobe-Beef, Beef-Schinken und Kaviar. Kalbfleisch geht auch: «Tartare & Tartine», eine Waffel aus der ersten Liga.

Double Ribeye, 500 Gramm. Was kommt nach Street Food? Comfort Food! Wir kriegten Wagyu Beef aus dem Rangers Valley in Australien. Das «Double Ribeye» (500 Gramm für zwei) ist perfekt gebraten, auch wenn die Kellner sich hier nicht nach der gewünschten Garzeit erkundigen. Auch die Beilagen waren tadellos: Homemade Mashed Potatoes, grillierte Broccoletti und eine «Beefbar Signature Sauce» zum Weglöffeln. Wir attestieren gerne: Die Crew ist bei der Umsetzung des Repertoires ruhiger, stilsicherer, verlässlicher geworden. Die Schweizer Online-Metzgerei Luma erobert mit ihrem Black Angus Beef zunehmend die «Beefbar»-Welt. Natürlich sind auch die sündhaft teuren «Emperor Cuts» weiterhin zu haben: Kobe Beef, Matsusaka, Miyazaki, Kagoshima & Co. Dass man davon mindestens 200 Gramm ordern muss, mag gut sein fürs Geschäft, ist aber weniger gut für den Magen; der hohe Fettanteil macht sich bemerkbar.

Andrea Bonini, Executive Chef mit Sous Chef Antonio Di Michele - Beefbar - Grace St. Moritz - Januar 2025 - Copyright Olivia Pulver

Köche unter sich: Andrea Bonini (l.), Antonio di Michele.

Kagoshima - Beefbar - Grace La Margna St. Moritz - Dezember 2025 - Copyright Olivia Pulver

Star in der «Beefbar»-Vitrine: Kagoshima aus Japan.

Auch im Sommer geöffnet. Die Abschnitte der Edelstücke werden geschickt verwertet. Kobe-Beef in den Gyozas, Wagyu-Beef als Bolo zur «Pastasciutta» (Pappardelle, hausgemacht). Ausgezeichnet die Weinkarte: Sommelier Benjamin Zimmerling («Marmite Youngster 2025») baut sie kontinuierlich aus (1500 Positionen!) und empfiehlt dank Coravin-Technik öfter mal einen eleganten Bordeaux glasweise, diesmal einen Château Giscours 2006. Good News für alle Fleischtiger: Die «Beefbar» ist neu auch im Sommer geöffnet. Passt zum «Grace»-Konzept. Das Hotel ist ja auch 365 Tage im Jahr für seine Gäste da.

Geheimtipp: Die Stüvetta! Im «Grace» dreht sich vieles um «Beefbar» und «The View», aber da gibt es noch die kleine, feine «Stüvetta». Viel Holz, viel Fell, jede Menge Fondue: «Alpine Cheese» ist der Klassiker, «Imperial Crustacean» die ziemlich verrückte Variante: Rock Lobster, Scampi, Gamberi Rossi, Bouillabaisse und Kaviar. St. Moritz halt. Auch auf der kleinen Karte: Jäger-Rösti, Zürcher Geschnetzeltes, Cordon bleu, Bündner Gerstensuppe.

www.gracestmoritz.ch