
Endspurt: Amanda Wassmer, Sommelière fürs «Mémories».

Der Signature Dish im «Memories»: Alpensaibling mit Tannenöl.

Hingehen! Sven Wassmer kocht noch bis Ende Februar in Bad Ragaz.
# 1: Nochmals zu Sven Wassmer! Sven-Fans müssen sich beeilen. Der Dreisterne-Chef kocht nur noch bis Ende Jahr im «Memories», dann gehen das Grand Resort und er getrennte Wege. Seinen Signature Dish sollte man unbedingt nochmals geniessen. O-Ton im GaultMillau Guide 2027: «Der leicht geräucherte Alpen-Saibling an intensiver Rahmreduktion mit Tannenöl ist so etwas wie Wassmers «Nothing else matters» - ein Hit, der in keinem Menü fehlen darf.» GaultMillau-Rating: 18 Punkte. Bild ganz oben: v.l. Marco Campanella, Renu Homsombat, Joël Ellenberger.
# 2: Warten auf Marco Campanella. Wie weiter nach dem Auszug von Sven Wassmer? Der wichtigste Punkt ist geklärt: Superstar Marco Campanella wechselt nach zehn erfolgreichen Jahren im Swiss Deluxe Hotel Eden Roc in Ascona (und im «Tschuggen» Arosa) nach Bad Ragaz. Seine Brigade und seinen früheren Souschef Jonas Fechner bringt er gleich mit. Der zweite Punkt ist noch nicht geklärt? Wie heisst das «Memories» im Jahr 1 nach Wassmer? Der GaultMillau schreibt in der Ausgabe 2027 über Campanella: «Ein Gang kommt bei ihm selten allein; raffinierte Side Dishes, die sich mal ergänzen, mal kontrastieren, gibt’s dazu. Aufwand total, Absturzgefahr null.» GaultMillau-Rating: 19 Punkte.

Vollgas! Rückkehrer Joël Ellenberger will die Gäste im «Igniv» begeistern: Französische Küche, Thai-Akzente, Sharing.
# 3: Welcome back, Chef Joël! Joël Ellenberger bespielte bis zum Umbaustart das «Igniv by Caminada», war der Publikumsliebling im Resort. Jetzt ist er wieder zurück und «brennt»: Sehr viel Leidenschaft, sehr viel Ehrgeiz! In der Zwischenzeit hat er für Caminada im «Igniv Bangkok» gekocht und auf Schloss Schauenstein die Leitung übernommen, wenn die beiden Chefs mal abwesend waren. Joël: «Ich möchte die authentischen Gewürze und Produkte aus Thailand auf meine ganz eigene Art einsetzen und mit meiner sehr französisch geprägten Küche verbinden.» Die Startphase wird für Joël und seine neue Brigade heiss: Double Seating über die Festtage! GaultMillau-Rating vor dem Umbau: 17 Punkte.

Thai-Topküche im Grand Resort: Chefin Renu Homsambat, (v.l) Gastgeberin Jana Stieger und Eve Nüesch freuen sich auf den Start im neuen «Sanook».
# 4: Richtig Thai – dank Renu Homsombat. Ein Thai-Restaurant hatte es im Grand Resort bereits («Namun»), aber es genügte den Ansprüchen (und dem GaultMillau) in den letzten Jahren nicht mehr. Culinary Director Nadine Wächter zog die Notbremse, engagierte für den Neustart einen Star aus Bangkok: Renu Homsombat. Man kennt sie in der Schweiz: Sie hat «Widder»-Chef Stefan Heilemann über Jahre hinweg inspiriert; auch dank ihr packt der 18-Punktecef immer mal wieder in Thai-Gericht in sein grosses Menü. In Bad Ragaz heisst Renus Restaurant «Sanook». High-End-Küche muss nicht sein. Aber die Thai-Klassiker müssen brillant sein. Eine erste Kostprobe gab’s an der Kitchenparty «Shef’s»: «Yum Som O», ein Pomelo-Salat der Extraklasse. GaultMillau-Prognose: Die Resort-Gäste werden Renus Thai-Küche lieben. «Sanook»-Start: 18. Dezember.

Konversationssprache italienisch: Chef Nicola Montalti (r.) und Maître Roberto Cippolino führen im Ristorante «Nesso» Regie.
# 5: Pasta & Pesce bei Nicola Montalti. Italienisch ist ein Ristorante vorzugsweise dann, wenn Koch, Maître und Pasta italienisch sind! Im Grand Resort hält man sich (erstmals) an diese Faustregel: Im neuen «Nesso» führen zwei Regie, die bisher die zauberhafte «La Casetta» im Eden Roc Ascona bespielt haben: Chef Nicola Montalti, Gastgeber Roberti Cippolino. Bestseller bei meinem letzten Besuch am Lago Maggiore: Carpaccio von der Bernsteinmakrele, herausgeschnitten aus einem Zehn-Kilo-Exemplar. Spaghettone von Mancini mit Sardinen, Fenchel und Brotbrösel. GaultMillau-Rating in Ascona: 14 Punkte. Muss auch hier das Ziel sein. «Nesso»-Start: 18. Dezember.
www.resortragaz.ch, www.igniv.com
Fotos: Digitale Massarbeit, Nik Hunger, Olivia Pulver, Thomas Buchwalder, Valeriano Di Domenico, Remy Steiner

