
Zur Gedult
Das kleine, stimmige Lokal in der unteren Burgdorfer Altstadt heisst nicht nur «Gedult», etwas Geduld wird auch von den Gästen an den alten Bistro-Tischen verlangt. Denn seit bald zehn Jahren steht hier Lukas Kiener mit viel Energie und grossem Können allein am Herd. Was der zurückhaltende Chef trotzdem am Abend im brillant komponierten Gourmetmenü serviert, ist bewundernswert und manchmal auch etwas längere Wartezeiten wert.
Legendär sind Kieners Apéro-Häppchen und Amuse-bouches wie die famose Jakobsmuschel mit Austernblättern. Den gekonnten Start machen diesmal Lachsforelle, Petersilienfond, Birnenkugeln und Cracker, dann wird zum Geflügel Estragonschaum, Yuzusaft und frisch geriebene Hühnerleber serviert – ein inspirierter, elegant ausbalancierter Gang. Die «Aemme-Shrimps» aus der nahen Zucht kommen mit gebackenem Lauch, Mandelkernen und Grapefruit auf den Tisch, durchdacht und fein ist auch der Hauptgang: ein zartes Rindsentrecote auf roten Beeren mit krossem Lardo und einem famosen Zylinder aus käsigem Kartoffelschaum, Selleriecreme und Gewürzblumen.
Eine erstaunliche Kombination aus Sauerrahm-, Mandarinen- und Molkenglace schliesst den Abend gekonnt ab. Und wenn auch die süss-säuerliche Grundlinie einiger Gänge (Yuzu lässt grüssen) teils etwas uniform wirkt – ein Essen in der «Gedult» hat Charakter und bietet viel Genuss. Betreut wird man gelassen und professionell von Barbara Schütz und Nadine Studer, die Weinbegleitung ist hervorragend zusammengestellt.


Das kleine, stimmige Lokal in der unteren Burgdorfer Altstadt heisst nicht nur «Gedult», etwas Geduld wird auch von den Gästen an den alten Bistro-Tischen verlangt. Denn seit bald zehn Jahren steht hier Lukas Kiener mit viel Energie und grossem Können allein am Herd. Was der zurückhaltende Chef trotzdem am Abend im brillant komponierten Gourmetmenü serviert, ist bewundernswert und manchmal auch etwas längere Wartezeiten wert.
Legendär sind Kieners Apéro-Häppchen und Amuse-bouches wie die famose Jakobsmuschel mit Austernblättern. Den gekonnten Start machen diesmal Lachsforelle, Petersilienfond, Birnenkugeln und Cracker, dann wird zum Geflügel Estragonschaum, Yuzusaft und frisch geriebene Hühnerleber serviert – ein inspirierter, elegant ausbalancierter Gang. Die «Aemme-Shrimps» aus der nahen Zucht kommen mit gebackenem Lauch, Mandelkernen und Grapefruit auf den Tisch, durchdacht und fein ist auch der Hauptgang: ein zartes Rindsentrecote auf roten Beeren mit krossem Lardo und einem famosen Zylinder aus käsigem Kartoffelschaum, Selleriecreme und Gewürzblumen.
Eine erstaunliche Kombination aus Sauerrahm-, Mandarinen- und Molkenglace schliesst den Abend gekonnt ab. Und wenn auch die süss-säuerliche Grundlinie einiger Gänge (Yuzu lässt grüssen) teils etwas uniform wirkt – ein Essen in der «Gedult» hat Charakter und bietet viel Genuss. Betreut wird man gelassen und professionell von Barbara Schütz und Nadine Studer, die Weinbegleitung ist hervorragend zusammengestellt.



