
Schweizerhof
Einen japanischen Koch sucht man in Zermatts bestem japanischen Lokal vergeblich. Denn die sind nur schwer zu kriegen und die Lohnvorstellungen sind atemraubend. Es geht auch ohne: Abdul Shafik Ab Halim aus Malaysia ist der Chef der grossen, gut eingespielten Brigade. Er liefert aus der Showküche, was gefragt ist in einer Top-Feriendestination: keine austarierte japanische Hochküche, aber ein Angebot, das allen gefällt: raffinierte Sushi, spektakuläre Einlagen am Teppanyaki-Grill, Tempura mit Shrimps oder Gemüse, liebevoll und mit höchster Konzentration zubereitet. Der Erfolg gibt dem freundlichen Chef recht. Die Plätze an Tischen und Tresen sind im riesigen «Schweizerhof»-Restaurant (80 Plätze!) in der Hochsaison zwei- bis dreimal pro Abend besetzt.
Viele Gäste wollen nur das eine: Sushi, à la minute und folglich ohne störende Konservierungsstoffe zubereitet. Für die grosse Runde empfiehlt sich das «large assortment» mit 46 Stück (165 Franken), aber auch mit der Variante «small» (28 Stück) kommt man auf seine Rechnung. Der Sushi Master legt seine Bestseller auf feinen Shiso-Mai-Reis: Tuna and Ikura Gunkan (Lachskaviar), Jakobsmuscheln und Yuzu-Kaviar, Lachs- und Passionsfrucht-Roll, Spicy Tuna mit Tuna-Tatar. Der «Rolls Royce» im Angebot: ein Wagyu-Nigiri mit einer Scheibe vom edlen Kagoshima-Rind. Dass Nigiri, Maki und Hosomaki im «Myoko» wirklich gut sind, hat sich herumgesprochen im Dorf: Auch das Take-away-Geschäft brummt.
Nicht jeder Gang ist perfekt. Der «Raw Fish Salad» mutiert zu Sashimi auf Salat; Scheiben von Tuna, Lachs, Wolfsbarsch und Gelbschwanzmakrele liegen da auf einer Überdosis Grünzeug, inklusive eiskalten Tomaten und Blumenkohl. Da gefällt uns das Chawanmushi mit Fisch-Pâté zur Begrüssung schon besser. Alles klar beim Hauptgang. Wir sitzen am Robatayaki-Counter, also wird einer der Köche zum Grillmeister: Kobe Beef, Wagyu Beef, Entenbrust und Hühnerschenkel brutzeln da auf der heissen Platte. Auch ein Kalbs-Entrecote ist im Angebot. Es ist ausgezeichnet wie die Shrimps, die wir als kleines «Extra» ordern. Sympathisch: Der Grill-Meister setzt auf sein Können, verzichtet auf billige Showeinlagen, die in den Achtzigerjahren noch Trumpf waren an jedem zweiten Teppanyaki-Tisch. Was trinkt man am besten dazu? Japanisches Bier. Und Sake! Langzeit-Maître Imez «Moez» Boussaid, 26 Jahre im Geschäft, hat die richtigen Empfehlungen.


Einen japanischen Koch sucht man in Zermatts bestem japanischen Lokal vergeblich. Denn die sind nur schwer zu kriegen und die Lohnvorstellungen sind atemraubend. Es geht auch ohne: Abdul Shafik Ab Halim aus Malaysia ist der Chef der grossen, gut eingespielten Brigade. Er liefert aus der Showküche, was gefragt ist in einer Top-Feriendestination: keine austarierte japanische Hochküche, aber ein Angebot, das allen gefällt: raffinierte Sushi, spektakuläre Einlagen am Teppanyaki-Grill, Tempura mit Shrimps oder Gemüse, liebevoll und mit höchster Konzentration zubereitet. Der Erfolg gibt dem freundlichen Chef recht. Die Plätze an Tischen und Tresen sind im riesigen «Schweizerhof»-Restaurant (80 Plätze!) in der Hochsaison zwei- bis dreimal pro Abend besetzt.
Viele Gäste wollen nur das eine: Sushi, à la minute und folglich ohne störende Konservierungsstoffe zubereitet. Für die grosse Runde empfiehlt sich das «large assortment» mit 46 Stück (165 Franken), aber auch mit der Variante «small» (28 Stück) kommt man auf seine Rechnung. Der Sushi Master legt seine Bestseller auf feinen Shiso-Mai-Reis: Tuna and Ikura Gunkan (Lachskaviar), Jakobsmuscheln und Yuzu-Kaviar, Lachs- und Passionsfrucht-Roll, Spicy Tuna mit Tuna-Tatar. Der «Rolls Royce» im Angebot: ein Wagyu-Nigiri mit einer Scheibe vom edlen Kagoshima-Rind. Dass Nigiri, Maki und Hosomaki im «Myoko» wirklich gut sind, hat sich herumgesprochen im Dorf: Auch das Take-away-Geschäft brummt.
Nicht jeder Gang ist perfekt. Der «Raw Fish Salad» mutiert zu Sashimi auf Salat; Scheiben von Tuna, Lachs, Wolfsbarsch und Gelbschwanzmakrele liegen da auf einer Überdosis Grünzeug, inklusive eiskalten Tomaten und Blumenkohl. Da gefällt uns das Chawanmushi mit Fisch-Pâté zur Begrüssung schon besser. Alles klar beim Hauptgang. Wir sitzen am Robatayaki-Counter, also wird einer der Köche zum Grillmeister: Kobe Beef, Wagyu Beef, Entenbrust und Hühnerschenkel brutzeln da auf der heissen Platte. Auch ein Kalbs-Entrecote ist im Angebot. Es ist ausgezeichnet wie die Shrimps, die wir als kleines «Extra» ordern. Sympathisch: Der Grill-Meister setzt auf sein Können, verzichtet auf billige Showeinlagen, die in den Achtzigerjahren noch Trumpf waren an jedem zweiten Teppanyaki-Tisch. Was trinkt man am besten dazu? Japanisches Bier. Und Sake! Langzeit-Maître Imez «Moez» Boussaid, 26 Jahre im Geschäft, hat die richtigen Empfehlungen.



