Innenansicht vom Restaurant Hotel Friedheim in Weggis - GaultMillau
Restaurant

Hotel Friedheim

Friedheimweg 31
6353 Weggis
Freddy Zimmermann
Preise: M 38.–D 70.–/82.–
Service: Terrasse/Garten, Parking, Rollstuhlgängig
Telefon: +41 41 390 11 81

Offenbar machen Freddy und Denise Zimmermann alles richtig. Ihr «Friedheim» ist ausgezeichnet besucht (wir kriegten erst beim dritten Versuch einen Tisch!), Architektur (Claudio Carbone) und weiss gedeckte Tische sorgen für Eleganz, die Seesicht imponiert. Aus dem See kommt noch immer nix: Die Felchen werden aus Estland eingeflogen. Das Wichtigste im «Friedheim»: Zimmermann kocht blitzsauber, serviert grosszügige Portionen, hat Klassiker wie das Wiener Schnitzel oder «Freddy’s Mascarpone Kalbs Hacktätschli» immer auf der Karte.

30 Grad war’s auf der Terrasse, da kam der kleine Sommer-Dreigänger gerade richtig: Riesencrevetten aus den vietnamesischen Mangrovenwäldern lagen sauber poeliert auf Papaya und Guacamole; Wasabi (im Joghurt) kam dazu, was dem erfrischenden Gang sehr gut bekam. Steinbutt gebraten oder pochiert? Chef Zimmermann servierte uns aus schottischem Wildfang beide Varianten gleichzeitig im Teller, mit zwei leichten Saucen: Safran und Kräuter, dazu grillierte Rondini. Und auch fürs Dessert gab’s Applaus: sommerlicher Beerengratin, Stracciatella, Himbeershot mit Balsamico aus der Pipette.

Auch der Griff ins A-la-carte-Angebot war ein Volltreffer. Erst marinierter Lachs auf Kartoffelpuffer; wieder setzte der Chef seine Geheimwaffe geschickt ein: Wasabi in Sauerrahm! Der Champagner-Risotto war von guter Qualität, die Riesencrevetten (eine Riesenportion!) waren kross gebraten. Die Klassiker auf der Karte: gebratene Entenleber an Aceto-balsamico-Vinaigrette. Tagliata vom Rindsentrecote auf Pak-Choi. Kalbspaillard mit Zitronenschaum. Kalbskotelett mit Gemüse vom Grill. Kalbsleberli nach Grossmutterart mit Rösti. Ans Rindsfilet mit rosa Pfeffer wagten wir uns nicht – laut Karte droht da eine Banane (!) als Beilage.