Die Stadt schläft nie. Die Koreaner entern fröhlich ihre BBQ-Grills und ihre Streetfood-Restaurants und abends die Bars der Stadt. «We have a big drinking culture», strahlt der Bartender im Hotel. Seoul ist Gourmet-City und das «Four Seasons» das perfekte Hotel für den Aufenthalt: Zentral gelegen. 317 Zimmer und Suiten mit bodentiefen Fenstern im Glas-Wolkenkratzer (29 Etagen), smartes Restaurant-Angebot – und die heisseste Bar der Stadt. Angeschrieben ist sie nicht: Durch eine geheimnisvolle, unscheinbare, enge Türe geht’s rein ins Nachtleben, in der H-Bar gleich nebenan sitzen acht Gäste an einem H-förmigen Tresen und beobachten die Mixologisten bei der (Labor-)Arbeit. «Speakeasy», nennt man dieses Konzept. Bei den «World’s 50 Best Bars» gelistet! Das Four Seasons ist ideal gelegen: Für den Besuch angesagter Restaurants. Für einen Abstecher in den berühmten Fischmarkt von Noryangjin oder zum Streetfood im riesigen Gwangjang-Markt. Uber-Taste drücken, höchstens zwei Minuten auf einen Driver warten. Los geht’s!

Four Seasons Hotel in Seoul.

Top-Adresse in Seoul, zentral gelegen: Four Seasons Hotel.

Seoul - Swiss Int. Airlines - Travel for Caminda Mag, ©by Adrian Bretscher

Speakeasy! Die geheimnisvolle Bar im Four Seasons.

Die Foodszene boomt. Junge Köche kehren aus New York zurück, haben am Culinary Institute of America studiert und bei Stars hospitiert, machen jetzt ihr eigenes Ding: Französische Technik trifft auf koranische Tradition und Ingredienzen! Zwei koreanische Restaurants haben es bereits in Michelins Dreisterne-Liga geschafft: «Jungik» in New York, «Mingels» in Seoul. Mein Tipp: Joseph Lidgerwood im «Evett». Der weitgereiste Australier hat sich in die koreanische Küche und in seine koreanische Frau Ginny Kim verliebt, verarbeitet die Ingredienzen seiner Wahlheimat genial. Ergebnis: Zwei Michelin-Sterne, volles Haus. Im Sommer kocht er in der Schweiz, als Stargast beim St. Moritz Gourmet Festival (25. - 30. August).

Chef Joseph Ligwood.

Demnächst in St. Moritz: Joseph Lidgerwood.

Restaurant Evett, Seoul, Südkorea.

Tile Fish, mit fantastischer Chicken-Beurre-Blanc.

Evett in Seoul.

«Evett by Joseph Lidgerwood»: Top-Adresse in Seoul.

Peking Duck & Xiao Long Bao. Das «Four Seasons» ist auch Michelin-Adresse: «Yu Yuan», erstklassige China-Küche, heftig gebucht. Der erfahrene St. Galler General Manager Michael Schmid: «Wir haben Chef To per Headhunter gefunden, innert kürzester Zeit hatte er seinen ersten Stern.» Den hat der junge Mann aus Hongkong verdient. Die «Peking Duck» mit knuspriger Haut ist sein Signature Dish, ein halbes Dutzend Enten baumeln in einem Wärmeschrank beim Eingang; «pre-ordering» wird empfohlen und führt vor Abflug zu einem angeregten, aber freundlichen Mailverkehr. Auch Chef To’s Dim Sum-Master Quing Bing hat’s drauf. Die technisch sehr anspruchsvollen Xiao Long Bao sind seine Parade-Dumplings. Auch auf der Karte ein Gericht namens «Buddha springt über die Mauer»: Chinesische Fuijan-Küche, 30 edle Zutaten, inkl. Haifischflossen und Seeohren. Auch marinierte Quallen sind zu haben, aber dafür fehlte mir der Mumm.

Peking Ente.

Das beste Restaurant im Four Seasons: «Yu Yuan». Die Pekingente ist die Spezialität des Hauses.

Handgemachte Dumplings mit Abalone-Füllung, garniert mit Chiliöl.

Vor der Ente? Handgemachte Dumplings mit Abalone-Füllung, garniert mit Chiliöl im «Yu Yuan».

Hanwoo-Tacos bei Akira Back. Japanisch geht auch im «Four Seasons», und dafür leistet man sich die Lizenz von Akira Back. Der ehemalige Snowboard-Profi führt aus der Ferne 25 Restaurants auf der ganzen Welt. Korea ist stolz auf seine kleinen Hanwoo-Rinder, die in der Gangwon-Provinz weiden. «Das Wagyu Koreas», sagt man angesichts der Zartheit und Marmorierung. Akira Back setzt Hanwoo überall ein, auch als Taco, Tataki oder Tenderloin dünn aufgeschnitten in der Sukiyaki-Brühe; Natsukashi Noodles gibt’s dazu. Der Gast kriegt einen Riesenpot und eine Kelle, wird vorübergehend selbst zum Koch. Akira ist stolz auf seine Tuna-Pizza. Mir hat sie weniger gefallen: Trüffelöl kommt drüber, unangenehm. Dann schon lieber etwas vom Sushi-Tresen: Toro-Sashimi beispielsweise. Alternativen im Haus: Ein fröhlicher «Italiener» («Boccalino»), ein Buffet-Restaurant in der Grösse eines Fussballfelds, mit Seafood- und Sushi-Station («The Market Place»).

Seoul.

Seouls Magie! Das Hanok Village inmitten der Wolkenkratzer.

Trinkgeld gibt hier keiner. «Essen ist hier weit mehr als nur Genuss. Es ist Ausdruck von Gastfreundschaft, Gemeinschaft, Fürsorge. Ob koranischer BBQ, Streetfood-Märkte oder eine kleine Banchan-Beilage – jede Mahlzeit wird zu einem gemeinsamen Erlebnis», sagt General Manager Michael Schmid und ist «fasziniert von der unglaublichen Energie der Stadt». Gewöhnungsbedürftig: Der Service ist (nicht nur im Four Seasons) freundlich und perfekt. Aber Trinkgeld gibt’s in Korea keines.

Für einen guten Schlaf: elegantes Pyjama von Zimmerli für First-Class-Passagiere.

Swiss fliegt hin mit dem neuen A350 und mit einem Pyjama für First-Class-Passagiere.

SEOUL Swiss.

«Swiss Senses»! In der Business Class werden vier verschiedene Varianten angeboten.

SEOUL Swiss Caminada 1/26.

«Swiss Taste of Switzerland»: Schweizer Starchefs schreiben die Karte.

Mit der neuen A350 nach Seoul. Seoul ist SWISS-Destination, und eingesetzt wird auf dieser langen Route der neue Stolz der Airline, der leise und schnelle A350 mit neuer Kabine und SWISS Senses-Konzept. An Bord die Gerichte, für die ein Schweizer GaultMillau-Chef die Rezepte schreibt. Gastkoch auf meinem Flug: Rolf Fuchs vom «Panorama-Restaurant Hartlisberg» ob Steffisburg. Demnächst über den Wolken: Fabian Inderbitzin vom «Belvédère» in Hergiswil NW.

www.fourseasons.com


Fotos: Adrian Bretscher, HO