Text: Urs Heller Foto: Charles Seiler

Fondue im roten Caquelon. Kaviar gibt’s bei der Konkurrenz (Emirates, Singapore). Die SWISS geht einen eigenen Weg, um ihre Passagiere auf den sündhaft teuren acht Sitzen in der First kulinarisch zu verwöhnen. Die setzt auf Schweizer GaultMillau-Köche. Und auf typische Schweizer Produkte. Mal eine wunderbare Bratwurst mit Wasabi-Senf. Mal ein veritables, durchaus ordentliches Käsefondue, serviert auf 10 000 Metern Höhe in einem roten Caquelon. Schmeckt nach Gerber-Fondue und ist auch eines! Drei Portionen werden für jeden Flug geladen – und werden fast immer weggeputzt. Auch auf der Route ab Bangkok (35 Grad am Schatten). Figugegl über den Wolken.

Franck Reynaud

GaultMillau-Chefs kochen für die SWISS: «Aufsteiger des Jahres» Franck Reynaud, Crans, 18 Punkte.

Franck Reynaud & Florian Trento. «Taste of Switzerland» heisst das Konzept. Momentan mit ihren Rezepten an Bord der Langstreckenflotte: Franck Reynaud, GaultMillaus «Aufsteiger des Jahres» aus Crans, für Flüge ab Zürich. Und auf dem Rückflug der Schweizer Florian Trento, der erfahrene Executive Chef des «Peninsula Hongkong.» Reynaud setzt clever auf ein Schmorgericht, das auch über den Wolken immer gelingt (Rindfleisch, hervorragend!). Trento empfiehlt einen Meerfrüchte-Mangosalat (Hummerschere, Crevette, Jakobsmuschel, Moules) und einen Grouper (Dorschfilet) mit Zwiebelkruste. Auch gut: Das Balik-Lachsfilet zum Start, das Rindsfilet mit intensiver Balsamicosauce im Hauptgang. Gar nicht gut: Der Tuna zum Amuse-bouche, geliefert vom lokalen Caterer -  bleich, kalt und hart.

 

Eclat, Cos & Coop. Branchenprimus Coop / Mondovino liefert erstklassige Weine in die erste Klasse. Zu Seafood und Fondue gibt’s den geheimnisvollen «Eclat», ein Walliser Prestigeprodukt von Provins (Petite Arvine, Heida). Zum Rindsfilet einen eleganten Cos d’Estournel 2005 von Michel Reybier (besitzt u.a. das Hotel «La Réserve» bei Genf). Zum Schluss wird ein Sauternes entkorkt:  Château Raymond-Lafon (Sauternes), der Nachbar des berühmten Château d’Yquem.

 

Ein Pyjama von Zimmerli. Die SWISS setzt neu auf die Boeing 777-300 ER und hat damit wieder ein ausgezeichnetes First Class-Produkt. Aus den acht Sitzen werden auf Knopfdruck acht komfortable «chambres séparées», mit komfortablen Betten. Ein smarter «Garderobenschrank» ist zugleich Sichtschutz. Mit etwas Geduld und gegen Gebühr surft man jetzt im Internet. Und für jeden  Passagier gibt’s ein Pyjama von Zimmerli. Darf man mit nach Hause nehmen.

 

>> www.swiss.com

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