Die Explora III ist Klassenbeste. «Manchmal geben wir bei Explora einen Dollar mehr aus als vorgesehen», sagt Chairman Francesco Vago vergnügt. Franck Garanger, Executive Chef mit dem direkten Draht zur Besitzerfamilie Aponte-Vago, nimmt diese Aussage ziemlich wörtlich. Er setzte durch, dass auf den sechs Explora-Jachten (drei sind noch im Bau) jedes Restaurant seine eigene Küche hat. Vorbei die Zeit der grossen Zentralküchen im Bauch der Schiffe. In den neun Restaurants kocht man à la minute. Ein kulinarischer Quantensprung, der mithilft, etwa die eben erst getaufte «Explora III» als Klassenbeste im Ultra-Luxus-Segment zu positionieren. Bild oben: Explora III & Jannik Sinner.

Explora II Schiff

Höchstens 900 Passagiere. Neun Restaurants, Pools mit Aussicht. Die Explora III ist das neue Flaggschiff der Genfer Reederei.

Signora Comandante Melani. Weitere Pluspunkte: Ein Staff-Quotient von 1,25:1, also 690 Crewmitglieder für höchstens 900 Passagiere. Wohlfühl-Atmosphäre. Kein Dichtestress, auch nicht an den vier (Infinity-)Pools. Elegante Suiten, Residenzen und Penthouses. Designerin der «Owner’s Residence: Patricia Urquiola, die auch alle «Igniv»-Restaurants von Andreas Caminada entworfen hat. «Explora Journeys» ist in Frauenhand: Anna Nash ist Präsidentin von «Explora Journeys», Serena Melani die Kapitänin. «Signora comandante», nennt man sie respektvoll.
 

President Explora Journeys: Anna Nash

Frauenpower: Anna Nash, President Explora Journeys.

Captain: Serena Melani

Frauenpower: Serena Melani ist die Kapitänin.

Designerin: Patrica Urquiola

Frauenpower: Patricia Urquiola designte die «Owners Residence».

Schiffsliebe geht durch den Magen. Das weiss auch die in Genf ansässige Reederei (MSC / Explora), und natürlich fehlt auch ein Luxusrestaurant an Bord nicht: «Anthology», die kulinarische Spielwiese von Chef Galanger. Er ist Franzose, kocht am liebsten italienisch: «La Montagna» (A5 Wagyu mit Amarone Sauce), «Il Mare» (Wolfsbarsch aus dem Mittelmeer, Blutorangen aus Sizilien in der Sauce), «La Campagna» (Plant-based Sellerie-Ossobuco!), zum Abschied die «Euforia di Cioccolato». Der Chef ist nicht zu übersehen: Er surft mit hoher Toque von Tisch zu Tisch. Wer hier diniert, bezahlt eine «Erlebnisgebühr» von 165 Euro. Alles andere an Bord ist «all included», auch das 500 Gramm schwere, 30 Tage lang abgehangene Black Angus Porterhouse nebenan im spektakulären Steakhouse «Marble & Co. Grill».
 

Buffet war mal. «Marketplace» ist besser. Garangers Meisterwerk: Der «Emporium Marketplace» auf Deck 11, mit Outdoor-Tischen. Schlacht am Buffet war mal. Explora präsentiert die Variante 2.0. Die Passagiere surfen gut gelaunt zu den zwölf Kochstationen. Die Sushi (Hosomaki, Nigiri, Uramaki) werden direkt in der Theke frisch zubereitet (!), das «Flap Sirloin» vor den Augen der Gäste geschnitten, an der Station «Mussels & Clams» liegt erstklassiges Meergetier auf Eis. Besonders beliebt sind die Pasta-Köche: Casarecce, Fettucini, Fusilli, Maccheroni, Ravioli mit Ossobuco – alles auf dem Schiff hergestellt und präzis gekocht. Verblüffend ist, wie hoch der Warenaufwand ist: Wird Jamon aufgeschnitten, darf es nur die Top-Variante «Cinco Jotas» sein. Bei der Paella, die vor Barcelona serviert wird, imponiert nicht nur die Riesenladung Seafood, sondern auch die Reis-Qualität: «Bomba-Reis, what else?», sagt der Küchenchef ganz cool.
 

Owner's Residence: Suiten, Penthouse und Residenzen! Die schönste designte Patricia Urquiola, die alle «Igniv»-Restaurants von Andreas Caminada entworfen hat.

So residieren Owners und Vips. Die schönste Residenz auf der Explora III. Design Patricia Urquiola.

«Sakura» & «Crema». Das «Sakura» ist auf allen Explora-Jachten sehr beliebt. Asiatische Chefs am Wok, riesiges Angebot: Dim Sum & Gyoza zum Teilen, konfierter Entenschlegel, Softshell-Crab-Tempura und Bluefin Tuna Tatar zum Start. Lobster Pad Thai, Thai-Curry, geräuchertes Lamm aus Neuseeland und 72 Stunden lang geschmorte Short Ribs mit Panang danach. Qualität? Erstaunlich hoch. Service: Trotz Grossandrang auffallend freundlich. Und: Draussen unter dem Sternenhimmel macht die asiatische Küche doppelt Spass. Geheimtipp an Bord: Das unkomplizierte «Crema Café» auf Deck 5. Prima Ristretto. Kuchen. Auf Wunsch greifen die gutgelaunten Bartenderinnen bereits am frühen Morgen zum Shaker: «Caffè Shakerato», schaumig geschüttelt, im Cocktailglas serviert, wie in den todchicen Bars von Milano oder Roma.

Wohnzimmer de luxe: Die zweistöckige Lobby mit Bars & Boutiquen.

Wohnzimmer de Luxe: die zweistöckige Lobby mit Bars & Boutiquen.

Explora-Markenbotschafter: Tennisstar Yannick Sinner.

Explora-Markenbotschafter: Tennisstar Yannick Sinner.

Der wohl schönste Padel-Court der Welt. Eingeweiht von Sinner.

Padel-Court auf Deck 14. Mit 360-Grad-Aussicht. 

Jannick Sinners Padel-Court. Kontrastprogramm zu den neun Restaurants? Fitness vom Feinsten! Bereits um 6.45 Uhr trifft sich der «Running Club» auf dem Open-Sir-Fitnessdeck und wird auch «Sundial Salutations Morning Awakening Yoga» angeboten. Im Gym sind die neuesten Pilates-Reformer vom Technogym Renner im Angebot. Und auf Deck 14, mit 360-Grad-Sicht übers Meer, spielt man Padel. Weltstar Yannick Sinner, Nummer 1 in der Tennis-Weltrangliste und «Explora»-Markenbotschafter, har ihn auf der ersten Reise der Traumjacht No. 3 eingeweiht.


www.explorajourneys.com


Fotos: Explora Journeys, Tobi Mitchell, Fabio Paleari, Marianna Santoni, Jacob Elwood / Getty