Zürich, 29. Juni 2026

Smashburger, Craft-Cola und Warteschlangen bis aufs Trottoir: Das «Bunzai» am Zürcher Lochergut ist GaultMillaus «POP des Jahres 2027». Ein Lokal, das nicht bloss auf der Trendwelle reitet, sondern sie von Anfang an mitgeprägt hat – mit Handwerk, das man schmeckt.

GaultMillau POP – so heisst die Lifestyle-Liste des Restaurantführers. Wir überprüfen und aktualisieren sie mehrmals im Jahr. Beizen, Bistros, Brasserien, Bars und Cafés, die zwar nicht im GaultMillau punkten, aber mit jungen, unkomplizierten Konzepten sowie viel Leidenschaft und hoher Qualität begeistern. Titelsponsor ist American Express. Sabine Mantoiu, Chief Commercial Officer von Swisscard: «GaultMillau POP steht für neue Ideen, mutige Konzepte und inspirierende Talente. Gemeinsam mit GaultMillau Schweiz möchten wir ihnen eine Plattform bieten und ihre Leidenschaft, Kreativität und ihren Unternehmergeist sichtbar machen.» 50 besonders attraktive Adressen stellen wir in unserem POP-Booklet vor.

Vom Stauffacher ans Lochergut

Es zischt kurz, dann passiert der entscheidende Moment. Rindshackfleisch trifft auf die heisse Grillplatte, wird mit Druck flach gepresst und bildet eine Kruste. Maillard-Reaktion heisst das im Fachjargon. Bräunung bringt Geschmack – beim Smashburger ist sie der Kern der Sache. Quereinsteiger Mao Heng hat das früh verstanden: Sein erstes kleines Lokal beim Stauffacher gehörte zu den ersten Smashburger-Adressen der Stadt. Unterdessen ist «Bunzai» ans Lochergut gezügelt, ins ehemalige «Rosi» – mit grösserem Gastraum, Sommerterrasse und neuem Auftritt. Dunkelgrüne, geschwungene Einbauten, helle Holztische, Anime-Figürchen auf den Regalen. Erwachsener als früher, aber nicht glatter.

Handwerk im Detail

Hier wird nicht blind drauflosgedrückt, bis vom Patty nur noch trockene Ränder übrigbleiben: Hengs Team smasht aussen stärker, in der Mitte weniger – so entsteht eine Kruste, ohne dass das Fleisch austrocknet. Die Portion ist grosszügig, das Verhältnis stimmt schon in einfacher Ausführung, während andere Smashburger erst als Doppeldecker funktionieren. Dazu das Bun, der heimliche Star: fluffig, leicht, aber stabil genug, um alles zusammenzuhalten. Von welcher Bäckerei es kommt, bleibt Betriebsgeheimnis: Heng holt es mehrmals pro Woche persönlich ab, verpackt in anonymen Kartonschachteln.

Klassiker oder Starchef-Smashburger

Die «Bunzai»-Klassiker haben ihren Stammplatz auf der Karte: «Classic» mit Salat, Tomate und «Secret Sauce» oder «Bibimchi» mit koreanischem Speck, Kimchi und Gochujang-Mayonnaise. Ein Geheimtipp ist der «Oklahoma»: hauchdünn geschnittene Zwiebeln, die direkt auf die heisse Kochplatte gepresst werden und geschmacklich mit dem Fleisch verschmelzen. Stillstand kommt für Heng aber nicht in Frage: Smashed Potatoes statt Tiefkühlpommes, hausgemachtes Craft-Cola aus über zehn Gewürzen – und regelmässige Gastburger mit Starchefs wie Oscar de Matos, Antonio Colaianni oder Mitja Birlo.

Neu: «POP Special Award» für das «Mamie» in Luzern

Erstmals ehren wir in diesem Jahr zusätzlich ein Lokal mit dem «POP Special Award». Unsere Wahl fiel auf eine der bemerkenswertesten Neueröffnungen der Saison: das «Mamie» in Luzern. Hinter dem kleinen Café stecken Jonathan Pichler und Nadine Reitinger. Pichler war Souschef und Pâtissier bei Dominik Hartmann im mit 18 Punkten ausgezeichneten «Magdalena» in Rickenbach SZ – dieses Handwerk bringt er nun in seine eigene kleine Backstube ein. Die Fans stehen Schlange: für English Muffins, Tarte au citron, Pâte à choux, Madeleines mit brauner Butter und Macarons. Morgens öffnet das «Mamie» um sieben Uhr mit Croissants, Pain au Chocolat und Magdi-Brot, am späten Nachmittag wird zur Apéro-Time umgeschaltet. An Pichlers Seite steht Partnerin Nadine Reitinger, die eine ebenso durchdachte wie persönliche Weinkarte kuratiert.

Das Who’s who der «POP»-Szene

Die bisherigen «POP des Jahres»: Marlene Halter («Metzg», Zürich, 2020), Markus Arnold («Easy Lunch», Steinhalle, Bern, 2021), Martin Hurschler, Mario Waldispühl, Sylvan Müller und Rahel Heller («Jazzkantine», Luzern, 2022), Armin Azadpour, Claudio Sacchi und Patrick Schindler («Lupo», Zürich 2023), Christian Gujan und Leo Tobler («Glou Glou», Luzern, 2024), Meagan Cederbaum und Simon Bernhard («Alba», Zürich, 2025), Simon Apothéloz, Rahel Jost und Marco Belz («Olympia», Bern, 2026).

POP in the City, POP in den Bergen

Die POP-Community von GaultMillau und American Express wächst stetig und umfasst aktuell über 260 Adressen. Die Empfehlungen für Foodies kennen keine Grenzen: Auch eine besonders gute Gelateria, Pizzeria, ein Foodtruck, Sandwich-Take-away oder Döner schaffen es auf die Liste. Unsere Scouts sind vor allem in den Städten Zürich, Basel, Bern, Lausanne, Genf, Neuenburg und Freiburg unterwegs. Zusätzlich listen wir aber auch die dynamischsten Wintersportstationen: St. Moritz, Gstaad und Zermatt. Die komplette Liste gibt es auf

www.gaultmillau.ch/pop

www.gaultmillau.ch

www.bunzai.ch

www.americanexpress.ch

Die Medienmitteilung zum Download

Medienmitteilung POP des Jahres 2027

GaultMillaus «Rookies 2027»:
GaultMillau-Stars von morgen: Vier Rookies und eine Jungsommelière

Namen, die man sich merken muss: Die Rookies Arielle & Beni Andrey, Vincent Graenicher, Pierre Dorsaz, Tobias Wegelin und Jung-Sommelière Martina Wilhelm.

Wer sind die Stars von morgen? Die GaultMillau-Weinjury listet jedes Jahr die «150 besten Winzer der Schweiz». Und sie scoutet im Nachwuchsbereich, testet blind die Weine von jungen Winzerinnen und Winzer. Vier haben die Jury besonders beeindruckt und werden als «Rookies des Jahres» ausgezeichnet: Arielle und Beni Andrey (Schafis BE), Tobias Wegelin (Malans GR), Pierre Dorsaz (Charrat VS) und Vincent Graenicher (Tartegnin VD).

GaultMillau kümmert sich in Zusammenarbeit mit Swiss Wine auch um den Sommelier-Nachwuchs. Die «Jungsommelière des Jahres» heisst Martina Wilhelm, steckt in der harten Ausbildung zur Weinakademikerin und begeistert die Gäste in der «Wöschi» in Zürich.

Rookies & Jungsommelière im Kurzporträt:

Weingut Andrey
Arielle und Beni Andrey
Schafis BE

Was Arielle und Beni Andrey wohl von allen Winzer-Ehepaaren der Welt unterscheidet: Sie sind beide gelernte Bäcker-Konditoren, die sich statt für die Backstube für den Rebberg entschieden haben. Im Schloss-Beck in Nidau BE lernten sie sich kennen – danach orientierten sie sich um. Wobei sie keine reinen Quereinsteiger sind: Arielle stammt aus einer seit fünf Generationen in Schafis am Bielersee ansässigen Winzerfamilie, Beni hat ihren Namen angenommen. Doch auch das früher Gelernte ist für den Betrieb nicht verloren: Für die zahlreichen Events backen die beiden Focaccia oder kreieren Tapas. Bei der Betriebsübernahme wollten Arielle und Beni nicht alles über den Haufen werfen. So wird bei der Traditionslinie die Arbeit der Eltern plus-minus fortgeführt. Die Handschrift der jungen Generation tragen der Chardonnay «Au Clos» und der Pinot noir «Roche au Cros»: spontan vergoren, unfiltriert, direkt im 300-Liter-Fût vergoren. Originell auch der «Naturtrüeb», effektiv ein «Non filtré».

www.andreyschafis.ch

Graenicher Vins
Vincent Graenicher
Tartegnin VD

Weingüter sammeln? Etwas für Investoren und andere Gutbetuchte. Winzer machen das in der Regel nicht. GaultMillaus «Rookie des Jahres» Vincent Graenicher ist eine Ausnahme: Die «Domaine de Penloup» in Tartegnin ist seit 1983 in Familienbesitz. Dazu bewirtschaftet er «Les Cordelières» in Châtagneréaz und die «Domaine de Famolens» in Mont-sur-Rolle. Graenicher hat ein Flair für neue Ideen, baut neben dem traditionellen Chasselas zum Beispiel einen Mischsatz an, bei dem er 85 Prozent Rot- mit 15 Prozent Weisswein «verdünnt». Zurzeit in der Pipeline ist auch ein Sauvignon blanc, den er ohne das gängige, von Thiolen geprägte Aromaprofil keltern möchte. Sein Fokus liegt dabei «stets auf Frische und Finesse». Welchen Wein würde Graenicher aus seiner Palette hervorheben? «Ich bin angetan von meinen 2025er-Chasselas. Ich produziere vier davon. Ihr Stil ist geprägt vom biologischen Anbau, wir lesen von Hand in kleine Kistchen. Da ist Herzblut drin.»

www.graenicher-vins.ch

La Cave des Collines
Pierre Dorsaz
Charrat VS

Im Leben von Pierre Dorsaz gibt es einen Tag X. Es ist jener, an dem er am «Mondial du Chasselas» mit seinem Fendant zuoberst auf dem Treppchen stand, nota bene als erster Walliser. «Das war schon wichtig für das Renommee. So konnten meine Weine ein wenig aus dem Schatten treten.» Auch die GaultMillau-Weinjury holt ihn nun auf die grosse Bühne: Er ist «Rookie des Jahres 2027». Dorsaz hat auch Obstbau gelernt. Aprikosen sind sein zweites Standbein. Vor nicht allzu langer Zeit spielte er mit dem Gedanken, auf gewissen Parzellen die Reben durch Aprikosenbäume zu ersetzen. Ist das nach dem Triumph noch ein Thema? «Nur, wenn eine Lage spezifisch für die Früchte geeignet ist.» Und was ist sein Lieblingswein? «Meine beiden Amphoren-Crus mit Jahrgang 2025 verzaubern mich!», sagt er. Und nennt dann doch seinen Petite Arvine: «Er ist der Leuchtturm in meinem Angebot. Das von Granit geprägte Terroir von Fully drückt sich darin am klarsten aus.»

www.cavelescollines.ch

Il Vin
Tobias Wegelin
Malans GR

Tobias Wegelin ist kein Mann der lauten Töne. Selbstbewusstsein blitzt allerdings auf, wenn er sagt: «Mein Ziel ist, mich im Kreis der besten Pinot-noir-Produzenten zu etablieren.» Trotz seinen Ausflügen ins Bordelais und nach Südafrika ist es die Bündner Paradesorte, der sein Interesse gilt: Sie steht exklusiv in seinen Rebbergen. Und das ist gut so: Die GaultMillau-Weinjury zeichnet ihn als «Rookie des Jahres 2027» aus. Wegelin war durchaus für den Winzerberuf prädestiniert. Sein Onkel Peter Wegelin hat das berühmte Malanser Weingut aufgebaut. Tobias Wegelins Weg führte zu Christoph Rutishauser nach Thal SG und auf den Rütihof in Uerikon ZH. Und noch heute geht er dem Bündner Weinbauer Thomas Studach in einem 60-Prozent-Pensum zur Hand. Seit 2019 baut er an seiner eigenen Existenz, wie er das ausdrückt. Dem Pinot noir gewinnt Wegelin zwei biozertifizierte Weine ab, einen klassischen Rotwein und einen Blanc de Noir. Der Rotwein geht stets durch das kleine Holz. Thomas Studach habe ihm gesagt, das trinke heute niemand mehr. «Und das habe ich beherzigt.»

www.ilvin.ch

JUNGSOMMELIÈRE DES JAHRES
Martina Wilhelm

Gesucht: Nachwuchs-Sommeliers. Gefunden: Martina Wilhelm in der «Wöschi» Zürich. Sie ist GaultMillaus «Jungsommelière des Jahres 2027».

Martina Wilhelm, 30, steckt mittendrin in der anspruchsvollen Ausbildung zur Weinakademikerin. Aber: «Nur aus Büchern zu lernen, ist für mich nur die halbe Miete», sagt die quirlige junge Frau. Sie sucht die Nähe zu den Winzern, steht schon mal selber im Rebberg und im Keller eines Weinguts, will «Menschen für Wein begeistern, ohne sie zu überfordern». Entdeckt hat sie die Liebe zum Wein bei Stefan Heilemann im «Widder». Heute zeigt sie bei David Klocksin («Wöschi» Zürich, 16 Punkte), was sie draufhat.

www.woeschi.ch

Die Medienmitteilung zum Download

Medienmitteilung Rookies und Jungsommèliere 2027

Informationen:
Ringier AG, GaultMillau, Telefon: +41 58 269 26 10, info@gaultmillau.ch


Über GaultMillau:
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GaultMillau digital: Auf gaultmillau.ch gibts täglich Rezeptvideos und Rezepte der besten Köche, spannende Interviews und News aus der Szene. Die neue Lifestyle-Liste GaultMillau POP empfiehlt über 260 trendige Beizen, Brasserien, Bars und Cafés. Der Blog «Züri isst» spricht ein urbanes, junges Publikum an und hat eine ständig wachsende eigene Community.